Lebensmittelrettung: Mainz verteilt gerettete Waren am 26. September
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 08:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am Samstag, den 26. September, richtet die Initiative foodsharing Mainz von 10 bis 16 Uhr auf dem Mainzer Leichhof eine öffentliche Veranstaltung zum Tag der Lebensmittelrettung aus.
Die Aktion wird gemeinsam mit dem Agenda-Büro der Stadt Mainz organisiert, wie merkurist.de in einem Bericht vom 20. September 2026 darlegte. Das Vorhaben bildet zugleich den Auftakt zur bundesweiten Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMLEH).
Verteilung geretteter Waren und Mitmachangebote vor Ort
Im Zentrum der Aktion steht die Abgabe genießbarer Waren. Präsentiert und verteilt werden ausschließlich nicht kühlpflichtige Lebensmittel, die Ehrenamtliche in den vorangegangenen 24 Stunden bei regionalen Betrieben vor dem Wegwurf bewahrt haben. Besucherinnen und Besucher sind aufgerufen, für den Transport eigene Taschen oder sonstige Behälter mitzubringen.
Ergänzend zur Verteilung der Lebensmittel bereitet die Initiative ein Rahmenprogramm auf dem Platz vor. Geplant sind diverse Informationsstände rund um den Wert von Nahrungsmitteln sowie ein Mitmachprogramm für Kinder, das unter anderem aus Spielen, interaktiven Stationen und einem Quiz besteht.
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Ehrenamtliches Netzwerk und langjährige Bilanz
Die Mainzer Gruppe engagiert sich bereits seit 2013 kontinuierlich gegen Lebensmittelverschwendung. Seitdem sichern die Aktiven täglich einwandfreie Produkte und geben diese kostenfrei an die Bevölkerung weiter. Zur alltäglichen Verteilung nutzt die Initiative unter anderem acht sogenannte Fairteiler-Schränke, die an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet öffentlich zugänglich sind.
Nach eigenen Angaben hat foodsharing Mainz seit seiner Gründung mindestens 2890 Tonnen Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt. Getragen wird die Logistik von rund 600 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Das Netzwerk unterhält aktuell etwa 100 Kooperationen mit partnerischen Supermärkten, Restaurants und Bäckereien, die aussortierte, aber verzehrfähige Waren bereitstellen.
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Mainz als Vorreiter im kommunalen Engagement
Die Veranstaltung auf dem Leichhof zeigt die institutionelle Einbindung des bürgerschaftlichen Engagements. Seit 2022 trägt Mainz offiziell den Titel einer „foodsharing-Stadt“. Die Zusammenarbeit mit dem kommunalen Agenda-Büro sowie die Integration in die Kampagne des BMLEH unterstreichen, wie lokale Initiativen mit Verwaltung und überregionalen Programmen verknüpft sind, um Ressourcen im Alltag zu schonen.
