Lebenserwartung: Menschen leben länger, aber 10,7 Jahre kränker
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 04:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Menschen leben länger, aber kränker. Das zeigt eine neue Analyse der „Global Burden of Disease“-Studie.
Die globale Lebenserwartung stieg zwischen 1990 und 2023 von 64,6 auf 73,8 Jahre. Die gesunde Lebenserwartung legte nur von 55,9 auf 63,1 Jahre zu. Die Folge: Die sogenannte Morbiditätslücke wächst.
Die Lücke wird größer
Betrug die Zeitspanne, die Menschen mit Krankheiten oder Einschränkungen leben, 1990 noch durchschnittlich 8,8 Jahre, waren es 2023 bereits 10,7 Jahre. Das entspricht einem Anstieg von rund 22 Prozent.
Heute verbringen Menschen etwa 14,5 Prozent ihres Lebens in gesundheitlich beeinträchtigtem Zustand. 1990 lag dieser Wert noch bei 13,6 Prozent. Die Medizin ist besser darin, den Tod hinauszuzögern – aber nicht darin, funktionale Einbußen zu verhindern.
USA mit größtem Problem
Besonders groß ist die Kluft in wohlhabenden Ländern. Die USA führen die Liste an: 14 Jahre Morbiditätslücke – etwa 17,8 Prozent der gesamten Lebensspanne. Ähnlich hoch sind die Werte in Australien (13,9 Jahre) und Kanada (13,7 Jahre).
Da Muskel-Skelett-Erkrankungen und körperlicher Abbau wesentliche Treiber für die wachsende Morbiditätslücke sind, gewinnt die richtige Vorsorge an Bedeutung. Dieser kostenlose Ratgeber eines Orthopädie-Experten zeigt Ihnen, wie Sie mit minimalem Aufwand von zuhause aus Muskeln aufbauen und Beschwerden aktiv vorbeugen. 17 Übungen für maximale Ergebnisse jetzt kostenlos sichern
In Deutschland und Griechenland beträgt die Lücke 11,9 Jahre, in Frankreich 12,5 Jahre, in Spanien 12,7 Jahre. Selbst Singapur, Spitzenreiter bei der absoluten Lebenserwartung (über 85 Jahre), verzeichnet einen Anstieg der Morbiditätslücke um 26,6 Prozent seit 1990.
Frauen leben länger – aber kränker
Die Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen leben global länger, verbringen aber mehr Jahre in schlechter Gesundheit: durchschnittlich 12,1 Jahre gegenüber 9,3 Jahren bei Männern.
In Singapur ist der Unterschied extrem: Frauen haben dort rund 21,1 Jahre mit gesundheitlichen Einschränkungen, Männer nur 10,4 Jahre.
Chronische Krankheiten als Haupttreiber
Rund 57 Prozent der Jahre in schlechter Gesundheit gehen auf chronische, oft nicht tödliche Erkrankungen zurück. Die Hauptursachen:
- Muskel-Skelett-Erkrankungen wie chronische Rückenschmerzen und Arthritis
- Psychische Störungen wie Depressionen und Angstzustände
- Sensorische Beeinträchtigungen wie Hörverlust
- Unfälle und Verletzungen, besonders Stürze im Alter
- Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Adipositas und Tabakfolgen
Wer im Alter kraftvoll bleiben und dem natürlichen Muskelschwund gezielt entgegenwirken möchte, sollte auf spezialisierte Trainingsmethoden setzen. Erfahren Sie in diesem Gratis-PDF, wie Sie mit nur sechs einfachen Übungen Ihre Vitalität erhalten und typische Altersbeschwerden lindern können. Kostenlosen PDF-Ratgeber für Heimtraining herunterladen
Fokus muss sich verschieben
Experten fordern eine Neuausrichtung der Gesundheitssysteme. Statt nur die Lebensdauer zu maximieren, müsse die „Healthspan“ – die gesunde Lebensspanne – im Mittelpunkt stehen.
Nötig seien mehr Investitionen in Prävention und das Management chronischer Erkrankungen. Ziel: Gebrechlichkeit und funktionale Verluste so weit wie möglich ins späte Lebensstadium verschieben. Die Zeitspanne der Pflegebedürftigkeit müsse minimiert werden.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
