Lebenserwartung: Menschen leben länger, aber 22% mehr Jahre krank
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 07:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Menschen leben länger, aber nicht unbedingt gesünder. Eine neue Studie zeigt, wie sich die Schere zwischen Lebensdauer und Wohlbefinden weltweit öffnet.
Die „Global Burden of Disease“-Studie 2023 belegt einen paradoxen Trend: Die allgemeine Lebenserwartung stieg zwischen 1990 und 2023 von 64,6 auf 73,8 Jahre. Die gesunde Lebenserwartung (HALE) zog zwar mit – von 55,9 auf 63,1 Jahre –, aber langsamer. Die Folge: Die sogenannte Morbiditätslücke wächst.
Die Lücke wird größer
Die Zeit, die Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen leben, vergrößerte sich von 8,8 Jahren (1990) auf 10,7 Jahre (2023). Das entspricht einem Anstieg um 22 Prozent. Prozentual verbrachten Menschen 2023 rund 14,5 Prozent ihres Lebens in schlechter Gesundheit – 1990 waren es noch 13,6 Prozent.
Die Entwicklung betrifft fast alle Länder: In 203 von 204 untersuchten Staaten nahm die Lücke zu. Nur in Palästina blieb sie stabil.
Deutschland im Mittelfeld
Besonders deutlich ist der Trend in wohlhabenden Industrienationen. Die USA verzeichnen mit 14,0 Jahren die größte Lücke, gefolgt von Australien (13,9 Jahre) und Kanada (13,7 Jahre). In der High-Income-Superregion liegt der Schnitt bei 12,7 Jahren. In Subsahara-Afrika sind es nur 9,0 Jahre.
Die GBD-Studie zeigt: Die Morbiditätslücke wächst – weltweit verbringen Menschen 22 % mehr Jahre in schlechter Gesundheit. Doch Sie können gegensteuern. Unser kostenloser Report zeigt Ihnen die 5 Schlüssel-Risikofaktoren und einen Schritt-für-Schritt-Plan für mehr gesunde Lebensjahre. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Deutschland steht im internationalen Vergleich auf Rang 34. Die Lebenserwartung stieg hier von 75,6 Jahren (1990) auf 80,9 Jahre (2023). Die Morbiditätslücke weitete sich von 10,1 auf 11,9 Jahre aus.
Auch geschlechtsspezifische Unterschiede fallen ins Auge: Frauen leben zwar länger, aber kränker. Global beträgt ihre Morbiditätslücke 12,1 Jahre, bei Männern sind es 9,3 Jahre.
Chronische Krankheiten als Treiber
Die Zunahme ungesunder Lebensjahre geht vor allem auf nicht-tödliche, chronische Erkrankungen zurück – sie machen 57,4 Prozent der Krankheitslast aus. Die Haupttreiber:
- Muskel-Skelett-Erkrankungen (besonders Rückenschmerzen)
- Psychische Störungen (Depressionen, Angstzustände)
- Beeinträchtigungen der Sinnesorgane (vor allem Hörverlust)
- Folgen von Stürzen
Frauen leben länger, aber kränker: Ihre Morbiditätslücke beträgt 12,1 Jahre – fast 3 Jahre mehr als bei Männern. Unser Report liefert gezielte Strategien, um die Lücke zu schließen – von Ernährungstipps bis zu Bewegungsplänen gegen die häufigsten chronischen Leiden. Gesundheits-Report jetzt sichern
Als wesentliche Risikofaktoren nennen die Forscher hohen Blutzucker, Übergewicht, Rauchen, Luftverschmutzung und Mangelernährung.
Besonders krass fiel der Anstieg in den Niederlanden aus: Dort kletterte der Lebensanteil in schlechter Gesundheit von 13,2 Prozent (1990) auf 15,7 Prozent (2023). Die Botschaft der Studie ist klar: Die gewonnene Lebenszeit muss auch qualitativ hochwertiger werden.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
