Zoo, Tierschutz

Loro Parque bekräftigt sein Engagement für die Zoos in der Ukraine nach über drei Jahren fortlaufender Unterstützung

12.06.2026 - 16:10:00

Die Hilfe für den Tierschutz und den Erhalt bedrohter Arten macht vor geografischen Grenzen nicht Halt. Seit dem Ausbruch des Konflikts in der Ukraine im Jahr 2022 setzt sich die renommierte Tierbotschaft Loro Parque unermüdlich für den Schutz von Tieren in betroffenen Gebieten ein.

 
Quelle: unsplash.com

Zoos, Auffangstationen und die dort angestellten Fachkräfte stehen täglich vor großen Herausforderungen, um die Versorgung und Sicherheit ihrer Schützlinge unter schwierigsten Bedingungen aufrechtzuerhalten. Die kontinuierliche Unterstützung aus Teneriffa leistet dabei einen wichtigen Beitrag, um das Leben der Tiere zu sichern und die Infrastrukturen der Einrichtungen zu stabilisieren.

Langfristige Solidarität in Krisenzeiten

Die Kooperation mit den ukrainischen Partnereinrichtungen basiert auf einer zuverlässigen Zusammenarbeit, die nicht nur punktuelle Hilfslieferungen mitbringt. Über einen Zeitraum von mittlerweile mehr als drei Jahren sendet der Loro Parque Teneriffa finanzielle Mittel, aber auch Spezialfutter und medizinische Güter in die Krisenregion.

Diese Zuwendungen ermöglichen es den Tierpflegern und Tierärzten vor Ort, trotz der schwierigen Versorgungslage eine artgerechte Haltung und die medizinische Notversorgung zu gewährleisten.

Der Fokus liegt dabei vor allem auf der unbürokratischen Hilfe für all jene, die mit ihrem persönlichen Einsatz den Betrieb der Zoologischen Gärten aufrechterhalten. Durch den direkten Austausch mit den Leitungen der betroffenen Institutionen kann sichergestellt werden, dass die im Alltag nötigen Güter geliefert werden.

Diese internationale Zusammenarbeit stärkt das globale Netzwerk des Artenschutzes, denn man hält auch in der politischen Krise zusammen.

Gezielte Materiallieferung für den Kiewer Zoo

Die jüngste Solidaritätsaktion zeigt, wie konkret die Unterstützung in der Praxis aussieht. Der Loro Parque organisierte den Transport von insgesamt 5.000 Metern eines Spezialgitters direkt nach Kiew.

Für den Zoo der ukrainischen Hauptstadt ist das robuste Baumaterial wichtig, da es für die Errichtung einer neuen Außenvoliere gebraucht wird.

Durch die Erneuerung und den Ausbau der Gehege erhalten die Vögel und andere Kleintiere eine sichere Umgebung nach modernen Standards der Tierhaltung. Die Beschaffung von derartigen Baumaterialien ist in der Ukraine aufgrund des Konflikts deutlich komplizierter, was die Lieferungen aus dem Ausland so wichtig macht.

Auch für die Tiere selbst ist die Situation der permanenten Bedrohung nicht einfach. Der Krieg seit 2022 belastet nicht nur das Personal, sondern auch die Lebewesen selbst. Ständige Bedrohung, Angst und Furcht sind Teil des Lebens in den Zoos der Ukraine geworden und deshalb ist das Gefühl der Gemeinsamkeit mit Institutionen aus dem Ausland auch so wichtig.

Schwierige Bedingungen für den Schutz bedrohter Arten

Auch in Krisenzeiten darf der Erhalt der biologischen Vielfalt nicht in den Hintergrund rücken, denn viele der in den ukrainischen Zoos lebenden Individuen gehören zu den gefährdeten arten. Durch die Zerstörung der Infrastruktur wird die jahrzehntelange Arbeit von Züchtern und Wissenschaftler gefährdet.

Die Partnerschaft mit internationalen Organisationen stellt sicher, dass wertvolle Zuchtprogramme nicht plötzlich abbrechen.

Es fließt nicht nur materielle Unterstützung aus dem Ausland, sondern auch logistische Beratung. So werden Evakuierungspläne vorbereitet und Notunterkünfte für die Tiere optimiert.

Mit seinem Engagement hat der Loro Parque gezeigt, dass Artenschutz eine Verantwortung für alle ist. Selbst wenn die Situation in der Ukraine schwierig ist, muss er weiterverfolgt werden, um zum Beispiel seltene Tierarten zu erhalten.