Linux 7.2: M3-MacBooks bekommen erstmals Tastatur-Support
30.06.2026 - 20:11:54 | boerse-global.de
Entwickler Michael Reeves hat zehn Patches für den Apple-Treiber apple-dockchannel eingereicht. Sie ermöglichen die interne Tastatur von M3-MacBooks unter Linux.
Die Arbeiten konzentrieren sich auf die neueren Apple-Laptops. Getestet wurde erfolgreich auf einem MacBook Air M3 (Modell J613). Aktuell unterstützt der Treiber-Update die Tastatur für M2- und M3-Modelle. Das Trackpad soll in künftigen Patches folgen.
Linux 7.2 nimmt Form an
Die Einreichung der Patches fällt in die Entwicklungsphase von Linux 7.2. Am 28. Juni 2026 erschien der erste Release-Kandidat, Linux 7.2-rc1. Der Kernel enthält bereits einen frühen Boot-Support für Apples M3-Chips – allerdings noch nicht voll funktionsfähig für den Alltagseinsatz.
Weitere Neuerungen für Version 7.2: Cache Aware Scheduling (CAS), der AMD ISP4-Treiber und AMDGPU-Unterstützung für HDMI 2.1 Fixed Rate Link (FRL). Deutliche Leistungssprünge versprechen die MGLRU-Optimierungen: Die MongoDB-Durchsatzrate steigt um 30 bis 100 Prozent.
Während die Unterstützung für neueste Hardware unter Linux stetig wächst, suchen viele Nutzer nach einem einfachen Einstieg in das Open-Source-System. Dieses kostenlose Startpaket zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ubuntu sicher parallel zu Ihrem bestehenden System installieren. Kostenloses Linux-Startpaket mit Ubuntu-Vollversion jetzt sichern
Apple öffnet sich für Linux-Container
Parallel zur Community-Entwicklung hat Apple eigene Beiträge zum Linux-Ökosystem geleistet. Am 9. Juni 2026 veröffentlichte der Konzern „container 1.0" – ein quelloffenes Kommandozeilen-Tool in Swift.
Die Software startet Linux-Container in eigenen Mikro-VMs auf Apple Silicon. Sie nutzt die macOS-Virtualisierungs- und vmnet-Frameworks, unterstützt OCI-Images und bietet persistente Container-Umgebungen. Rosetta ermöglicht Cross-Architecture-Builds für x86-64. Das Projekt ist unter Apache 2.0 lizenziert und hat auf GitHub bereits über 30.000 Sterne gesammelt.
Neue Distributionen und macOS 27
Am 30. Juni 2026 erschien ParrotOS 7.3 mit Linux 7.0 und Debian 13.5-Paketen. Optimierte Builds versprechen bis zu 50 Prozent mehr Leistung bei rechenintensiven Aufgaben. Ebenfalls heute: Mageia 10 mit Linux 6.18 LTS, KDE Plasma 6.5.5 und GNOME 49.
Ob auf dem MacBook oder einem alten PC – Linux bietet eine performante und sichere Umgebung für rechenintensive Aufgaben. Entdecken Sie im Gratis-Ratgeber, wie Sie die Vorteile von Ubuntu sofort und ohne Risiko für Ihre Daten testen können. Ubuntu-Vorteile entdecken und gratis testen
Apple selbst bereitet den nächsten großen Systemwechsel vor. Auf der WWDC 2026 stellte das Unternehmen macOS 27 (Codename „Golden Gate") vor. Das Update setzt zwingend Apple Silicon voraus – Intel-Macs erhalten nur noch Sicherheitsupdates bis 2029. Neue Funktionen wie Siri-KI-Integrationen mit Google Gemini benötigen mindestens einen M3-Chip und 12 GB RAM.
In der Hardware-Abteilung zeichnet sich ein weiterer Schritt ab: Zukünftige MacBook Pro und iPad Pro Modelle könnten auf fortschrittliche OLED-Panels setzen. Diese sollen einen Farbraum von bis zu 95 Prozent des BT.2020-Standards erreichen – durch Hyperfluoreszenz und verwandte Technologien.
