Kyushu, Electric

Kyushu Electric Power: 10,9 Millionen Kundendaten unverschlüsselt gestohlen

09.06.2026 - 13:36:57 | boerse-global.de

Unverschlüsselte SSD mit 10,9 Mio. Kundendaten bei Kyushu Electric entwendet. Der Vorfall zeigt Sicherheitslücken in kritischen Infrastrukturen.

Kyushu Electric: Millionen Kundendaten auf ungesicherter SSD gestohlen
Kyushu - A shadowy figure holds an unencrypted SSD in a dark server room, symbolizing data breaches and lost hardware. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein externer Datenträger mit den persönlichen Daten von rund 10,9 Millionen Kunden ist bei Kyushu Electric Power verschwunden – unverschlüsselt und ohne Passwortschutz. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitslücken in kritischen Infrastrukturen weltweit.

SSD aus unverschlossenem Schrank entwendet

Der Stromversorger Kyushu Electric Power Transmission and Distribution gab am 8. Juni 2026 bekannt, dass eine externe SSD mit den Daten von Millionen Kunden abhandengekommen ist. Das Gerät war am 26. Mai aus einem unverschlossenen Schrank verschwunden – einem Bereich, zu dem mehrere Mitarbeiter externer Dienstleister Zugang hatten.

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Die SSD enthielt Namen, Adressen und Verbrauchsdaten aus dem Zeitraum Juli 2016 bis April 2026. Besonders brisant: Das Gerät war weder verschlüsselt noch passwortgeschützt. Bankverbindungen oder Kreditkartendaten waren zwar nicht betroffen, doch das Ausmaß des Vorfalls hat eine offizielle Untersuchung ausgelöst.

Vizepräsident Inazuki Katsumi entschuldigte sich öffentlich für den Vorfall. Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie forderte einen detaillierten Bericht sowie einen Maßnahmenplan zur Prävention. Ein Diebstahl wird nicht ausgeschlossen, die Polizei wurde eingeschaltet. Bislang gibt es keine Hinweise auf einen Datenmissbrauch.

Bildungseinrichtungen im Visier von Hackern

Oxford erneut betroffen

Die Universität Oxford meldete am 8. Juni einen Datenvorfall auf ihrer Karriereplattform CareerConnect. Der Angriff Ende Mai erfolgte über den Drittanbieter Group GTI. Betroffen sind Namen, E-Mail-Adressen und gehashte Passwörter von Nutzern. Finanzdaten oder interne Kursmaterialien blieben unangetastet. Die Universität setzte vorsorglich alle Passwörter zurück. Es ist der zweite Sicherheitsvorfall innerhalb weniger Monate – erst im Mai gab es Probleme mit einer anderen Plattform.

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College in Michigan: 174.000 Betroffene

Das Lansing Community College in Michigan benachrichtigt derzeit mehr als 174.000 Personen über einen Einbruch aus dem Frühjahr 2025. Angreifer nutzten kompromittierte Zugangsdaten, um an Namen, Sozialversicherungsnummern und Führerscheindaten zu gelangen. Das College bietet zwei Jahre Kreditüberwachung an – obwohl es keine direkten Beweise für einen Datendiebstahl gibt.

Ransomware legt Highschool lahm

Die Evanston Township High School in Illinois musste am 8. und 9. Juni 2026 den Betrieb einstellen. Ein Ransomware-Angriff zwang die Schule, Sommerkurse und Sportaktivitäten abzusagen. Das FBI und forensische Experten arbeiten daran, das Ausmaß der Kompromittierung zu ermitteln.

Physischer Diebstahl und Gesundheitsdaten in Gefahr

Indien: Festnahme nach Festplatten-Diebstahl

Die indische Polizei konnte einen Ermittlungserfolg vermelden: Ein Vertragsarbeiter wurde festgenommen, nachdem 34 Festplatten aus der Zentrale eines staatlichen Stromversorgers in Chennai gestohlen worden waren. Die Datenträger wurden in Bengaluru sichergestellt. Erste forensische Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Platten lediglich Finanz- und Steuerunterlagen enthielten – kein belastendes Material über die üblichen Unternehmensdaten hinaus.

Arztpraxis in Illinois: 38.700 Patienten betroffen

Die Southern Illinois Ob-Gyn Associates gab bekannt, dass ein Vorfall aus dem Jahr 2025 rund 38.700 Patienten betrifft. Unbefugte hatten Zugriff auf Namen, Krankenversicherungsdaten und Sozialversicherungsnummern erlangt. Bestätigt wurde dies Anfang 2026.

Qilin-Ransomware: Nachwirkungen bis heute

Neue Details zu den Folgen des Qilin-Ransomware-Angriffs von 2024 auf den Labordienstleister Synnovis wurden bekannt. Die Mid and South Essex NHS Foundation Trust und die Bedfordshire Hospitals NHS Foundation Trust benachrichtigen Tausende Patienten, dass ihre Daten Teil des damals gestohlenen Materials sind. Eine 18-monatige forensische Untersuchung hatte dies nun ergeben.

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