Kühlwesten-Boom, PCM-Modelle

Kühlwesten-Boom: PCM-Modelle halten 28 Grad ohne Strom

04.07.2026 - 04:39:51 | boerse-global.de

Persönliche Kühllösungen boomen, belasten aber zunehmend die Stromnetze. Verbraucherschützer warnen vor Betrugsmaschen.

Kühlungs-Boom: Wearables, Klimageräte und die Netzbelastung
Kühlwesten-Boom - Ein schlankes, am Nacken getragenes Kühlgerät neben einer High-Tech-Kühlweste auf einer reflektierenden Oberfläche. 04.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Hersteller reagieren mit immer ausgefeilteren Wearables und mobilen Klimageräten. Doch der Boom hat seine Schattenseiten.

Kühlung direkt am Körper

Ein zentraler Trend sind Wearables, die am Körper getragen werden. Sony bringt mit dem Reon Pocket Pro Plus ein Gerät auf den Markt, das am Nacken sitzt und ein Peltier-Element nutzt. Im Smart-Cool-Modus erreicht die Kühlplatte eine um zwei Grad Celsius niedrigere Temperatur als beim Vorgänger. Die Akkulaufzeit variiert stark: Auf höchster Stufe hält der Akku rund fünf Stunden, im niedrigsten Modus bis zu 34 Stunden.

Neben kompakten Einzelgeräten boomen Kühlwesten in verschiedenen Preisklassen. Die Technologien unterscheiden sich deutlich:

  • Lüfterwesten: Einfache Modelle mit integrierten Ventilatoren zur Luftzirkulation.
  • Peltier-Westen: Aktive thermoelektrische Kühlung – effektiv, aber teurer.
  • PCM-Westen: Im Juni 2026 neu vorgestellt. Diese Westen arbeiten mit Phase Change Material (PCM), benötigen keinen Strom und halten konstante 28 Grad Celsius über einen begrenzten Zeitraum.

Kompressor-Technik für unterwegs

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Die Hitzewelle Ende Juni hat gezeigt: Fake-Klimaanlagen wie „Epicooler“ kosten nur Geld, bringen aber keine Kühlung. Echte PCM-Westen dagegen halten konstant 28 Grad – ganz ohne Strom. Unser Ratgeber zeigt, worauf Sie beim Kauf achten müssen und welche Modelle wirklich halten, was sie versprechen. Jetzt kostenlosen PCM-Kaufratgeber anfordern

Für den mobilen Einsatz dominieren Kompressor-Kühlboxen. Tests der Mobicool MCF32 zeigen: Sie kühlt den Innenraum von 22 Grad auf 5 Grad Celsius – in nur 30 Minuten. Größere Modelle wie der VEVOR mit 55 Litern Volumen decken Temperaturbereiche von minus 20 bis plus 20 Grad Celsius ab. Sie laufen an 12/24V DC und AC.

Auch mobile Klimaanlagen für Innenräume werden smarter. Die Blaupunkt ACP616 ist für Räume bis 55 Quadratmeter ausgelegt und leistet 16.000 BTU. Sie kühlt, entfeuchtet und ventiliert, lässt sich per App steuern und hat einen Nachtmodus. Spezialanbieter wie Fritz Berger führen zudem Systeme für den Freizeitbereich – darunter die EcoFlow Wave 3 oder Einbaulösungen von Truma und Dometic.

Die Schattenseiten des Booms

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Immer mehr private Klimaanlagen belasten das Stromnetz – allein in Österreich stieg die Zahl von 210.000 (2020) auf 414.000 (2024). PCM-Kühlwesten sind die stromsparende Alternative: Sie arbeiten ohne Kompressor und senken Ihre Kühlkosten auf null. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wie Sie mit PCM-Technik unabhängig vom Stromnetz kühl bleiben. Stromsparende Kühl-Alternative jetzt entdecken

Nach der Hitzewelle Ende Juni warnen Verbraucherschützer vor betrügerischen Angeboten. In sozialen Medien kursieren vermeintliche Wunder-Klimaanlagen wie „Epicooler“ oder „AirZuma“ für 70 bis 140 Euro. Nach der Lieferung entpuppen sie sich oft als einfache Ventilatoren ohne echte Kühlfunktion oder notwendige Abluftschläuche. Käufer sollten Impressum und Bezahlsysteme genau prüfen.

Doch nicht nur Verbraucher sind betroffen. Das Stromnetz gerät zunehmend unter Druck. Am Beispiel Österreichs zeigt sich das Ausmaß: Die Zahl privater Klimaanlagen stieg von 210.000 im Jahr 2020 auf 414.000 im Jahr 2024. Branchenanalysten warnen vor Lastspitzen in den Abendstunden. Wenn die solare Eigenversorgung sinkt und gleichzeitig tausende Kühlgeräte laufen, stoßen die Netze an ihre Grenzen.

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