Lebensmittelzusätze, Bluthochdruck-Risiko

Lebensmittelzusätze: 29% höheres Bluthochdruck-Risiko in Studie

28.05.2026 - 12:30:35 | boerse-global.de

Große Studie belegt: Bestimmte Konservierungsstoffe in Fertigprodukten steigern das Risiko für Bluthochdruck und Herzkomplikationen deutlich.

Lebensmittelzusätze: 29% höheres Bluthochdruck-Risiko in Studie - Foto: über boerse-global.de
Lebensmittelzusätze: 29% höheres Bluthochdruck-Risiko in Studie - Foto: über boerse-global.de

000 Teilnehmern belegt einen alarmierenden Zusammenhang zwischen gängigen Lebensmittelzusätzen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die im Fachblatt European Heart Journal veröffentlichte Forschung zeigt: Bestimmte Konservierungsstoffe in Fertiggerichten, Wurstwaren und Softdrinks könnten Bluthochdruck und Herzkomplikationen auslösen.

Anzeige

Bluthochdruck unbemerkt zum Herzinfarktrisiko werden zu lassen, ist eine Gefahr, die viele Deutsche über 55 unterschätzen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Spezialreport von Prof. Dr. med. Thomas Kurscheid, wie Sie Ihre Werte mit 7 konkreten Tipps auf natürliche Weise regulieren können. 7 Tipps zur natürlichen Blutdrucksenkung kostenlos herunterladen

Die gefährlichsten Zusatzstoffe im Überblick

Wissenschaftler der Sorbonne-Universität werteten über acht Jahre hinweg die Ernährungsdaten von 112.395 Erwachsenen aus der NutriNet-Santé-Kohorte aus. Das Ergebnis ist alarmierend: Wer regelmäßig hohe Mengen bestimmter nicht-antioxidativer Konservierungsstoffe zu sich nimmt, hat ein um 29 Prozent höheres Risiko für Bluthochdruck.

Konkret identifizierten die Forscher mehrere problematische Substanzen. Kaliumsorbat (E202) und Citronensäure (E330) erhöhten das allgemeine Herz-Kreislauf-Risiko um 16 Prozent – inklusive Herzinfarkte und Angina pectoris. Besonders tückisch: Während natürliches Vitamin C aus Obst unbedenklich ist, zeigte künstliche Ascorbinsäure (E300) sowie Kaliummetabisulfit eine Verbindung zu erhöhtem Blutdruck und Blutgerinnseln.

Die am 26. Mai 2026 veröffentlichten Daten enthüllten weitere Risiken. Zuckerkulör (E150a) wurde mit erhöhtem Diabetes- und Krebsrisiko in Verbindung gebracht. Sogar vermeintlich harmlose natürliche Farbstoffe wie Curcumin (E100) und Carotinoide (E160) zeigten in der Studie einen Zusammenhang mit Diabetes.

Druck auf die Lebensmittelindustrie wächst

Die Veröffentlichung der französischen Daten fällt in eine Zeit wachsender Forderungen nach strengeren Regulierungen. Ein Bündnis aus 43 Organisationen – darunter foodwatch und Yuka – forderte die französische Regierung am 26. Mai auf, härtere Standards für stark verarbeitete Lebensmittel durchzusetzen. Diese Produkte machen bereits 60 Prozent des Lebensmittelangebots aus und liefern 35 Prozent der Kalorien bei Erwachsenen – bei Kindern sogar 50 Prozent.

Die Aktivisten verlangen ein Werbeverbot für Kinder, die Abschaffung irreführender Marketingtricks sowie eine verpflichtende Kennzeichnung. Ein Yuka-Bericht vom 27. Mai beziffert den globalen Markt für Ultra-Processed Foods auf umgerechnet rund 1,4 Billionen Euro. Acht multinationale Konzerne kontrollieren 42 Prozent dieses Sektors. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa dem Dreifachen des Jahresumsatzes der gesamten deutschen Lebensmittelindustrie.

Neue Gefahren durch Nahrungsergänzungsmittel

Doch nicht nur verarbeitete Lebensmittel bergen Risiken. Eine Studie der Universität Hongkong mit 35.000 Patienten, ebenfalls am 26. Mai veröffentlicht, fand heraus: Kalziumpräparate können das Risiko für erneute Herz-Kreislauf-Ereignisse erhöhen. Bei Menschen mit bestehender Herzerkrankung stieg das Risiko für wiederkehrende Herzinfarkte oder Schlaganfälle um zehn Prozent – bei einer täglichen Dosis von 1.000 Milligramm. Besonders Männer waren betroffen. Die Kombination mit Vitamin D schien das Risiko dagegen nicht zu erhöhen.

Pestizide in europäischen Supermärkten

Auch die Reinheit der Lebensmittelkette gerät zunehmend in die Kritik. Ein foodwatch-Test vom 27. Mai deckte auf: 67 Prozent von 64 analysierten Produkten – darunter Eigenmarken großer europäischer Handelsketten – enthielten Pestizide, die in der EU nicht zugelassen sind. Ein Kreuzkümmelprodukt wies sogar den Wirkstoff Flamprop in einer 217-fachen Überdosierung auf. Am selben Tag wurde zudem eine Paprika-Gewürzmischung wegen krebserregenden Schimmelpilzen zurückgerufen.

Hoffnung aus der Forschung: Neue Therapien gegen Herzrisiken

Trotz der beunruhigenden Ergebnisse gibt es auch positive Entwicklungen. Auf dem EAS-Kongress in Athen wurden am 26. Mai Ergebnisse zur Gentherapie VERVE-102 vorgestellt. Eine einzige Infusion senkte das LDL-Cholesterin bei den Teilnehmern innerhalb von 18 Monaten um bis zu 62 Prozent.

Die Deutsche Herzstiftung wies zudem auf die Vorteile von GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid und Tirzepatid hin. Diese Medikamente ermöglichen eine Gewichtsreduktion von zehn bis 20 Prozent innerhalb eines Jahres und senken nachweislich das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko – sowohl durch Gewichtsverlust als auch durch entzündungshemmende Effekte auf die Blutgefäße.

Für die Prävention empfiehlt eine Meta-Analyse im British Journal of Sports Medicine vom 27. Mai vor allem abwechslungsreiches Training. Die Auswertung von 31 Studien ergab: Kombiniertes Ausdauer- und Krafttraining senkt den systolischen Blutdruck um 6,18 mmHg. Hochintensives Intervalltraining (HIIT) reduzierte den diastolischen Wert um 4,64 mmHg. Diese Erkenntnisse untermauern Daten aus dem Journal of the American College of Cardiology, wonach 99 Prozent aller Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf mindestens einen vermeidbaren Risikofaktor wie erhöhten Blutdruck oder Cholesterin zurückgehen.

Anzeige

Wissenschaftliche Studien belegen, dass gezielte Bewegung den Blutdruck oft effektiver senken kann als reines Ausdauertraining. Diese 3 speziellen Übungen beanspruchen nur wenige Minuten Ihrer Zeit und unterstützen Ihr Herz-Kreislauf-System ganz ohne schweißtreibendes Workout oder teure Geräte. Kostenlosen PDF-Report mit 3 Wunderübungen hier anfordern

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69432240 |