Laogong-Punkt, PC8

Laogong-Punkt PC8: Akupressur soll Stress und Herzklopfen lindern

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Beitrag beschreibt Akupressur, Massagen und Akupunktur für Wohlbefinden, Verdauung und Gewichtsmanagement sowie Grenzen und Risiken.

TCM und Massagen: Akupressur, Bauchbehandlung und ihre Anwendungen
Ein minimalistischer, friedlicher Raum für ganzheitliche Gesundheit mit einem hölzernen Möbelstück, Naturstein und Pflanzen. Illustration mit AI erstellt.

Traditionelle fernöstliche Behandlungsmethoden und gezielte Massagetechniken finden zunehmend Beachtung zur Förderung der Gesundheit und zur Unterstützung des körperlichen Wohlbefindens.

Verschiedene Berichte und praxisnahe Anleitungen aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der manuellen Körperarbeit zeigen auf, wie Methoden wie die Stimulation bestimmter Akupressurpunkte, Bauchmassagen und Meridianübungen zur Entspannung beitragen und Stoffwechselfunktionen begleiten können.

Stressabbau und Kreislaufregulation über den Laogong-Punkt

Ein zentraler Punkt innerhalb der Akupressur ist der Laogong-Punkt (PC8), der sich in der Mitte der Handinnenfläche befindet. Er wird vor allem zur Linderung von Stress, Herzklopfen sowie bei Mundgeschwüren herangezogen. Zur Anwendung wird eine Massage von zehn Minuten pro Punkt empfohlen, die zwei- bis dreimal täglich durchgeführt werden kann.

Bei einem plötzlichen Anstieg des Blutdrucks beschreiben Fachberichte eine spezifische Vorgehensweise: Hierbei wird mit dem Daumen von Laogong aus zu jedem einzelnen Finger gedrückt, abwechselnd an der linken und rechten Hand, begleitet von ruhiger Atmung. Allerdings bestehen klare Kontraindikationen: Bei schwangeren Frauen und stark geschwächten Personen sollte diese Stimulation nicht angewendet werden.

Massagen und Meridianstimulation bei Verdauungsfragen

Auch im Rahmen des Gewichtsmanagements und der Verdauungsförderung werden verschiedene Druck- und Massagetechniken beschrieben. Eine gezielte Bauchmassage vor dem Schlafen soll die Nervenenden stimulieren, die Durchblutung verbessern und beim Abbau von Bauchfett unterstützen.

Die beschriebenen Methoden umfassen großes Kreisen mit jeweils zehn Wiederholungen je Richtung, lokales Kreisen an vier Punkten um den Bauchnabel sowie zehnfachen Druck auf den Taillenbereich. Rund 15 Minuten nach dem Frühstück oder Mittagessen ausgeführt, dient die Massage zudem der Vorbeugung von Magengeschwüren, der Förderung der Verdauung und einem besseren Schlaf.

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Als ergänzende Meridian-Methode wird die sogenannte Tui-Fu-Bauchmassage über fünf bis zehn Minuten genannt. Hinzu kommt das Klopfen des Gürtelmeridians (Dai Mai) an der seitlichen Taille zur Anregung der Entgiftung und bei Verstopfung.

Für spürbare Wirkungen, die nach zwei Wochen bis zu einem Monat eintreten können, wird empfohlen, den Rippenbereich abends im Liegen etwa fünf Minuten lang mehrere hundert Mal zu klopfen – am besten eine Stunde nach dem Essen. Dabei werden Punkte wie Jingmen, Daimai, Wushu, Weidao und Juliao stimuliert, was auch Menstruationsbeschwerden und Appetit regulieren soll.

Während einer Schwangerschaft ist diese Methode unzulässig. Zusätzlich wird das Klopfen an vier Punkten des Gallenblasenmeridians an der Oberschenkelinnenseite beschrieben, um die Gallensekretion anzuregen und Fettansammlungen an Gesäß und Oberschenkeln zu reduzieren.

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Weitere spezifische Akupressurpunkte zur Gewichtsunterstützung umfassen:
* Ohr: Ein mittlerer Druck für drei Minuten, zweimal täglich, zur Beschleunigung des Stoffwechsels.
* Gesicht: Massage von fünf Minuten, zweimal täglich, zur Dämpfung des Hungergefühls.
* Bein (Zu San Li): Fünf Minuten, neunmal täglich, zur Beschleunigung der Verdauung.
* Arm und Knöchel: Einminütiger Druck am Arm fördert die Darmfunktion, während täglicher Druck am Knöchel Wassereinlagerungen verringern soll.

Nadelanwendungen und Pflege des Bindegewebes

Über die manuelle Druckmassage hinaus existiert die Bauchakupunktur. Sie zielt auf die Regulierung von Verdauung und Hormonen sowie die Minderung von Blähungen ab, ohne dass eine Ganzkörperakupunktur oder Diät zwingend erforderlich sei.

Bei Übergewicht erfordert die Behandlung meist mehr als drei Monate, bei starkem Übergewicht sechs bis zwölf Monate, wobei das Gewicht im Anschluss ein bis drei Jahre stabil bleiben könne. Fachleute verweisen auf das Infektionsrisiko und betonen, dass mehr Nadeln nicht automatisch bessere Ergebnisse bedeuten.

Auch bei stillenden Müttern wird Akupunktur – wie Dokumentationen aus Warschau darlegen – zur Dämpfung des Appetits und Stressreduktion genutzt. Bei sterilen Einwegnadeln und qualifizierten Therapeuten gilt dies als sicher, ohne die Milchqualität zu beeinträchtigen; schwere Anämie, Gerinnungsstörungen und akute Infektionen schließen eine Anwendung jedoch aus.

Zur rein äußerlichen Straffung des Bindegewebes bieten sich zudem Cellulite-Massagen an. Kreisende und streichende Bewegungen an Hüften, Oberschenkeln und Gesäß sowie Zupf- und Knetgriffe mit Ölen oder Massagegeräten können das Hautbild vorübergehend verbessern, eine Beseitigung der Cellulite lässt sich jedoch nicht garantieren. Bei Schmerzen oder Blutergüssen sollte die Anwendung stets abgebrochen werden.

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