LibreOffice 25.8.7: Letztes Update vor dem großen Sprung
14.05.2026 - 15:07:20 | boerse-global.deEuropas Verwaltungen treiben den Wechsel zu Open-Source-Lösungen voran – mit Milliardenersparnissen.
Am vergangenen Dienstag veröffentlichte die LibreOffice-Community die Version 25.8.7 – das letzte Wartungsupdate für die aktuelle Generation der Bürosoftware. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Immer mehr europäische Behörden setzen auf quelloffene Alternativen, um sich von US-Technologiekonzernen unabhängig zu machen. Der Support für diese Version endet am 12. Juni 2026, dann steht der Umstieg auf die neue 26.2-Serie an.
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Wirtschaftlichkeit als Trumpf
Die finanziellen Argumente sind beeindruckend. Die französische Gendarmerie sparte über zwei Jahrzehnte rund 500 Millionen Euro durch den Wechsel zu Linux und Open-Source-Anwendungen. General Marc Boget betont dabei einen entscheidenden Punkt: Es geht nicht nur ums Geld, sondern um digitale Souveränität. Die Behörde betreibt eigene Rechenzentren – sensible Verwaltungsdaten bleiben unter französischer Kontrolle.
Auch in Deutschland ist die movement angekommen. Schleswig-Holstein setzt bereits flächendeckend auf LibreOffice, ebenso das österreichische Bundesheer. Die Suite, die 2010 aus OpenOffice.org hervorging, hat sich zur Standardlösung für Verwaltungen entwickelt, die eine echte Alternative zu Microsoft Office suchen.
Neue Version mit KI-Power
Die kommende LibreOffice 26.2 verspricht echte Neuerungen: native Markdown-Unterstützung und Leistungsverbesserungen durch Skia- und Vulkan-Technologien. Parallel dazu entstehen neue Plattformen, die speziell auf die Bedürfnisse öffentlicher Einrichtungen zugeschnitten sind.
Am 6. Mai genehmigte das Fedora-Council Pläne für einen KI-optimierten Entwickler-Desktop. Das Besondere: Die KI läuft lokal, es gibt keine Cloud-Anbindung und keine Telemetrie-Datensammlung. Ein Modell, das perfekt zu den Datenschutzanforderungen deutscher Behörden passt.
Euro-Office-Initiative nimmt Fahrt auf
Anfang Mai formierte sich ein neues Bündnis für souveräne Büroarbeit. Die Euro-Office-Initiative, getragen von Unternehmen wie IONOS und Nextcloud, will Lösungen schaffen, die vollständig der DSGVO entsprechen. Auch ONLYOFFICE positioniert sich als ernstzunehmender Player – mit hoher Kompatibilität zu DOCX und XLSX, aber ohne Cloud-Zwang.
Ein weiterer Meilenstein: Am 7. Mai gründeten SAP, IBM und Snowflake gemeinsam mit der Linux Foundation eine Open-Source-Allianz für KI-gestütztes Dokumentenmanagement. Die ersten Spezifikationen sollen noch im Sommer 2026 vorliegen.
Lokal statt Cloud
Der Trend heißt „Local First". Neue Tools wie Deskrona nutzen Rust und SQLite für Zeiterfassung und Aktivitätsmonitoring – ganz ohne Cloud-Konto oder Datenübertragung. Ein Ansatz, der in der öffentlichen Verwaltung auf wachsendes Interesse stößt.
Während Behörden auf „Local First“ setzen, können auch Privatanwender die Vorteile quelloffener Systeme einfach ausprobieren. Ein einfacher USB-Stick reicht aus, um Linux in wenigen Minuten auf Ihrem PC zu starten und risikofrei zu testen – ganz ohne Installation. Kostenlose Anleitung für den Ubuntu Boot-Stick herunterladen
Selbst Microsoft reagiert: Seit dem 12. Mai vereinheitlicht der Konzern seine Copilot-KI-Kurzbefehle auf Alt+C. Doch der Druck der Open-Source-Konkurrenz wächst. Mit Zorin OS 18.1, das am 13. Mai erschien, gibt es jetzt eine benutzerfreundliche Linux-Distribution, die den Umstieg von Windows erleichtert.
Ausblick
Bis zum Support-Ende am 12. Juni müssen Verwaltungen ihre Strategie festlegen. Die Toplink Office Suite ist bereits für Juli 2026 angekündigt. Während Microsoft mit Rabatten auf ältere Office-Lifetimelizenzen lockt, zeichnet sich ein grundlegender Wandel ab: Open-Source in der Verwaltung ist kein Experiment mehr, sondern eine strategische Entscheidung für nachhaltige digitale Souveränität.
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