LibreOffice: Umstieg auf WebAssembly und Qt 6 für Browser
28.05.2026 - 18:27:04 | boerse-global.deDie Document Foundation (TDF) stellt ihre Büro-Software LibreOffice strategisch neu auf – und will künftig auch in der Cloud und auf mobilen Geräten punkten. Das gab die Organisation am Mittwoch und Donnerstag bekannt.
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WebAssembly und Qt 6: Der Weg ins Browser-Zeitalter
Im Zentrum der Neuausrichtung steht die Entwicklung einer webbasierten Version von LibreOffice. Die TDF setzt dabei auf WebAssembly und das Qt 6-Framework – ein funktionsfähiger Prototyp ist bereits am Laufen. Das Ziel: eine plattformunabhängige Architektur, die im Browser genauso läuft wie auf dem Desktop.
Doch damit nicht genug. Auch auf Android und iOS will LibreOffice künftig präsent sein. Die Entwickler arbeiten nach eigenen Angaben an Testversionen für mobile Emulatoren. Der Fokus liegt 2026 auf technischen Verbesserungen der Benutzeroberfläche und der Bereitstellung erster mobiler Test-Builds.
Bedeutet das das Ende der Desktop-Version? Keineswegs. Die TDF betont, dass LibreOffice für den PC das Hauptprodukt bleibt – mit weiterhin zwei großen Veröffentlichungen pro Jahr.
Kollaboratives Arbeiten: Vom Client-Server zum Peer-to-Peer
Ein zentrales Versprechen der neuen Strategie ist die Einführung von Echtzeit-Kollaboration. Der Fahrplan sieht eine schrittweise Umsetzung vor: Zunächst entsteht ein Client-Server-Modell, später soll eine Peer-to-Peer-Architektur folgen. Um diese ambitionierten Pläne zu stemmen, will Projektleiter Jonathan Clark das Team vergrößern.
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Parallel dazu verstärkt die Stiftung ihre Sicherheitsbemühungen. Mit den Analyse-Tools OSS-Fuzz und Coverity wird der Open-Source-Code systematisch auf Schwachstellen geprüft – ein entscheidender Schritt, wenn LibreOffice künftig in deutlich mehr Umgebungen läuft als bisher.
LibreOffice 25.8.7: Die aktuelle Version ist da
Noch bevor die Zukunft beginnt, hat die TDF die neueste stabile Version veröffentlicht. LibreOffice 25.8.7 steht ab sofort für Linux x64-Systeme im .deb-Paketformat bereit. Die knapp 203 Megabyte große Aktualisierung ist der aktuelle Stand der Dinge – während die Organisation den großen Sprung in die Cloud vorbereitet.
Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der der Markt für Bürosoftware hart umkämpft ist. Während Wettbewerber zuletzt mit Lifetime-Lizenzen für ältere Produkte von sich reden machten, setzt die TDF auf eine klare Botschaft: LibreOffice soll eine echte, quelloffene Alternative zu den dominierenden Cloud-Diensten werden – im Browser, auf dem Smartphone und natürlich weiterhin auf dem Desktop. Konkrete Termine für die finalen Web- oder Mobilversionen gibt es allerdings noch nicht.
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