Luftfahrtzulieferer MT Aerospace: MES COSERA in drei Wochen live
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 06:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Anforderungen an moderne Fertigungsprozesse in der Luft- und Raumfahrtindustrie steigen stetig. Im Fokus stehen dabei nicht nur die Präzision der Bauteile, sondern zunehmend auch die digitale Durchgängigkeit und die Fähigkeit, Produktionsmengen effizient zu skalieren.
Am Beispiel des Luftfahrtzulieferers MT Aerospace zeigt sich gegenwärtig, wie die Implementierung spezialisierter Softwarelösungen die Transparenz und Produktivität an hochspezialisierten Standorten erhöhen kann.
Implementierung des MES COSERA am Standort Augsburg
Um die Weichen für eine deutliche Ausweitung der Fertigungskapazitäten zu stellen, hat MT Aerospace am Standort Augsburg das Manufacturing Execution System (MES) COSERA des Herstellers Grob eingeführt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Produktion für steigende Stückzahlen zu rüsten. Berichten von Ende August 2026 zufolge strebt das Unternehmen an, künftig mehrere tausend Bauteile pro Jahr zu fertigen.
Die Einführung des Systems erfolgte dabei in einer für Industrieprojekte vergleichsweise kurzen Zeitspanne. Informationen aus Branchenkreisen bestätigen, dass das System bereits drei Wochen nach dem offiziellen Projektstart im operativen Betrieb war. Dieser schnelle Rollout basierte auf einem vorangegangenen Pilotprojekt im Bereich der additiven Fertigung, welches als Grundlage für die standortweite Anwendung diente.
Technologische Integration und Prozessoptimierung
Ein wesentlicher Aspekt bei der Modernisierung industrieller Fertigungsanlagen ist die nahtlose Einbindung neuer Software in bestehende IT-Strukturen. Das von MT Aerospace gewählte System zeichnet sich durch eine tiefe Integration in die vorhandene SAP-Umgebung aus. Diese Verknüpfung ermöglicht einen automatisierten Datenaustausch zwischen der betriebswirtschaftlichen Planungsebene und der operativen Werkstattebene.
Durch die Nutzung von Echtzeitdaten erhält die Produktionsleitung eine lückenlose Übersicht über den aktuellen Status aller Fertigungsaufträge. Diese Transparenz ist insbesondere in der Luftfahrtbranche von Bedeutung, da hier extrem hohe Anforderungen an die Dokumentation und Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Bauteils gestellt werden. Das neue System stellt sicher, dass sämtliche Prozessschritte digital erfasst und archiviert werden, was die Einhaltung strenger Qualitätsstandards erleichtert.
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Strategische Bedeutung der Echtzeitdaten für die Skalierung
Die Entscheidung für das COSERA-System unterstreicht den Trend in der Fertigungsindustrie, weg von isolierten Einzellösungen hin zu vernetzten Plattformen zu gehen.
Branchenbeobachter wiesen Anfang September 2026 darauf hin, dass die Verfügbarkeit von Echtzeitdaten die Basis für eine effiziente Ressourcenplanung bildet. Nur durch die genaue Kenntnis der Maschinenbelegung und der Materialflüsse lassen sich Engpässe frühzeitig identifizieren und beheben.
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Für MT Aerospace ist die Digitalisierung der Produktion in Augsburg ein notwendiger Schritt, um den Übergang von einer eher manufakturbetonten Fertigung hin zu einer industriellen Serienproduktion in höheren Stückzahlen zu vollziehen. Die Fähigkeit, mehrere tausend Bauteile pro Jahr unter Beibehaltung der geforderten Präzision zu liefern, hängt maßgeblich davon ab, wie effektiv die digitale Steuerung der physischen Prozesse gelingt.
Die Kombination aus einer erprobten Pilotphase in der additiven Fertigung und dem zügigen Rollout für den Gesamtstandort verdeutlicht, dass die Geschwindigkeit der digitalen Transformation zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor im Maschinenbau und der Aerospace-Zulieferindustrie wird.
Die verbesserte Rückverfolgbarkeit und die Prozesskontrolle dienen dabei nicht nur der internen Effizienz, sondern sind auch eine Voraussetzung für die Zertifizierung und Abnahme komplexer Bauteile durch Endkunden und Regulierungsbehörden.
