Leberkrebs, Tassen

Leberkrebs: Fünf Tassen Kaffee senken das Risiko in der Kohorte um 47 Prozent

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 11:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

In einer britischen Langzeitstudie war Kaffeekonsum mit geringeren Leberrisiken verbunden; ein ursächlicher Effekt ist nicht belegt.

Kaffee und Lebergesundheit: Studie findet niedrigere Erkrankungsrisiken
Nahaufnahme von gerösteten Kaffeebohnen auf einer dunklen Schieferoberfläche. Illustration mit AI erstellt.

Umfangreiche epidemiologische Untersuchungen liefern detaillierte Einblicke in den Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und chronischen Lebererkrankungen.

Eine Auswertung der britischen UK-Biobank-Kohorte unter der Leitung von Kim et al., veröffentlicht im Fachjournal Clinical Gastroenterology and Hepatology (2026), analysierte die Daten von 354.957 Teilnehmenden über einen medianen Nachbeobachtungszeitraum von 13 Jahren. Zu Beginn der Erhebung lag bei keiner der beobachteten Personen eine Zirrhose oder Leberkrebs vor.

Dosisabhängige Zusammenhänge bei Zirrhose und Leberkrebs

Die Ergebnisse der Kohortenstudie weisen auf eine graduelle Risikoverringerung hin, die sich über verschiedene Konsummengen erstreckt. Im Vergleich zu Personen, die keinen Kaffee tranken, war der Konsum von einer bis zwei Tassen täglich mit einem um rund 20 % geringeren Zirrhose-Risiko, einem um 24 % geringeren Risiko für ein hepatozelluläres Karzinom (HCC) sowie einer um 31 % niedrigeren leberbezogenen Sterblichkeit verbunden.

Bei einem täglichen Konsum von drei bis vier Tassen lagen die Risiken für Zirrhose und Leberkrebs jeweils um rund 35 % und das Risiko leberbezogener Mortalität um 41 % niedriger.

Bei fünf oder mehr Tassen pro Tag zeigte sich ein um rund 32 % geringeres Zirrhose-Risiko, ein um 47 % geringeres HCC-Risiko sowie ein um 42 % reduziertes Risiko für leberbezogene Sterblichkeit. Diese statistischen Zusammenhänge traten sowohl bei koffeiniertem als auch bei entkoffeiniertem Kaffee auf und erwiesen sich als unabhängig vom Koffeingehalt.

Bildgebung und molekulare Marker

Ergänzende Detailauswertungen innerhalb der Kohorte liefern physiologische Anhaltspunkte. Eine Unterstichprobe von 28.961 Personen, die sich einer Magnetresonanztomografie (MRT) unterzogen hatten, zeigte bei höherem Kaffeekonsum geringere Mengen an Leberfett, weniger Eisenablagerungen und ein vermindertes Maß an Fibroinflammation. Eine proteomische Analyse von mehr als 44.000 Teilnehmenden wies zudem auf günstigere Leberwerte hin.

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Wer täglich Kaffee trinkt, tut seiner Leber möglicherweise mehr Gutes, als er ahnt: In der UK-Biobank-Kohorte mit knapp 355.000 Teilnehmenden war der Konsum von fünf oder mehr Tassen mit einem um rund 47 Prozent geringeren Risiko für hepatozelluläres Karzinom verbunden — ein Zusammenhang, der auch bei entkoffeiniertem Kaffee auftrat. Unser kostenloser Guide ordnet die Zahlen ein und zeigt, welche Menge und welche Zubereitung im Alltag sinnvoll sind. Leber-Kaffee-Guide jetzt kostenlos anfordern

Gleichzeitig verzeichneten Teilnehmende, die ihrem Kaffee Zucker oder Süßstoffe beifügten, höhere Entzündungs- und Fibrosewerte in den Bildgebungs-Scores. Die beteiligten Forschenden betonen jedoch, dass daraus keine Kausalität bezüglich der Zusätze abgeleitet werden kann.

Methodische Grenzen und ärztliche Einordnung

Trotz der deutlichen statistischen Trends handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keinen ursächlichen Nachweis erbringt. Die Studienautoren sprechen daher keine Empfehlung an Nichttrinker aus, eigens zum Leberschutz mit dem Kaffeetrinken zu beginnen. Zudem stellt Kaffee keine medizinische Behandlung für eine bestehende Fettleber dar.

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Zucker und Kaffeeweißer im Becher gingen in den MRT-Auswertungen der UK-Biobank mit höheren Entzündungs- und Fibrosewerten einher — die Forschenden betonen zwar, dass daraus keine Kausalität folgt, doch für alle, die ihren Kaffee bewusst trinken, lohnt der zweite Blick auf die Tasse. Unser Guide zeigt, wie Sie Kaffee leberschonend zubereiten und welche tägliche Menge Fachleute bei guter Verträglichkeit empfehlen. Checkliste leberschonender Kaffee anfordern

Medizinische Fachleute raten bei guter individueller Verträglichkeit zu Mengen von etwa zwei bis vier Tassen täglich, vorzugsweise ohne Zusätze wie Zucker oder Kaffeeweißer.

Eine im Jahr 2026 veröffentlichte Erklärung der American Heart Association ordnet für die Mehrheit der Erwachsenen eine tägliche Aufnahme von bis zu 400 mg Koffein als sicher ein, was näherungsweise drei bis fünf Tassen herkömmlichem schwarzem Filterkaffee à 240 ml entspricht.

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