Leichtathletik-Schock: Blech verpasst EM wegen Sturz in Bad Bergzabern
26.05.2026 - 13:30:41 | boerse-global.de
Schwerer Schlag für die deutsche Leichtathletik: Stabhochspringer Torben Blech fällt für die gesamte Freiluftsaison 2026 aus. Der 31-Jährige verpasst damit auch die Europameisterschaften in Birmingham Mitte August.
Der Unfall passierte am vergangenen Donnerstag beim Meeting in Bad Bergzabern. Sowohl der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) als auch sein Verein TSV Bayer 04 Leverkusen bestätigten das vorzeitige Saisonende.
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Sturz neben die Matte
Blech war mit hohen Erwartungen in den Wettkampf gegangen. Bei der Einstiegshöhe von 5,45 Metern verlor er in der Luft die Balance. Statt auf der Matte landete der Leverkusener seitlich neben der Aufsprungfläche – mit voller Wucht auf dem harten Asphalt.
Die Bilder des Sturzes, die Blech später selbst in sozialen Netzwerken teilte, zeigen die Dramatik. Sein Unterschenkel knallte auf den Boden, während der Oberkörper noch den Mattenrand erreichte. Trainerin Christine Adams und Bundestrainer Andrei Tivontchik betreuten ihn sofort.
Ein großes Glück im Unglück: Blechs Kopf blieb unverletzt. Die erste Diagnose ergab eine schwere Verletzung des linken Knies. Detaillierte Untersuchungen sollen diese Woche folgen.
Karriereknick zur Unzeit
Für Blech ist die Zwangspause ein massiver Rückschlag. Mit 5,86 Metern persönlicher Bestleistung zählt er zur europäischen Spitze. Platz vier bei der Hallen-EM 2023 und Rang acht bei der EM 2022 stehen in seiner Bilanz.
„Ich war unmittelbar vor dem Sturz in absoluter Topform“, betonte der Athlet. Die Anteilnahme aus der Szene war groß. Ex-Weltrekordhalter Renaud Lavillenie und Zehnkampf-Legende Frank Busemann sprachen ihm Mut zu.
Lichtblicke in Rehlingen
Während die Stabhochsprung-Szene trauert, lief es für andere deutsche Top-Athleten am Sonntag beim Pfingstsportfest in Rehlingen glänzend.
Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo feierte einen Traumstart in die Saison. Mit 6,82 Metern sicherte sie sich den Sieg und stellte einen neuen Meetingrekord auf.
Im Kugelstoßen der Frauen überzeugten Yemisi Mabry und Katharina Maisch mit jeweils 18,81 Metern. Maisch erfüllte damit die EM-Norm. Diskuswerfer Henrik Janssen landete mit 68,54 Metern auf Rang zwei – knapp hinter dem schwedischen Olympiasieger Daniel Stahl (69,01 Meter).
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte Merlin Hummel. Der Hammerwerfer siegte mit 81,27 Metern und erzielte die aktuelle europäische Jahresbestleistung.
Herausforderungen für den DLV
Der Ausfall von Blech reißt eine Lücke im deutschen EM-Aufgebot. Der Stabhochspringer war als erfahrener Punktelieferant und potenzieller Finalkandidat eingeplant. Der Verband muss nun prüfen, wer nachrücken kann.
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Gleichzeitig rückt die Sicherheit bei kleineren Meetings in den Fokus. Dass ein Sturz neben der Matte direkt auf Asphalt enden konnte, wirft Fragen auf. Für Veranstalter bleibt die Balance zwischen Zuschauernähe und Sicherheit eine Herausforderung.
Für Blech beginnt nun die Rehabilitation. Der Fokus liegt auf der Wiederherstellung des linken Knies. Verein und Verband kündigten volle Unterstützung an – mit dem Ziel einer Rückkehr zur Hallensaison oder zur nächsten Freiluftsaison.
Die Saison 2026 bleibt für die deutsche Leichtathletik ein Jahr der Gegensätze: zwischen herausragenden Leistungen und bitteren Rückschlägen.
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