Lagerfeld-Erbe: 260 Millionen Euro nach fünf Jahren verteilt
07.06.2026 - 01:21:11 | boerse-global.de
Besonders die Versorgung von Haustieren und die Aufteilung von Sachwerten sorgen regelmäßig für Streit.
Das Lagerfeld-Erbe: 260 Millionen Euro verteilt
Über fünf Jahre nach dem Tod von Modezar Karl Lagerfeld im Februar 2019 ist sein Vermögen nun endgültig verteilt. Geschätzte 250 bis 260 Millionen Euro gingen durch die Hände von Anwälten und Steuerberatern. Grund für die Verzögerung: komplexe Finanzkonstrukte, für die der Steuerberater Lucien Frydlender verantwortlich zeichnete.
Anzeige: Wer sein Vermögen vor jahrelangen Erbstreitigkeiten schützen will, findet in diesem kostenlosen Ratgeber die wichtigsten Strategien – von rechtssicheren Testamenten bis zu Treuhandmodellen für Haustiere. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern
Die sieben Haupterben einigten sich auf eine Steuerzahlung von 17,2 Millionen Pfund. Zu den Begünstigten zählen Weggefährten wie Baptiste Giabiconi (30 Prozent Anteil), Sébastien Jondeau sowie Brad Kroenig und dessen Sohn Hudson. Bereits 2021 und 2022 brachte die Versteigerung von rund 1.000 Losen bei Sotheby's rund 18,2 Millionen Euro ein.
Choupette: Kein Erbe, aber bestens versorgt
Ein Dauerbrenner in der öffentlichen Wahrnehmung: die Katze Choupette. Lagerfeld hatte oft betont, das Tier absichern zu wollen. Doch das französische Recht verbietet direkte Vererbung an Tiere. Die 14-jährige Perserkatze taucht daher nicht im Testament auf.
Die Lösung: Choupette lebt in Paris bei der ehemaligen Haushälterin Françoise Caçote. Für Unterhalt und Betreuung stellte Lagerfeld eine separate Geldsumme und eine Immobilie bereit. Zudem generiert die Katze eigene Einnahmen: bis zu drei Millionen Euro jährlich aus Werbeverträgen und Social Media. Solche Treuhandlösungen sind in Ländern mit restriktivem Erbrecht üblich.
Der Fall Delon: Familienkrieg um 50 Millionen
Auch unter menschlichen Erben knallt es regelmäßig. Beim im August 2024 verstorbenen Schauspieler Alain Delon zeigt sich eine tiefe Spaltung der Familie. Ein Testament von 2022 sieht vor: Tochter Anouchka erhält 50 Prozent des geschätzten 50-Millionen-Vermögens, die beiden Söhne jeweils 25 Prozent.
Die Söhne wurden bereits verurteilt – wegen heimlichen Mitschneidens und Veröffentlichens eines Gesprächs mit ihrer Schwester. Sie streben eine Annullierung des Testaments an und argumentieren mit mangelndem Urteilsvermögen des Vaters zum Zeitpunkt der Erstellung.
Anzeige: Die Katze Choupette ist bestens versorgt – aber ohne Testament hätte es Streit gegeben. Auch Ihr Haustier braucht eine rechtliche Absicherung. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie mit Treuhandmodellen und klaren Regelungen Konflikte vermeiden. Haustier-Regelung jetzt sichern
Streit um Hunde: Nicht nur bei Promis
Dass Tiere zu Konflikten führen, zeigt ein Fall vor dem Amtsgericht Siegburg. Ein unverheiratetes Paar trennte sich 2023 – und stritt um den Labrador. Da sich die Parteien nicht über das Alleineigentum einigen konnten, ordnete das Gericht die Versteigerung des Hundes im geschlossenen Kreis der Miteigentümer an.
Die Botschaft: Haustiere werden im Streitfall oft wie Sachwerte behandelt. Während Prominente auf Stiftungen oder Treuhandmodelle setzen, greifen im Privaten klassische zivilrechtliche Mechanismen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
