Long Covid bei Kindern: Nur 1–3% entwickeln Langzeitfolgen
06.06.2026 - 20:41:04 | boerse-global.de
Von der Multiorganunterstützung bis zur personalisierten Schmerztherapie – neue Verfahren retten Leben und verbessern die Lebensqualität chronisch Kranker.
Ob Sepsis-Nachsorge oder die im Artikel erwähnten erhöhten Lipoprotein(a)-Werte – die richtige Deutung von Laborbefunden ist für Patienten entscheidend. Dieser kostenlose 25-Seiten-Report hilft Ihnen dabei, Ihre Blutwerte selbst zu verstehen und Fehldiagnosen zu vermeiden. Jetzt kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck sichern
Multiorgan-Unterstützung: Lebensretter bei Sepsis
Die Sepsis bleibt eine der größten Herausforderungen der modernen Medizin. Laut Experte Dr. Mark Laperouse steigt das Sterberisiko mit jeder Stunde ohne Behandlung um rund acht Prozent. Die ADVITOS GmbH setzt auf die ADVOS-Therapie – ein Verfahren, das Leber, Lunge und Nieren gleichzeitig unterstützt. Bereits 20 Klinikene in Deutschland nutzen das System. Neue Daten aus dem EMOS-Register sollen im Juni 2026 weitere Erkenntnisse liefern.
Auch nach der akuten Phase sind Erfolge möglich. Eine niederländische Patientin war nach einer schweren Blutvergiftung jahrelang bettlägerig. Seit Ende 2025 kommt ein neuer Therapieansatz zum Einsatz – mit deutlichen Fortschritten. Der Fall zeigt: Spezialisierte Nachsorge ist essenziell. Viele Betroffene kämpfen mit Langzeitfolgen wie Gliedmaßenverlust oder chronischer Erschöpfung.
Long Covid bei Kindern: Neue Studie liefert wichtige Erkenntnisse
Eine im Frühjahr 2026 in Nature Communications veröffentlichte Studie wirft neues Licht auf pädiatrisches Long Covid. Die Forscher beobachteten 74 betroffene Kinder über bis zu 3,2 Jahre. Ergebnis: Nur ein bis drei Prozent der infizierten Kinder entwickeln Long Covid.
Schwere Herz- oder Lungenschäden blieben aus. Doch 20 Prozent der Patienten leiden länger als ein Jahr unter Symptomen. Die Forscher identifizierten biologische Subgruppen – etwa mit Verbindungen zum Vitamin-B1-Haushalt, Immunbotenstoffen oder früheren Epstein-Barr-Virus-Kontakten. Die Erkenntnisse untermauern die Forderung nach individuellen Behandlungsstrategien für die über 200 dokumentierten Symptome.
Präzisionsmedizin gegen Schmerzen und Schuppenflechte
Chronische Rückenschmerzen betreffen in Deutschland über 20 Millionen Menschen. Das LMU Klinikum erprobt in der NeuroPain-Studie einen neuen Ansatz: Mittels fMRT wird die individuelle Schmerzregion im Gehirn lokalisiert und anschließend mit fokussiertem Ultraschall behandelt.
Während die Wissenschaft an neuen Ultraschall-Methoden gegen chronische Leiden forscht, können Betroffene ihre Genesung auch durch gezielte Bewegung unterstützen. Prof. Dr. med. Wessinghage zeigt in seinem Ratgeber 17 einfache Übungen, die in nur 3 Minuten täglich Schmerzen lindern und Muskeln aufbauen können. Kostenlosen Ratgeber für 3-Minuten-Übungen herunterladen
Auch in der Dermatologie tut sich etwas. Studien zur Schuppenflechte zeigen: Bei stabiler Psoriasis kann die Dosis von Biologika reduziert werden. Die Injektionshäufigkeit sinkt, die Behandlungskosten fallen – ohne Einbußen bei der Wirksamkeit.
Kardiologie und Infektiologie: Zwei Durchbrüche an der Charité
Die Berliner Charité meldet gleich zwei Erfolge. Etwa jeder fünfte Deutsche hat genetisch erhöhte Lipoprotein(a)-Werte – ein massiver Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Prof. Elisabeth Steinhagen-Thiessen bewertet einen neuen Therapieansatz positiv, der erstmals eine medikamentöse Behandlung in Aussicht stellt.
Parallel dazu ein Erfolg in der Infektiologie: Ein im Mai 2026 aufgenommener Patient mit dem Bundibugyo-Ebola-Virus konnte heute als virusfrei entlassen werden. Experimentelle Therapien machten es möglich. Hintergrund: ein Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo mit bisher 381 Fällen und 62 Todesopfern.
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