Loume in „Die Höhle der Löwen“: Alle Investoren lehnen den Deal ab
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 14:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Auftritt in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ bietet Start-ups eine breite Bühne, birgt jedoch auch das Risiko einer deutlichen Zurückweisung durch potenzielle Geldgeber. Dies zeigte sich beim Auftritt des Hamburger Start-ups Loume. Die beiden Gründer Viktor Dik (38) und Markus Schnauer (40) traten vor die Investorenrunde, um Kapital für ihr Schlafsystem einzuwerben.
Ihr Angebot lautete: 350.000 € im Gegenzug für 10 % der Firmenanteile. Wie ein Bericht vom 28. September 2026 darlegt, fand der Vorschlag jedoch keinen Zuspruch bei den anwesenden Risikokapitalgebern; sämtliche Investoren stiegen aus der Verhandlung aus.
Das Konzept des Geräts und die technischen Funktionen
Das von Dik und Schnauer entwickelte Produkt positioniert sich als ganzheitlicher Schlafcoach, der Nutzerinnen und Nutzern beim Ein- und Durchschlafen sowie beim Aufwachen helfen soll. Technisch setzt das System auf ein Zusammenspiel verschiedener sensorischer und visueller Reize.
Der Schlafcoach kombiniert geführte Meditationen mit rotem Licht, das das natürliche Einschlafverhalten unterstützen soll. Ein zentrales Element ist zudem ein an die Decke oder Wand projizierter Atemring, der Nutzern durch visuelle Taktung eine beruhigende Atemtechnik vermitteln soll.
Am Morgen fungiert das Gerät schließlich als Lichtwecker, der einen Sonnenaufgang simuliert, um das Aufstehen sanfter zu gestalten. Während für die physische Hardware Anschaffungskosten anfallen, setzen die Gründer bei der Software auf Barrierefreiheit: Die zum Gerät gehörende Steuerungs- und Begleit-App steht den Anwendern kostenlos zur Verfügung.
Preisgestaltung und bestehende Vertriebswege
Trotz der verfehlten Investitionsvereinbarung im Fernsehstudio ist Loume bereits im Handel aktiv. Das Hardware-Gerät wird zu einem Preis von 149 € angeboten. Die Gründer haben sich dabei nicht allein auf den Direktvertrieb verlassen, sondern Vertriebskanäle über mehrere Plattformen hinweg aufgebaut.
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Neben dem firmeneigenen Onlineshop ist das Schlafsystem auch auf dem Online-Marktplatz Amazon gelistet. Darüber hinaus ist das Produkt unter anderem im stationären beziehungsweise digitalen Sortiment des Elektronikhändlers MediaMarkt erhältlich.
Herausforderungen für Hardware-Start-ups im Segment für Erholung
Das Scheitern der Verhandlungen verdeutlicht die Hürden, vor denen Gründer von Wellness- und Schlafelektronik stehen. Die aufgerufene Bewertung, die sich aus der Forderung von 350.000 € für 10 % der Anteile ableitete, setzte hohe Erwartungen an das künftige Wachstum voraus.
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Im Markt für Schlaftechnologie konkurrieren Hardware-Hersteller mit einer Vielzahl von Alternativen, die von reinen Software- und Meditationsangeboten bis hin zu klassischen Schlafhilfen reichen.
Dass alle Investoren den Ausstieg wählten, unterstreicht die Zurückhaltung professioneller Kapitalgeber gegenüber hardwarebasierten Konsumgütern im Preisbereich von 149 €. Für Loume kommt es nun darauf an, die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells über die bereits erschlossenen Vertriebskanäle auch ohne die Unterstützung eines Investors aus der Gründershow zu belegen.
