Küchenpartie mit peb: Leitfaden zeigt Fachkräften Wege zum Kochen mit Jung und Alt
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 15:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der deutschen Ernährungsbildung gewinnen Ansätze, die soziale Teilhabe mit praktischer Gesundheitsförderung verknüpfen, stetig an Bedeutung. Ein zentrales Instrument in diesem Bereich ist das Projekt „Küchenpartie mit peb“, das sich gezielt dem gemeinschaftlichen Kochen verschiedener Altersgruppen widmet.
Um die Durchführung solcher Initiativen auf eine fundierte Basis zu stellen, wurde am 12. Juli 2021 ein umfassender digitaler Leitfaden veröffentlicht, der Fachkräften als Orientierungshilfe dient.
Struktur und Inhalte des digitalen Leitfadens
Der im Juli 2021 vorgestellte Leitfaden wurde konzipiert, um Fachkräfte bei der detaillierten Planung und Umsetzung von Kochaktionen zu unterstützen, an denen mehrere Generationen beteiligt sind.
Die Publikation bündelt wesentliche Informationen, die für die erfolgreiche Durchführung solcher Veranstaltungen notwendig sind. Dazu gehören neben organisatorischen Hinweisen auch fachliche Hintergründe, die die Relevanz des gemeinsamen Kochens für die Ernährungsbildung unterstreichen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Leitfadens sind praxiserprobte Methoden und Materialien. Diese sollen sicherstellen, dass die Angebote sowohl die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen als auch die Anforderungen älterer Menschen berücksichtigen.
Durch die Bereitstellung didaktischer Hilfsmittel wird das Ziel verfolgt, den Wissenstransfer zwischen den Generationen zu fördern und gleichzeitig die Kompetenzen im Umgang mit frischen Lebensmitteln zu stärken.
Ziele der generationsübergreifenden Zusammenarbeit
Das Projekt „Küchenpartie mit peb“ verfolgt einen integrativen Ansatz. In den Sommermonaten und im Herbst werden in ganz Deutschland Kochaktionen initiiert, die gezielt Kinder und Jugendliche mit Senioren zusammenbringen. Dieser zeitliche Rahmen ermöglicht es, saisonale Aspekte der Ernährung in die praktischen Einheiten einfließen zu lassen.
Gemeinsames Kochen von Jung und Alt fördert Teilhabe und Gesundheit — doch die praktische Umsetzung scheitert oft an fehlendem Material. Dieser kostenlose Leitfaden bündelt erprobte Methoden und eine Checkliste für Planung und Durchführung Ihrer nächsten generationsübergreifenden Kochaktion. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern
Der Fokus liegt dabei nicht allein auf der Zubereitung von Mahlzeiten. Vielmehr steht der Austausch im Mittelpunkt: Während jüngere Teilnehmer von der Erfahrung und dem traditionellen Wissen der älteren Generation profitieren können, ermöglicht der Kontakt den Senioren eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Die gemeinsame Arbeit in der Küche fungiert somit als Brücke, um gegenseitiges Verständnis zu fördern und soziale Isolation im Alter zu verringern, während gleichzeitig eine gesundheitsfördernde Lebensweise thematisiert wird.
Institutioneller Rahmen und Förderung
Hinter der Initiative steht ein breites institutionelles Netzwerk. Das Projekt „Küchenpartie mit peb“ wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Die Einbindung erfolgt dabei im Rahmen von „IN FORM“, dem nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit verbundenen Krankheiten.
Soziale Isolation im Alter lässt sich wirksam begegnen — gemeinsames Kochen ist ein bewährter Weg. Der Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Kinder, Jugendliche und Senioren an einen Tisch bringen und die didaktischen Anforderungen beider Altersgruppen sicher meistern. Schritt-für-Schritt-Anleitung sichern
Die operative Durchführung des Projekts sowie die Erarbeitung der begleitenden Materialien liegen in der Verantwortung von „peb“ (Plattform Ernährung und Bewegung). Diese Organisation koordiniert die verschiedenen Akteure und stellt sicher, dass die Inhalte des Leitfadens den aktuellen Standards der Ernährungs- und Bewegungsförderung entsprechen.
Durch die staatliche Förderung wird sichergestellt, dass die entwickelten Ressourcen für Fachkräfte bundesweit zugänglich sind und somit eine qualitative Standardisierung bei der Durchführung generationsübergreifender Projekte erreicht werden kann.
