Kuka, Pack

Kuka auf Pack Expo 2026: Deutsche Robotik zeigt Automatisierungslösungen

Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 13:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Bundeswirtschaftsministerium sieht in Kuka einen Beleg für Deutschlands internationale Wettbewerbsfähigkeit, obwohl der Roboterhersteller seit 2016 zum chinesischen Midea-Konzern gehört.

Kuka als Vorzeigebeispiel: Deutschlands Rolle im globalen Robotik-Wettbewerb
Ein moderner Industrieroboterarm in einer hochmodernen Fertigungshalle bei der Arbeit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Bundeswirtschaftsministerium verweist in aktuellen Einschätzungen auf den Roboterhersteller Kuka als Beleg für die gute Positionierung Deutschlands im internationalen Wettbewerb.

Diese Einordnung erfolgt vor dem Hintergrund einer komplexen globalen Struktur: Der einst deutsche Vorzeigekonzern wurde bereits im Jahr 2016 an den chinesischen Konzern Midea Group mit Sitz in Guangdong verkauft und unterhält heute unter anderem eine Produktion im chinesischen Foshan.

Globale Marktpräsenz und wirtschaftliche Kennzahlen

Kuka gehört mittlerweile fest zur Struktur der chinesischen Midea Group. Das Unternehmen erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund 3,7 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit etwa 15.000 Mitarbeiter. Besonders deutlich wird die strategische Ausrichtung nach Asien am Beispiel des Asien-Pazifik-Hauptsitzes in Kunshan.

Die Stadt gilt als bedeutendes Zentrum der Branche und beherbergt über 300 Unternehmen aus dem Bereich der Robotik, die zusammen eine Jahresproduktion im Wert von circa 30 Milliarden Yuan erzielen, was etwa 4,2 Milliarden US-Dollar entspricht.

Trotz der Verlagerung von Schwerpunkten und der Eigentumsverhältnisse dient das Unternehmen in der politischen Kommunikation weiterhin als Beispiel für industrielle Kompetenz, die mit dem Standort Deutschland assoziiert wird.

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Technologische Innovationen auf internationalem Parkett

Wie das Unternehmen mitteilte, wird Kuka seine neuesten Automatisierungslösungen im Herbst auf der Fachmesse Pack Expo 2026 in Chicago präsentieren. Im Zentrum des dortigen Auftritts steht die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern. Gezeigt werden soll unter anderem der Cobot LBR iisy, der mit dem Betriebssystem iiQKA.OS2 arbeitet.

Zusätzlich demonstrieren Partnerunternehmen spezifische Einsatzmöglichkeiten der Kuka-Technologie. So plant FOCUS Integration die Vorführung der sogenannten CUBE-Palettierzelle, in der ein KR IONTEC-Roboter sowie ein autonomer mobiler Roboter (AMR) des Typs KMP 1500P zum Einsatz kommen.

Das Unternehmen Acieta wird den KR20 R1820 für die automatisierte Karton-Zuführung präsentieren, während die Compendium Group die Kartonerstellung mithilfe von zwei KR AGILUS-Robotern veranschaulicht. Ergänzt wird das Programm durch Fachbeiträge; so wird Brendan Turner am 20. Oktober im Rahmen der Messe über den Einsatz von autonomen mobilen Robotern referieren.

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Automatisierungslösungen für den Mittelstand

Neben Großprojekten fokussiert sich das Unternehmen auch auf die Modernisierung bestehender Anlagen bei kleineren Industriebetrieben. Ein aktuelles Beispiel ist die Kooperation mit Eurosubstrat. Das Unternehmen automatisiert seine Palettierung mithilfe einer Roboterzelle des Typs KR QUANTEC PA, die vom Partner Hubert Process implementiert wurde.

Ziel dieser Maßnahme sei es, den Durchsatz zu erhöhen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und flexibler auf unterschiedliche Produktvarianten reagieren zu können. Kuka unterstreicht dabei die Unterstützung für Kunden mit begrenzten Budgets.

So hatte Eurosubstrat in der Vergangenheit bereits einen älteren Kuka-Roboter erfolgreich modernisiert, bevor nun die Entscheidung für eine neue, spezialisierte Roboterzelle fiel. Diese Strategie verdeutlicht das Bestreben des Konzerns, trotz seiner globalen Konzernstruktur und der starken Präsenz im asiatischen Raum weiterhin als Partner für europäische Industriebetriebe zu agieren.

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