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Legitt Draft 4.0: Vertragsmanagement direkt in Microsoft Word

08.06.2026 - 16:16:37 | boerse-global.de

Legitt AI integriert Vertragslebenszyklus-Management in Word. Branche verzeichnet Milliardeninvestitionen und Effizienzsteigerungen durch KI.

Legitt Draft 4.0: KI-Vertragsmanagement direkt in Microsoft Word
Legitt - A hand interacts with an AI-powered legal document in Microsoft Word on a laptop, showing glowing digital elements. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die neue Software verbindet Vertragsmanagement mit dem gewohnten Office-Programm.

Der Anbieter Legitt AI hat am heutigen Montag die Version 4.0 seines Tools Legitt Draft vorgestellt. Es handelt sich um ein Add-In für Microsoft Word, das Juristen das Erstellen, Prüfen und Bearbeiten von Verträgen ermöglicht – ohne die gewohnte Arbeitsumgebung verlassen zu müssen. Das Ziel: Die starre Textbearbeitung mit einem aktiven Vertragslebenszyklus-Management (CLM) zu verknüpfen.

Integration von Schreibarbeit und Lebenszyklus-Management

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Legitt Draft 4.0 verbindet Word direkt mit der Legitt-AI-CLM-Plattform. Damit lassen sich sämtliche Phasen eines Vertrags abbilden – von der Kollaboration bis hin zu Genehmigungsabläufen. Das Unternehmen gibt an, bereits mehr als 8.000 Kunden zu bedienen.

Der Schritt folgt einem Branchentrend: Immer mehr Anbieter betten KI-Funktionen in bestehende Arbeitsabläufe ein. Aktuelle Rankings für 2026 heben etwa Spellbook als führendes Tool für Transaktionsanwälte hervor, das auf über 2.300 Standardklauseln und Benchmarks zugreift.

Milliardenmarkt und hohe Investitionen

Die Expansion KI-gestützter Vertragstools fällt mit massiven Kapitalzuflüssen zusammen. Am heutigen Montag gab das Legal-Tech-Startup Wordsmith bekannt, 70 Millionen Euro in einer Series-B-Finanzierungsrunde eingesammelt zu haben. Die Gesamtfinanzierung des Unternehmens beläuft sich damit auf 100 Millionen Euro. Wordsmith bedient über 500 interne Rechtsabteilungen unter anderem bei BT, Canva und Sage und nutzt maschinelles Lernen für Dokumentenanalyse und Routineaufgaben. Marktforscher prognostizieren, dass der globale Markt für Legal-KI bis Ende 2026 die Marke von 37 Milliarden Euro überschreiten wird.

Auch andere große Player bauen ihr KI-Angebot aus. Bereits gestern stellte DocuSign seine Intelligent-Agreement-Management-Plattform (IAM) vor, die einen KI-Assistenten namens Iris enthält. Die Plattform integriert sich unter anderem mit Salesforce und Slack, legt aber auch Wert auf Kompatibilität mit dem Microsoft-Ökosystem. Der breite Rollout ist für Juli 2026 geplant.

Effizienzgewinne und akademische Bestätigung

Aktuelle Daten belegen, dass KI-gestützte Vertragsarbeit die Bearbeitungszeiten drastisch verkürzt. Das Unternehmen Paradis Inc. meldete heute, dass seine KI-Software bereits 10.000 automatisierte Immobilienverträge erstellt hat. Die Technologie reduzierte die Zeit für die Erstellung dieser Dokumente von mehreren Stunden auf rund zehn Minuten – eine Verringerung des Aufwands um 95 Prozent für Verkaufs- und Immobilienmakler.

Auch die Qualität KI-generierter juristischer Inhalte findet zunehmend Anerkennung in der Wissenschaft. Eine heute veröffentlichte Studie von Forschern der Stanford University und LiftLab ergab, dass Juraprofessoren von 16 verschiedenen Hochschulen KI-generierte Antworten zu Vertragsrechtsfragen in 75 Prozent der Fälle menschlichen Antworten vorzogen. Nur 3,5 Prozent der KI-Antworten wurden als irreführend eingestuft – eine Quote, die mehr als dreimal niedriger liegt als bei menschlichen Antworten.

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Maßgeschneiderte Lösungen für spezialisierte Bereiche

Große Kanzleien und Technologieanbieter entwickeln zudem eigene KI-Fabriken. Die US-Kanzlei Kirkland & Ellis präsentierte gestern auf einer Branchenkonferenz ihre eigene KI-Engine für Private-Equity-Fundraising. Die Kanzlei investiert über mehrere Jahre hinweg 500 Millionen Euro in den Aufbau ihrer Plattform, davon 100 Millionen Euro allein im Jahr 2026.

In einem ähnlichen Schritt gab Dell Technologies heute bekannt, dass die indische Anwaltskanzlei Lakshmikumaran & Sridharan Attorneys einen Rechtsassistenten nutzt, der über die Dell AI Factory bereitgestellt wird. Das Tool bietet Anwälten bei Bedarf Zugriff auf proprietäres Wissen, Rechtsprechung und aktuelle regulatorische Änderungen – ein weiteres Beispiel für den Trend hin zu spezialisierten, KI-gestützten Recherche- und Arbeitsumgebungen.

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