Landstuhl, Push-TANs

Landstuhl: 43-Jähriger bestätigt mehrere Push-TANs und verliert Tausende Euro

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 15:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Gefälschte Bank- und Steuer-E-Mails sollen Zugangsdaten und Zahlungen erschleichen. In der Westpfalz verlor ein Mann dadurch mehrere tausend Euro.

Phishing-Warnung: Betrüger zielen auf N26, Sparkassen und Steuerzahler
Ein leerer, modern gestalteter Flur mit einer einzelnen geschlossenen Tür am Ende des Ganges, beleuchtet durch harte Schatten. Illustration mit AI erstellt.

Verbraucherschützer und Experten warnen derzeit vor einer Häufung betrügerischer E-Mails, die auf Kunden der Onlinebank N26, der Sparkassen sowie auf Steuerzahler abzielen. Ziel dieser Phishing-Angriffe ist es, sensible Nutzerdaten und Zugangsdaten zum Onlinebanking zu erbeuten, um unberechtigte Transaktionen durchzuführen.

Gezielte Täuschung bei N26-Kunden

Laut dem Phishing-Radar der Verbraucherzentrale kursieren aktuell E-Mails im Namen von N26 mit dem Betreff „N26: DSP2-Update – Bitte überprüfen Sie Ihre Identität“. In den Schreiben behaupten die Betrüger, dass aufgrund eines starken Anstiegs von Betrugsfällen eine erneute Bestätigung der Identität zwingend erforderlich sei. Das Konto der Betroffenen werde bis zum Abschluss dieses Prozesses angeblich vorübergehend eingeschränkt.

Die Kriminellen setzen dabei auf hohen Zeitdruck: In den Nachrichten wird eine Frist zur Verifizierung bis zum 24.09.2026 gesetzt. Ein in der E-Mail integrierter Button mit der Aufschrift „Verifizierung durchführen“ führt jedoch nicht zur offiziellen Bankseite, sondern auf gefälschte Webseiten.

Experten weisen auf deutliche Warnzeichen hin, darunter unseriöse Absenderadressen, das Fehlen einer persönlichen Anrede sowie die unrealistisch kurze Fristsetzung.

Erhöhtes Risiko für Sparkassen-Nutzer und Steuerzahler

Auch Kunden der Sparkassen sind im Visier der Betrüger. Die Verbraucherzentrale registrierte neue Phishing-Versuche mit Betreffzeilen wie „S-pushTAN Online - Verifizierung notwendig!“ oder „Ihre sichere freigabe für online-banking“. In diesen Nachrichten wird unter dem Vorwand einer notwendigen Datenprüfung zur Eingabe von Zugangsdaten für das S-pushTAN-Verfahren aufgefordert.

Um Seriosität vorzutäuschen, enthalten einige Varianten sogar den Hinweis, dass Nichtnutzer die Nachricht ignorieren können. Die Nachrichten sind oft täuschend echt mit offiziellen Logos gestaltet, weisen jedoch häufig sprachliche Fehler und verdächtige Links auf.

Zusätzlich zu Bankkunden geraten Steuerpflichtige ins Visier. Experten sowie Behörden im Kanton Glarus warnen vor gefälschten E-Mails, die den Anschein erwecken, von der Web-Plattform eTax oder der kantonalen Steuerverwaltung zu stammen. Diese Nachrichten fordern zu Zahlungen oder zur Preisgabe steuerlicher Daten auf. Die Behörden stellten klar, dass eTax.ch keine Mahnungen oder Zahlungsaufforderungen für ausstehende Steuern per E-Mail versendet.

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Betrugsfall in der Westpfalz verdeutlicht Gefahr

Wie erfolgreich diese Betrugsmaschen sein können, zeigt ein aktueller Fall aus der Verbandsgemeinde Landstuhl, über den das Polizeipräsidium Westpfalz berichtete. Ein 43-jähriger Mann erhielt am 21.09.2026 eine vermeintliche E-Mail seiner Bank mit der Aufforderung, seine Daten per Link zu aktualisieren. Im Anschluss an die E-Mail erhielt das Opfer einen Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters.

Dieser manipulierte den Mann dazu, mehrere Push-TAN-Nachrichten zu bestätigen. In der Folge wurden mehrere tausend Euro vom Konto des Betroffenen abgebucht. Trotz einer sofortigen Verständigung der Bank konnte die Buchung nicht mehr gestoppt werden. Die polizeilichen Ermittlungen zu diesem Vorfall wurden am 22.09.2026 aufgenommen.

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Empfehlungen der Verbraucherschützer

Die Verbraucherzentrale rät dringend dazu, auf derartige E-Mails nicht zu reagieren und diese unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Nutzer sollten niemals Links in E-Mails anklicken, um Identitätsprüfungen vorzunehmen oder Zahlungen zu leisten.

Stattdessen wird empfohlen, Kontoeinstellungen und Nachrichten ausschließlich über die offiziellen Apps der Banken oder durch das manuelle Aufrufen der offiziellen Webseiten im Browser zu prüfen.

Im Zweifelsfall sollten Kunden ihre Bank oder die zuständige Finanzbehörde direkt über die bekannten, offiziellen Kanäle kontaktieren. Verdächtige Nachrichten können zudem an die Adresse phishing (at) verbraucherzentrale.nrw weitergeleitet werden, um die Warnsysteme der Verbraucherschützer zu unterstützen.

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