Long COVID bei Klinikpersonal: 27,6 Prozent haben nach sechs Monaten Symptome
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 10:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Untersuchung der University of Iowa zeigt erhebliche Langzeitfolgen von SARS-CoV-2-Infektionen bei Beschäftigten im Gesundheitssektor auf. Laut der im Fachblatt American Journal of Industrial Medicine veröffentlichten Studie kämpfen zahlreiche Angestellte noch Monate nach einer Erkrankung mit anhaltenden Beeinträchtigungen.
Wie healthcaredive.com am 28. September 2026 berichtete, wurden für die Analyse rund 1.600 Beschäftigte im Gesundheitswesen untersucht, die sich im Zeitraum zwischen August 2022 und Mai 2024 mit COVID-19 infiziert hatten. Bei 11,3 Prozent der Teilnehmenden hielten dieselben moderaten oder schweren Symptome sowohl drei als auch sechs Monate nach der ursprünglichen Infektion an.
Verlauf der Symptome und typische Beschwerdebilder
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass gesundheitliche Einschränkungen nach einer Infektion bei einem beträchtlichen Teil der Belegschaft über längere Zeiträume bestehen bleiben.
Wie crbcnews.com am 29. September 2026 berichtete, gaben knapp 20 Prozent der untersuchten Beschäftigten an, drei Monate nach der Infektion unter moderaten oder schweren Symptomen zu leiden. Nach sechs Monaten stieg dieser Anteil laut den Erhebungen der University of Iowa sogar auf 27,6 Prozent an.
Einem Bericht von jqjo.com vom 28. September 2026 zufolge klagten mehr als 11 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen drei bis sechs Monate nach der Infektion über anhaltende moderate oder schwere Symptome. Als das am häufigsten dokumentierte anhaltende Problem identifizierten die Forschenden dabei ausgeprägte Müdigkeit.
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Betroffene Berufsgruppen und spezifische Risikofaktoren
Die Erhebungen der University of Iowa machten zudem deutliche Unterschiede hinsichtlich der individuellen Anfälligkeit für langanhaltende Beschwerden sichtbar. Den Berichten zufolge traten anhaltende Symptome nicht gleichmäßig über die gesamte Belegschaft hinweg auf.
Ältere Beschäftigte sowie Frauen waren nach den Studiendaten häufiger von persistierenden Beschwerden betroffen. Ebenso wiesen Personen mit vorbestehenden Erkrankungen ein erhöhtes Risiko auf.
Zusätzlich identifizierte die Analyse weitere Gruppen, die überproportional gefährdet waren: Neben Menschen mit Mehrfachinfektionen zählte dazu überraschenderweise auch das nichtklinische Personal in den medizinischen Einrichtungen, wie jqjo.com unter Berufung auf Reuters berichtete.
Herausforderungen für die Personalplanung im Gesundheitswesen
Die Forschenden der University of Iowa weisen darauf hin, dass die anhaltenden gesundheitlichen Einschränkungen weitreichende Konsequenzen für die Organisation medizinischer Betriebe nach sich ziehen. Nach Einschätzung des Forschungsteams ergeben sich aus den Befunden direkte Herausforderungen für die Personalbindung sowie für die mittel- und langfristige Personalplanung im Gesundheitssektor.
Um betroffene Fachkräfte im Beruf zu halten und deren Genesung zu unterstützen, sei eine gezielte Anpassung der Arbeitsbedingungen notwendig. Zu den diskutierten Maßnahmen gehören flexible Arbeitsanpassungen.
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Konkret könnten hierbei reduzierte Arbeitsstunden, modifizierte Dienstpläne oder die Zuweisung alternativer, körperlich weniger belastender Aufgaben eine zentrale Rolle spielen, um den Arbeitsalltag für chronisch beeinträchtigte Angestellte bewältigbar zu machen.
