Kryptowährungen in Banking-Apps: 80 Millionen Kunden ab Juli
07.07.2026 - 04:33:15 | boerse-global.de
Die globale Finanzbranche treibt die Digitalisierung von Zahlungen im Juli 2026 massiv voran – mit neuen Angeboten für Europa, Afrika und Asien.
Europas Banken öffnen sich für Kryptowährungen
Ein bedeutender Schritt kommt aus Deutschland: Die Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken haben am 5. Juli 2026 den Handel mit Kryptowährungen in ihre Banking-Apps integriert. Rund 80 Millionen Kunden können nun Bitcoin und Ethereum handeln – reguliert nach den europäischen MiCA-Vorschriften. Der Schritt folgt auf den Start der Plattform „meinKrypto" im Dezember 2025.
Doch die Euphorie hat einen Dämpfer erhalten: Im ersten Quartal 2026 betrug das Handelsvolumen mit Kryptowährungen in Deutschland umgerechnet rund 23,5 Milliarden Euro – ein Rückgang von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Bulgarien und Südasien: Neue Wallet-Lösungen
Die Raiffeisenbank Bulgarien hat am 5. Juli ihre digitale Geldbörse „RaiPay" gestartet. Kunden können damit kontaktlos bezahlen und Geld abheben – vorausgesetzt, sie besitzen ein NFC-fähiges Android-Smartphone. Bulgarien gehört damit zu den ersten Ländern der Raiffeisen-Gruppe mit einer eigenen Wallet-Lösung für Debit- und Kreditkarten.
Parallel dazu hat die südasiatische Seylan Bank ihr gesamtes Kartenportfolio mit Google Pay verknüpft. Die Integration nutzt Tokenisierungstechnologie für sichere kontaktlose Zahlungen und wird von Visa und Mastercard unterstützt.
Apple auf dem Weg zurück nach Indien
In Indien bereitet Apple die Wiederaufnahme von Kredit- und Debitkartenzahlungen vor – nach einer vierjährigen Pause aufgrund regulatorischer Änderungen im Juni 2022. Branchenbeobachter rechnen in den kommenden Monaten mit einer vollständigen Einführung. Ein möglicher Start von Apple Pay in Indien wird für Mitte 2026 erwartet.
Visa macht Smartphones zu Zahlungsterminals
Visa treibt die Transformation von Standard-Smartphones zu Zahlungshubs voran. Der Dienst Visa Accept ist mittlerweile in über 25 Ländern aktiv. Ziel: Bis 2027 Millionen kleiner und mittlerer Unternehmen erreichen. Besonders in Märkten wie Katar, wo rund 90 Prozent aller Zahlungen bereits kontaktlos erfolgen, soll das Angebot Abhilfe bei Liquiditätsengpässen schaffen.
Ab Juli können 80 Millionen Sparkassen- und Volksbank-Kunden Bitcoin und Ethereum direkt in ihrer Banking-App handeln – reguliert nach MiCA. Doch das Handelsvolumen ist um 20% eingebrochen. Wer jetzt die richtigen Schritte kennt, sichert sich Chancen. Kostenlosen Leitfaden anfordern
In Afrika expandiert Visa sein Software-Entwicklungskit (SDK) in elf Märkte, darunter Ghana, Tansania und Mauritius. Banken und Fintechs können damit virtuelle Karten und Peer-to-Peer-Überweisungen direkt in ihre Apps einbauen. Der erste afrikanische Markt war im September 2025 die Demokratische Republik Kongo.
Ausgenommen bleibt Kenia – aufgrund der bestehenden M-Pesa GlobalPay Visa Card. Dieser Dienst verzeichnete im Geschäftsjahr bis März 2026 rund 316.500 aktive Nutzer und ein Transaktionsvolumen von umgerechnet etwa 87 Millionen Euro.
Asien: QR-Codes überholen Kartenzahlungen
In den Philippinen hat das QR Ph-System Karten als bevorzugte Zahlungsmethode abgelöst. Laut Daten von PayMongo entfallen mittlerweile 55 Prozent des gesamten Zahlungsvolumens auf QR-Codes – ein sprunghafter Anstieg von 16 Prozent im Vorjahr.
In Südkorea bleibt Samsung Wallet die führende mobile Zahlungs-App. Bis Mai 2026 verzeichnete der Dienst 19,04 Millionen monatlich aktive Nutzer. Auch die heimischen Anbieter Kakao Pay und KB Pay erreichten Rekordwerte.
Grenzüberschreitende Zahlungen im Euro-Raum
Das griechische IRIS-Zahlungssystem hat Ende Juni 2026 seine Reichweite ausgeweitet. Über das EuroPA-Netzwerk sind nun Überweisungen nach Spanien, Portugal, Italien und Andorra möglich. Die tägliche Transaktionsgrenze liegt bei 1.000 Euro.
VEON und Mastercard: Partnerschaft für Schwellenländer
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Der Telekomkonzern VEON und Mastercard haben eine Partnerschaft zur Entwicklung digitaler Finanzdienstleistungen in Kasachstan, Pakistan, Usbekistan und der Ukraine geschlossen. Im Fokus stehen KI-gestützte Bonitätsprüfungen und Embedded Finance.
In der Demokratischen Republik Kongo arbeitet Visa mit M-Pesa Africa und Onafriq an einem Pilotprojekt für Stablecoin-gestützte grenzüberschreitende Transaktionen. Ziel: niedrigere Abwicklungskosten und schnellere Überweisungen.
