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Lieferdienste: Uber Eats skaliert auf 2.000 autonome Roboter

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 23:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Uber Eats skaliert autonome Lieferungen auf 2.000 Roboter. Neue Zulassungen in Washington DC und Betrieb in Los Angeles treiben die Expansion voran.

Uber Eats baut Flotte auf 2.000 autonome Lieferroboter aus
Ein autonomer Lieferroboter fährt auf einem Gehweg in einer modernen US-Großstadt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Lieferdienst Uber Eats weitet seine Infrastruktur für automatisierte Zustellungen massiv aus. Durch eine Kooperation mit dem Technologieunternehmen Serve Robotics wird der Betrieb auf insgesamt 2.000 autonome Einheiten skaliert. Diese Entwicklung unterstreicht den Trend zur Automatisierung auf der sogenannten letzten Meile, während gleichzeitig weitere US-Metropolen regulatorische Rahmenbedingungen für den Einsatz von Gehwegrobotern schaffen.

Expansion in US-Metropolen und neue Zulassungen

Neben der Skalierung bei Uber Eats verzeichnen auch andere Akteure der Branche Zuwächse. So treibt Knightscope die Expansion autonomer Sicherheitskräfte voran. In Washington DC hat das Department of Transportation (DDOT) kürzlich neue Genehmigungen erteilt. Demnach dürfen Serve Robotics und Coco Robotics ihre Gehwegroboter künftig in der US-Hauptstadt betreiben. Damit gesellen sie sich zu dem bereits aktiven Anbieter Robot.com, der früher unter dem Namen Kiwibot firmierte.

Die Unternehmen Serve Robotics und Coco Robotics werden dabei nicht nur für Uber Eats, sondern auch für den Konkurrenten DoorDash Auslieferungen übernehmen. Ein deutlicher Schwerpunkt der aktuellen Aktivitäten liegt zudem in Los Angeles. In insgesamt 40 Nachbarschaften der kalifornischen Metropole wurden zuletzt 500 neue Roboter der beiden Anbieter in Betrieb genommen.

Regulatorische Entwürfe und technische Anforderungen in San Jose

Während der Betrieb ausgeweitet wird, arbeiten Kommunen an verbindlichen Regeln für den öffentlichen Raum. In San Jose wurde ein Genehmigungssystem für Lieferroboter vorgeschlagen, das detaillierte Sicherheitsvorgaben vorsieht. Der Entwurf sieht eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 5 mph auf Gehwegen vor. Zudem müssen die Einheiten mit Sichtbarkeitsflaggen ausgestattet sein. Eine weitere Auflage betrifft die Betriebssicherheit: Immobilisierte Roboter müssen umgehend aus dem öffentlichen Raum entfernt werden.

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In San Jose sind derzeit etwa 35 Bots von Coco und Serve im Einsatz. Über die neue Roboterverordnung soll der Stadtrat voraussichtlich im September 2026 abstimmen. Parallel dazu zeigt DoorDash Interesse an einer technologischen Erweiterung der Flotte. Das Unternehmen prüft den Einsatz eines größeren Modells, des sogenannten Dot-Roboters. Dieser verfügt über eine Höhe von 5 ft und soll Geschwindigkeiten von bis zu 20 mph erreichen, wobei der Einsatz primär auf Radwegen vorgesehen ist.

Wirtschaftliche Kennzahlen und operative Hürden

Trotz der physischen Expansion bleibt die wirtschaftliche Lage für spezialisierte Anbieter wie Serve Robotics herausfordernd. Für das erste Quartal 2026 meldete das Unternehmen ein Ergebnis je Aktie (EPS) von -0,65 US-Dollar. Damit wurden die Markterwartungen, die bei -0,59 US-Dollar lagen, um 11,09 % verfehlt. Umsätze wurden für diesen Zeitraum noch nicht ausgewiesen. In der Folge gab der Aktienkurs um 4,56 % nach.

Das Unternehmen setzt die Skalierung seiner Flotte dennoch fort, verzichtet jedoch bislang auf eine konkrete Umsatzprognose. Neben den finanziellen Aspekten sieht sich die Branche mit lokalen Widerständen konfrontiert. Während einige Städte den Betrieb fördern, haben Glendale und Chicago Moratorien für Lieferroboter verhängt, was den flächendeckenden Rollout behindert.

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Um die Integration der Maschinen in das Stadtbild objektiver bewerten zu können, widmet sich auch die Wissenschaft dem Thema. Forscher der Cornell University entwickeln derzeit einen sogenannten Robotability Score, der die Eignung städtischer Umgebungen für den Robotereinsatz messbar machen soll.

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