Lifestyle-Getränke, Air

Lifestyle-Getränke: Air Up und Waterdrop kosten bis zu 9× mehr

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 08:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aromatisierte Wässer kosten bis zum 20-fachen von Mineralwasser. Verbraucherschützer kritisieren irreführende Zero-Kennzeichnung, während die Politik eine Zuckersteuer ab 2027 plant.

Wasser-Markt im Wandel: Preisaufschläge, Zero-Label-Kritik und Zuckersteuer-Pläne
Eine moderne Glasflasche mit aromatisiertem Wasser und Zitrusfrüchten auf einer eleganten Marmoroberfläche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aromatisiert, vitaminisiert, duftend: Die Getränkeindustrie erfindet das Wasser neu. Doch der Hype hat seinen Preis – und nicht jedes Produkt hält, was es verspricht.

Der Preis der Erfrischung

Die Spanne ist gewaltig: Während Mineralwasser beim Discounter schon für 0,19 Euro pro Liter über den Tresen geht, zahlen Verbraucher für aromatisierte Alternativen ein Vielfaches. Der Würfel-Hersteller Waterdrop liegt bei 1,50 bis 1,70 Euro pro Liter, der Anbieter Holy verlangt je nach Produkt sogar zwischen 1,60 und 4,00 Euro.

Das Duft-System von Air Up schlägt mit 0,40 bis 0,60 Euro pro Liter zu Buche – plus Anschaffungskosten von 35 bis 40 Euro für Flaschen und Starter-Sets. Wer auf klassische Tee-Aromen setzt, fährt günstiger: Meßmer-Produkte kosten rund 0,45 bis 0,90 Euro pro Liter.

Auch der heimische Wassersprudler ist kein Schnäppchen. Die CO2-Zylinder, die für 60 bis 130 Liter reichen, kosten zwischen 15 und 30 Euro.

Das Problem mit dem „Zero“-Label

Verbraucherschützer kritisieren vor allem die Kennzeichnung. Der Begriff „Zero“ ist rechtlich nicht geschützt und bedeutet oft nur „ohne Zuckerzusatz“ – nicht zuckerfrei. Marktproben zeigten: Sogar Buttermilch-Produkte und Ketchup mit „Zero“-Label enthalten teils zwischen 4 und knapp 8 Prozent natürlichen Zucker.

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Wer bei aromatisierten Getränken wie Air Up oder Waterdrop zuschlägt, zahlt oft ein Vielfaches von Mineralwasser – und das „Zero“-Label verspricht mehr, als es hält. Unser kostenloser Report zeigt, wie Sie klüger wählen und dabei sparen. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft die verwendeten Süßstoffmengen zwar als unbedenklich ein. Doch Mediziner warnen vor einer anderen Zutat: zugesetzte Vitamine. Hochdosen bestimmter Vitamine können laut Experten der Berliner Charité gesundheitliche Risiken bergen.

Zuckersteuer: Was 2027 auf Verbraucher zukommt

Die Bundesregierung will den Zuckerkonsum eindämmen und plant eine Abgabe auf Softdrinks. Nach Plänen des Bundesfinanzministeriums könnte die Steuer zum 1. Januar 2027 kommen – gestaffelt nach Zuckergehalt, mit Aufschlägen von 18 bis 28 Cent pro Liter. Die erwarteten Einnahmen: rund 650 Millionen Euro im ersten Jahr, danach etwa 450 Millionen jährlich.

Gefälschte Energydrinks und die Jagd nach Betrügern

Die Qualitätskontrolle bleibt eine Herausforderung. Anfang August beschlagnahmte der Zoll über 60.000 gefälschte Energydrink-Dosen, die Markenrechte verletzten. Forscher der TU Berlin und der Universität Halle-Wittenberg arbeiten derweil an einer Methode, um Lebensmittelbetrug frühzeitig zu entlarven: Mit einer speziellen Analytik (HPLC-MS/MS) lassen sich Fremdzuckerzusätze in Fruchtsäften bereits unter 5 Prozent nachweisen.

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Die geplante Zuckersteuer könnte Softdrinks ab 2026 um bis zu 28 Cent pro Liter verteuern. Wer jetzt umsteigt, sichert sich günstige Alternativen – und vermeidet versteckte Zuckerfallen im „Zero“-Label. Günstige Alternativen jetzt entdecken

Vorsicht bei der Medikamenteneinnahme

Die Wahl des Getränks kann mehr beeinflussen als nur den Geschmack. Forscher der Semmelweis-Universität Budapest fanden heraus: Stark alkalisches Mineralwasser greift die Schutzschicht magensaftresistenter Tabletten an – die Wirkstofffreisetzung wird unkontrollierbar. Auch Grapefruitsaft, Milch und Kaffee können Antibiotika oder Schilddrüsenpräparate massiv beeinflussen. Fachleute empfehlen daher: Wasser bleibt das sicherste Medium zur Einnahme von Medikamenten.

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