Long COVID: Studie zeigt erstmals Nervenschäden im Gehirn
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 18:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die am 10. Juli in eBioMedicine veröffentlichte Untersuchung des Centre for Addiction and Mental Health (CAMH) weist auf Verletzungen des Dopaminsystems hin.
PET-Scans enthüllen Nervenschäden
Die Forscher setzten die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit einem speziellen Marker ein. Damit ließ sich die Dichte der Dopamin-Nervenendigungen im Striatum messen – einer Region, die für Steuerung und Motivation zentral ist. Das Ergebnis: Bei Long-COVID-Patienten zeigte sich eine deutlich reduzierte Dichte der Dopamin-Transporter im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen.
Wo das Gehirn leidet – und welche Symptome folgen
Die Schäden in bestimmten Striatum-Bereichen korrelieren direkt mit den Symptomen der Betroffenen:
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- Ventrales Striatum: Nervenverlust hier hängt mit Motivationsverlust und Antriebslosigkeit zusammen.
- Dorsales Putamen: Schäden in diesem Areal führen zu verlangsamten Bewegungen (Bradykinesie).
- Caudatus: Veränderungen in diesem Teil stehen im Zusammenhang mit Gedächtnisproblemen und kognitiven Defiziten.
Die Befunde liefern eine physiologische Grundlage für Symptome wie chronische Müdigkeit und Konzentrationsstörungen – oft als „Brain Fog“ bezeichnet.
Neue Therapieansätze in Sicht
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Die Erkenntnisse eröffnen konkrete Behandlungsmöglichkeiten. Ein Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten Repurposing: Bereits zugelassene Dopamin-Medikamente sollen auf ihre Wirksamkeit bei Long COVID getestet werden.
Eine klinische Studie dazu ist in Planung, in Kooperation mit dem University Health Network. Ziel ist es, durch die Wiederherstellung der Dopamin-Funktion die neurologischen Beschwerden bei Langzeitbetroffenen zu lindern.
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