KVHS, Wittenberg

KVHS Wittenberg: Dozenten gesucht für ChatGPT, Windows und digitale Sicherheit

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 13:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Volkshochschule erweitert ihre IT-Kurse; weitere Kommunen fördern digitale Werkstätten, Beratung und souveräne Verwaltungssoftware.

KVHS Wittenberg sucht Dozenten für digitale Bildung und KI
Ein heller, moderner Gemeinschaftsraum mit Holztischen und großen Fenstern in einer ruhigen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die Kreisvolkshochschule (KVHS) Wittenberg weitet ihr Bildungsangebot im Bereich der Informationstechnologie aus und sucht hierfür verstärkt Dozenten auf Honorarbasis.

Wie aus einer aktuellen Ausschreibung hervorgeht, liegt der Fokus der Bildungseinrichtung auf der Vermittlung digitaler Kernkompetenzen sowie dem Umgang mit zukunftsweisenden Technologien. Das Gesuch unterstreicht einen bundesweiten Trend zur Förderung der digitalen Souveränität in kommunalen Bildungs- und Begegnungsstätten.

Wittenberg setzt auf breites Spektrum an Digitalthemen

Das Anforderungsprofil der KVHS Wittenberg umfasst eine Vielzahl an Lehrgebieten. Gesucht werden Experten für PC- und EDV-Grundlagen, die Handhabung der Betriebssysteme Windows und Office-Anwendungen sowie für die sichere Nutzung von Internet und E-Mail. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der mobilen Kommunikation mit Smartphones und Tablets.

Besonderes Augenmerk legt die Einrichtung zudem auf die digitale Sicherheit und den produktiven Einsatz von Künstlicher Intelligenz, insbesondere Anwendungen wie ChatGPT.

Das Angebot richtet sich an einen breiten Kreis potenzieller Lehrkräfte, darunter Studierende, Absolventen, Fachkräfte, Freiberufler sowie Ruheständler. Interessenten können sich über die Webseite der Volkshochschule oder direkt bei der zuständigen Ansprechpartnerin Irka Schmidt über die Rahmenbedingungen informieren.

Ausbau regionaler Digitalwerkstätten und Schulungsangebote

Parallel zur Dozentensuche in Wittenberg intensivieren auch andere Regionen ihre Infrastruktur für digitale Bildung. Im hessischen Biebertal unterzeichneten Landrätin Anita Schneider und Bürgermeisterin Patricia Ortmann kürzlich eine Nutzungsvereinbarung, um die Begegnungsstätte „FairWandelBar“ als offene Digitalwerkstatt der Volkshochschule Landkreis Gießen zu etablieren.

Das Projekt, das vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert wird, stellt Technologien wie 3D-Drucker, Lasercutter und VR-Brillen für die Öffentlichkeit bereit.

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Auch in Bielefeld wird die digitale Selbstbestimmung thematisiert. Die Initiative „Code for Bielefeld“ startet am Mittwoch, den 30. September, einen mehrteiligen Workshop an der dortigen Volkshochschule. Unter dem Titel „Digitale Souveränität“ werden alternative Lösungen zu großen Cloud-Anbietern sowie datenschutzfreundliche Plattformen wie Nextcloud vorgestellt.

Soziale Teilhabe durch niedrigschwellige Beratungsformate

In vielen Kommunen wird die Vermittlung digitaler Kompetenzen zunehmend als Instrument der sozialen Teilhabe begriffen. Der Verein „Bräsen für Alle“ im Landkreis Wittenberg organisierte vor kurzem ein Bürger-KI-Frühstück, bei dem Steffen Baermann praktische Anwendungshilfen für den Alltag vorstellte, etwa zur Bearbeitung von Behördenschreiben. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden hier bereits Zusatztermine eingerichtet.

Ähnliche Erfolge meldet der AWO-Bezirksverband Unterfranken mit dem ersten Digitalcafé in Dittelbrunn, das durch die Deutsche Stiftung für Ehrenamt und Engagement unterstützt wird.

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Auch in Laichingen widmet sich der Verein „Lust auf Internet e.V.“ der praktischen Hilfe bei der Smartphone-Nutzung, während die Stadt Osnabrück als Pilotkommune für ein Projekt ausgezeichnet wurde, bei dem Ehrenamtliche Senioren im Umgang mit mobilen Endgeräten unterstützen.

Modernisierung der Verwaltung und Software-Infrastruktur

Der Ausbau der digitalen Kompetenz auf Bürgerseite wird durch technologische Umstellungen in der öffentlichen Verwaltung flankiert. Immer mehr Kommunen, darunter Neuburg an der Donau und Oberkirch, migrieren laut Berichten von Microsoft-Produkten auf die Open-Source-Suite „openDesk“, die vom Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) im Auftrag des Bundesinnenministeriums bereitgestellt wird.

Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund verschärfter regulatorischer Anforderungen statt. Seit dem 11. September 2026 gelten erste Meldepflichten des Cyber Resilience Act (CRA), die Softwarehersteller wie das Unternehmen grommunio bereits zur Bereitstellung detaillierter Stücklisten für ihre Softwarekomponenten verpflichten. grommunio veröffentlichte in diesem Zusammenhang die Version 5.0 seines Web-Clients, die unter anderem erweiterte Verschlüsselungsfunktionen via OpenPGP integriert.

Zusätzliche Unterstützung im digitalen Behördenalltag bietet Hamburg Service an. Vom 1. Oktober bis zum 30. November 2026 werden in Niendorf Digital-Lotsen eingesetzt, um Bürgern bei der Nutzung der Online-Ausweisfunktion und der BundID behilflich zu sein.

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