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Lloyds Accept ab Juni: Stripe-Technologie für eine Million KMU

10.06.2026 - 13:02:48 | boerse-global.de

Lloyds Banking Group integriert Stripe-Technologie für digitale Zahlungen. Die neue Plattform Lloyds Accept zielt auf kleine und mittlere Unternehmen.

Lloyds und Stripe: Neue Zahlungstools für britische KMU
Lloyds - A tablet displaying a digital payment interface, symbolizing the partnership between Lloyds Bank and Stripe for UK small businesses. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gemeinsam bringen sie eine neue Suite an Zahlungswerkzeugen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Vereinigten Königreich an den Start. Die Zusammenarbeit ist ein Novum: Erstmals integriert Stripe seine Technologie direkt mit einer traditionellen britischen Bank.

„Lloyds Accept" – Zahlungen leicht gemacht

Im Rahmen der Vereinbarung hat die Bankengruppe die Plattform Lloyds Accept gestartet, die auf der Stripe-Connect-Infrastruktur basiert. Der Dienst ermöglicht Geschäftskunden, Zahlungen über verschiedene digitale Kanäle zu akzeptieren – direkt integriert in ihre Konten bei Lloyds und der Bank of Scotland.

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Das neue Toolkit, das am 9. und 10. Juni 2026 eingeführt wurde, soll das Banking-Erlebnis für über eine Million Geschäftskunden modernisieren. Zu den Funktionen gehören „Tap to Pay" für iPhone und Android, physische Karten-Terminals sowie die Möglichkeit, Zahlungslinks für Online-Transaktionen zu generieren.

Kleine Firmen können die Zahlungsabwicklung innerhalb von Minuten einrichten, betont Amanda Murphy, CEO von Lloyds Business Banking. Die Tools seien darauf ausgelegt, Unternehmen den sofortigen Start des Handels zu ermöglichen und gleichzeitig mehr Flexibilität für das Cashflow-Management zu bieten.

Stripe-Technologie für den Mittelstand

Eileen O'Mara, Chief Revenue Officer bei Stripe, hebt hervor, dass die Partnerschaft dieselbe Infrastruktur zu kleineren britischen Unternehmen bringt, die auch globale Konzerne wie Amazon und OpenAI nutzen. Stripe wickelt nach eigenen Angaben jährlich Zahlungen im Wert von über 1,9 Billionen Euro ab – das entspricht rund 1,6 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts.

Die Partnerschaft ist das Ergebnis direkter Gespräche zwischen Lloyds-CEO Charlie Nunn und Stripe-CEO Patrick Collison. Branchenbeobachter sehen darin eine Reaktion auf den wachsenden Wettbewerbsdruck durch Fintechs wie Revolut, die mit agilen digitalen Banking- und Zahlungslösungen Marktanteile gewinnen.

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Digitalisierung als strategischer Schwerpunkt

Der Launch von Lloyds Accept ist Teil eines breiteren technologischen Vorstoßes der Bank. Für Juli 2026 ist die Vorstellung des nächsten Fünfjahresplans angesagt, der voraussichtlich einen starken Fokus auf digitale Transformation legen wird. Zudem hat Lloyds angekündigt, sein Angebot an digitalen Währungen auszubauen: Noch 2026 sollen Geschäftskunden in der Lage sein, Stablecoin-Zahlungen in US-Dollar und Euro abzuwickeln.

Stripe, aktuell mit rund 159 Milliarden Euro bewertet, liefert das technische Rückgrat für zahlreiche bekannte Tech-Unternehmen. Durch die direkte Einbettung dieser Fähigkeiten in die Banking-Oberfläche will Lloyds Finanzmanagement und Zahlungsabwicklung für seine mehr als 26 Millionen Kunden auf einer einzigen Plattform vereinen.

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