Longevity-Kongress September: Neue Wege zum gesunden Altern
Veröffentlicht am: 11.07.2026 um 07:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
173 Millionen Euro für Radiologie, ein Forschungs-MRT der Spitzenklasse und ein Kongress zum gesunden Altern: Graz positioniert sich 2026 als Gesundheitsstandort. Die Entwicklungen betreffen Altersmedizin, Diagnostik und Forschung gleichermaßen.
Neues Radiologie-Zentrum am Uniklinikum in Betrieb
Nach 3,5 Jahren Bauzeit ging im Juli 2026 der erste Abschnitt der neuen Universitätsklinik für Radiologie am LKH-Universitätsklinikum Graz ans Netz. Das Projekt kostet insgesamt 173 Millionen Euro und erstreckt sich über knapp 20.000 Quadratmeter.
Die technische Ausstattung kann sich sehen lassen: zwei Computertomographen, drei Magnetresonanztomographen, drei Angiographie-Anlagen und ein Brustgesundheitszentrum. Besonders stolz ist man auf ein 3-Tesla-Forschungs-MRT – das erste Gerät dieser Art in Österreich.
Mehr als 100 Millionen Euro der Bauaufträge gingen an steirische Unternehmen. Der zweite Bauabschnitt soll im Herbst 2026 folgen. Er umfasst unter anderem die Nuklearmedizin mit Hochdosisstation, Radiopharmazie und ein Zyklotron.
Kongress zur Longevity-Medizin im September
An der Medizinischen Universität Graz findet am 28. und 29. September 2026 der Fachkongress „Evidenzbasierte Longevity-Medizin 2026“ statt. Im Mittelpunkt steht das gesunde Altern. Der Wissenschaftsfonds FWF fördert die Veranstaltung, das Land Steiermark kofinanziert sie.
Der Kongress „Evidenzbasierte Longevity-Medizin 2026“ zeigt, wie wissenschaftlich belegte Methoden Ihre Lebensspanne verlängern können. Sichern Sie sich jetzt Ihren kostenlosen Platz – die Anmeldung ist noch bis 30. Juli möglich. Jetzt kostenlos anmelden
Interessierte können sich bis zum 30. Juli 2026 kostenlos anmelden. Der Kongress zeigt den Trend zu präventiven Ansätzen: Wissenschaftlich belegte Methoden sollen die Lebensspanne verlängern – bei gleichzeitig hoher Lebensqualität. Ein Thema, das angesichts der alternden Gesellschaft an Relevanz gewinnt.
Geriatrie: Keine Schließung der Gesundheitszentren
Während die Infrastruktur wächst, sorgt die stationäre Altersmedizin für Diskussionen. Hintergrund sind Bundesreformpläne, die Krankenhausstandorte mit weniger als 180 Betten neu bewerten. Der Grazer Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer stellte am 9. Juli klar: Eine Schließung der Geriatrischen Gesundheitszentren (GGZ) stehe nicht zur Debatte.
Die Einrichtungen decken ein breites Spektrum ab: Akutmedizin, Rehabilitation, Hospizleistungen und mobiles betreutes Wohnen.
Blutdruck senken per Biofeedback
Bluthochdruck natürlich senken? Das AIT-Institut stellt auf dem Longevity-Kongress die Biofeedback-Methode BPRelax vor. Erfahren Sie, wie Atemübungen und Pulswellenmessung Ihren Blutdruck reduzieren können. Kostenloses Ticket für den Kongress sichern
Ergänzend zu den stationären Angeboten gewinnen technologische Lösungen für zu Hause an Bedeutung. Das AIT Austrian Institute of Technology entwickelte mit „BPRelax“ eine Methode zur Blutdrucksenkung mittels Biofeedback und Atemübungen. Das System nutzt die ARCSolver-Technologie zur Pulswellenmessung.
Für den Vertrieb im DACH-Raum kooperiert das AIT mit der GO Europe GmbH. Eine erste Serie von 3.000 Geräten ist geplant, die Zertifizierung als Medizinprodukt läuft noch. Solche Innovationen machen medizinische Versorgung effizienter – und ergänzen die Grazer Strategie für den Gesundheitsstandort.
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