Kürbis in Getränken: BZfE empfiehlt Hokkaido und Butternut
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 20:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ratgeber und gastronomische Konzepte greifen in der Herbstsaison verstärkt die vielseitige Verwendung von Kürbis auf. Neben klassischen Suppen und Ofengerichten gewinnt das Fruchtfleisch zunehmend als Zutat für Getränke wie Lattes oder Smoothies an Bedeutung. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und Fachleute betonen dabei sowohl die geschmackliche Bandbreite als auch die ernährungsphysiologischen Vorteile des Gemüses.
Vielfalt von Heißgetränken bis zu Würzprodukten
Für die Zubereitung von Kürbis-Getränken empfiehlt das Bundeszentrum für Ernährung vor allem Sorten wie Hokkaido oder Butternut. Laut Empfehlungen des BZfE vom 18. September 2026 lässt sich etwa ein Pumpkin Spice Latte zubereiten, indem zwei Esslöffel Kürbispüree mit heißer Milch oder Haferdrink, einem halben Teelöffel einer speziellen Gewürzmischung und Espresso aufgeschäumt werden.
Die Mischung besteht aus zwei Teilen Zimt sowie jeweils einem Teil Muskat, Nelken und Kardamom. Für einen Kürbis-Ingwer-Shot wird der Kürbis im Entsafter zusammen mit Ingwer, Zitronensaft und Kurkuma verarbeitet.
Auch der Markt greift diesen Trend auf. So werden verschiedene saisonale Pumpkin-Spice-Produkte angeboten, darunter der Natrue Barista Haferdrink Pumpkin Spice mit 12 Prozent Hafer, Kellogg's Special K Pumpkin Spice oder Sirup von Schwartau Coffee Shop. Zudem existieren spezialisierte Gewürzmischungen – von veganen Varianten für Heißgetränke und Gebäck bis hin zu herzhaften Mischungen mit Kurkuma, Koriander, Ceylon-Zimt, Piment und Chili.
Botanischer Hintergrund und Nährwerte
Botanisch handelt es sich beim Kürbis um eine Panzerbeere, die ihren Ursprung in Mittel- und Südamerika hat. Forscher fanden versteinerte Kürbissamen in Mexiko, die auf eine Nutzung bereits rund 10.000 Jahre vor Christus hindeuten. Von den insgesamt etwa 800 bis 1000 existierenden Kürbissorten gelten rund 200 als essbare Speisekürbisse.
Kürbis lässt sich längst nicht nur als Suppe genießen — für Drinks empfehlen Fachleute vor allem Hokkaido und Butternut. Wie Sie daraus einen Pumpkin Spice Latte oder einen Kürbis-Ingwer-Shot zubereiten, zeigt dieser kostenlose Leitfaden Schritt für Schritt. Kostenlosen Kürbis-Getränke-Leitfaden anfordern
Bekannte Speisevarianten reichen von der Bischofsmütze, dem Spaghettikürbis und dem Patisson über den Hokkaido – der ursprünglich Hubbard hieß und 1878 nach Japan gebracht wurde – bis hin zum Muskatkürbis mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist das Gemüse kalorienarm. Kürbis besteht zu 90 Prozent aus Wasser und liefert durchschnittlich 25 bis 28 Kilokalorien pro 100 Gramm. Neben Ballaststoffen enthält das Fruchtfleisch Beta-Carotin, Vitamin A, B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen.
Beim Verzehr ist jedoch Vorsicht geboten, wenn roher Kürbis bitter schmeckt: Solche Exemplare dürfen keinesfalls verzehrt werden, da enthaltene Bitterstoffe zu Vergiftungen führen können.
Hinweise zu Reife, Zubereitung und Lagerung
Einen reifen Kürbis erkennen Verbraucher an einer harten, matten Schale, einem trockenen oder holzigen Stielansatz und einem hohlen, dumpfen Klang beim Klopfen. Während Sorten wie der Hokkaido ohne Schälen verarbeitet werden können, machen Kerne und Fasern rund 10 Prozent des Gesamtgewichts aus.
Bitter schmeckender roher Kürbis darf keinesfalls verzehrt werden — die enthaltenen Bitterstoffe können zu Vergiftungen führen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt, wie Sie reife Exemplare erkennen, Püree richtig abtropfen lassen und auf der sicheren Seite bleiben. Sicherheits-Checkliste für Kürbis-Getränke sichern
Bei der Verarbeitung im Backofen variiert die Feuchtigkeit: Ein bei 180 Grad hergestelltes Hokkaido-Püree enthält 88,2 Prozent Wasser, während eine Zubereitung bei 200 Grad den Wassergehalt auf 85,0 Prozent senkt. Steht bei einer Löffelprobe der Abdruck, ist das Püree für Teige geeignet; bildet sich ein Wasserrand, sollte es in einem Sieb abtropfen.
Ganze Kürbisse lassen sich dunkel und gut durchlüftet bei 10 bis 15 Grad über Zeiträume von einer Woche bis zu mehreren Monaten lagern. Angeschnittene Stücke bleiben luftdicht im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu einer Woche frisch, während tiefgefrorene Stücke rund sechs Monate haltbar sind.
