Litera Lito-Workflows: KI vereint Vertragsentwurf und Verhandlung
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 08:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarehersteller Litera hat am 18. August 2026 neue Funktionen angekündigt, die darauf abzielen, die Erstellung und die Verhandlung von Verträgen in einem einzigen, KI-gestützten Arbeitsprozess zu vereinen. Mit diesem Schritt adressiert das Unternehmen die traditionelle Trennung zwischen dem Verfassen von Dokumenten und der anschließenden Abstimmungsphase, indem beide Schritte technologisch enger miteinander verknüpft werden.
Integration in bestehende Arbeitsumgebungen und Verfügbarkeit
Die neuen Funktionen werden unter der Bezeichnung Lito-Workflows bereitgestellt. Um die Akzeptanz bei juristischen Fachkräften zu erhöhen, integriert der Anbieter diese Lösungen direkt in die gewohnten Arbeitsumgebungen Microsoft Word sowie Litera for Windows. Damit sollen Medienbrüche vermieden werden, da Nutzer die KI-gestützten Werkzeuge nutzen können, ohne ihre primären Schreibprogramme verlassen zu müssen.
Die allgemeine Verfügbarkeit dieser neuen Workflows ist für den 24. August 2026 vorgesehen. Das Unternehmen betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines vertrauenswürdigen Workflows, der speziell auf die Anforderungen der Rechtsbranche zugeschnitten sei.
Funktionen für das Änderungsmanagement und Referenzdokumente
Ein zentrales Element der Neuerungen ist eine deterministische Vergleichs-Engine, die vorgenommene Änderungen in Verträgen detailliert sichtbar macht. Darauf aufbauend soll gegen Ende September ein spezieller Workflow zur Verwaltung von Änderungen ("Manage Changes") eingeführt werden.
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Diese Funktion ist so konzipiert, dass sie automatisch potenziell riskante Anpassungen in Dokumenten identifiziert. Zudem ist das System in der Lage, proaktiv Umschreibungen für kritische Klauseln vorzuschlagen, um den Verhandlungsprozess zu beschleunigen.
Zusätzlich zu diesen kommenden Funktionen ist die sogenannte Precedent-Funktion bereits jetzt verfügbar. Sie unterstützt Anwender dabei, auf bewährte Vertragsvorlagen und Referenzklauseln zuzugreifen, um die Konsistenz und Qualität bei der Neuerstellung von Dokumenten sicherzustellen.
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Erweiterung der Due Diligence und Branchenpräsentation
Für das vierte Quartal 2026 stellt Litera eine weitere Ausbaustufe seiner Plattform in Aussicht. Geplant ist die Einführung eines Due Diligence Agenten, der unter Einbeziehung der Technologie von Kira agieren soll. Diese Integration zielt darauf ab, die automatisierte Prüfung großer Dokumentenbestände weiter zu optimieren und tiefere Einblicke in vertragliche Risiken während einer Prüfung zu ermöglichen.
Litera wird die neuen technologischen Entwicklungen im Rahmen der Fachkonferenz ILTACON präsentieren. Die Veranstaltung findet vom 24. bis zum 27. August statt.
Interessierte Fachbesucher können sich am Stand Nummer 301 über die praktischen Anwendungsmöglichkeiten der neuen KI-Workflows informieren. Dort wird das Unternehmen demonstrieren, wie die Verzahnung von Drafting und Negotiation den Arbeitsalltag in Kanzleien und Rechtsabteilungen verändern kann.
