Leberegeleier, Papaya-

Leberegeleier: Papaya- und Carica-Extrakte zeigen 50–65% Wirkung

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 12:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

UGM-Forscher prüfen Samenextrakte als pflanzlichen Ansatz gegen Fasciola-Eier bei Rindern; die Ergebnisse bleiben bislang explorativ.

Papaya- und Carica-Samen zeigen Wirkung gegen Leberegel-Eier
Aufgeschnittene Papaya mit zahlreichen dunklen Samen auf einer Holzoberfläche Illustration mit AI erstellt.

In der modernen Nutztierhaltung wird die Suche nach natürlichen Alternativen zu synthetischen Antiparasitika zunehmend relevanter. Ein aktuelles Forschungsprojekt befasst sich in diesem Zusammenhang mit der Wirksamkeit von Samenextrakten aus der Papaya (Carica papaya) und der Berg-Papaya (Carica pubescens, auch Carica genannt).

Im Zentrum der Untersuchungen steht das Potenzial dieser Extrakte als ovisides Mittel gegen die Eier des Leberegels Fasciola sp., der bei Rindern erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen kann.

Wirksamkeit gegen Eier des Leberegels Fasciola sp.

Das Forschungsteam FASCIORICA der Universitas Gadjah Mada (UGM), das im Rahmen des Programms PKM-RE 2026 agiert, untersuchte die Wirkung einer Kombination aus Papaya- und Carica-Samenextrakten. Die Analysen zeigten, dass diese Mischung eine signifikante Sterblichkeitsrate bei den Parasiteneiern bewirkt. Nach einem Zeitraum von 48 Stunden lag die Mortalität der Fasciola-Eier zwischen 50–65 %.

Ein wesentliches Ergebnis der Versuchsreihen war die Beobachtung, dass Carica-Samen im Vergleich zu herkömmlichen Papaya-Samen eine schnellere Wirkung entfalteten. Bereits nach 24 Stunden zeigten die Extrakte der Carica-Samen eine höhere Effizienz.

Die Forscher betonten, dass die Unterschiede zu den kontrollierten Vergleichsgruppen statistisch signifikant seien (p<0,05). Die Studie, die von fünf Studenten unter der Leitung von Nabila Hanifa Putri durchgeführt wurde, wird von Dr. Vika Ichsania Ninditya betreut.

Regionale Bedeutung und Herkunft der Rohstoffe

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Die UGM-Forschung zeigt: Eine Kombination aus Papaya- und Carica-Samenextrakten tötet Fasciola-Eier bei Rindern zu 50–65 % ab — Carica-Samen wirkten bereits nach 24 Stunden schneller. Wer den Ansatz im eigenen Betrieb prüfen will, findet hier die wichtigsten Schritte. Kostenlosen Praxis-Report jetzt anfordern

Die Relevanz dieser Forschung wird durch lokale Daten zur Tiergesundheit unterstrichen. In der Region Sleman wurde in einer früheren Studie eine Prävalenz der Fasciolose von 47,2 % bei Rindern festgestellt. Dieser hohe Befall verdeutlicht den Bedarf an effektiven Bekämpfungsstrategien. Die für die aktuelle Untersuchung verwendeten Samen stammen direkt aus den Regionen Sleman und Wonosobo, was den lokalen Bezug der Rohstoffgewinnung unterstreicht.

Das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist es, eine pflanzliche und damit potenziell nachhaltigere Alternative zu den bisher dominierenden chemisch-synthetischen Mitteln zu entwickeln. Damit könnte die Abhängigkeit von herkömmlichen Medikamenten reduziert und ein Beitrag zur biologischen Sicherheit in der Tierernährung und -gesundheit geleistet werden.

Einordnung in den Stand der Forschung und frühere Studien

Obwohl die aktuellen Ergebnisse des UGM-Teams vielversprechend sind, befindet sich die Studie laut den Beteiligten noch in einem explorativen Stadium. Die allgemeine Anerkennung von Papayasamen als natürliches Wurmmittel ist zwar in der Fachliteratur vorhanden, die wissenschaftliche Evidenz galt jedoch lange Zeit als begrenzt.

Ein Blick auf frühere Untersuchungen stützt die These der Wirksamkeit von Papayasamen, weist aber auch auf die Notwendigkeit weiterer Forschung hin. So wurde im Jahr 2007 eine randomisierte Studie in Nigeria durchgeführt, an der 60 Kinder mit Wurmbefall teilnahmen.

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In der Region Sleman lag die Fasciolose-Prävalenz bei Rindern bei 47,2 % — ein Wert, der zeigt, wie dringend natürliche Alternativen zu chemisch-synthetischen Antiparasitika gebraucht werden. Dieser Report ordnet ein, was die aktuelle Forschung leistet und wo die Grenzen liegen. Natürliche Wurmmittel für Rinder jetzt prüfen

Nach einer Behandlungsdauer von sieben Tagen waren in der Gruppe, die Papayasamen erhielt, 23 von 30 Probanden (76,7 %) frei von Wurmeiern. In der Kontrollgruppe, die mit Honig behandelt wurde, traf dies nur auf 5 von 30 Teilnehmern (16,7 %) zu. Trotz dieser positiven Resultate wurde die Studie damals als zu klein eingestuft, um eine Standardtherapie vollständig zu ersetzen.

Die aktuellen Untersuchungen des Teams FASCIORICA bauen auf diesem Wissen auf und übertragen den Ansatz auf die Veterinärmedizin, wobei die Kombination verschiedener Samenextrakte neue Möglichkeiten für die oviside Bekämpfung von Parasiten bei Nutztieren eröffnet.

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de | wissenschaft | 70116853 |