Krypto-Betrug: Mann verliert fünfstelligen Betrag über Chatplattform
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 17:35 Uhr | Redaktion boerse-global.deEin 57-jähriger Mann aus dem Landkreis Kaiserslautern ist Opfer eines Krypto-Betrugs geworden und hat dabei einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich verloren. Wie das Polizeipräsidium Westpfalz in einem Bericht vom 20. September 2026 mitteilte, hat der Betroffene Anzeige bei der Kriminalpolizei erstattet. Die Behörden haben die Ermittlungen zu den Hintergründen des Falls aufgenommen.
Kontaktaufnahme über Chatplattform
Nach Angaben der Ermittler begann der Betrug mit einer Kontaktaufnahme über eine Chatplattform. Die unbekannten Täter sprachen den Mann dort an und banden ihn zunächst in ein System kleinerer Tätigkeiten ein.
Für das Erledigen dieser Aufgaben stellten sie ihm geringe Geldbeträge in Aussicht, die auch tatsächlich ausgezahlt wurden. Mit dieser Vorgehensweise bauten die Betrüger schrittweise Vertrauen zu dem Geschädigten auf, bevor sie die finanzielle Dimension der Interaktion veränderten.
Im weiteren Verlauf verlagerten die Täter den Schwerpunkt des Kontakts auf angebliche Geldanlagen. Für den Mann wurde schließlich ein Benutzerkonto auf einer vermeintlichen Plattform für den Handel mit Kryptowährungen eingerichtet. Auf dieser Benutzeroberfläche wurden dem Nutzer offenbar lukrative Anlagechancen und Wertzuwächse suggeriert, die ihn zu eigenem finanziellem Engagement bewegen sollten.
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Überweisungen auf Auslandskonten
In der Folge tätigte der Geschädigte mehrere Überweisungen auf ein ausländisches Bankkonto, um sein vermeintliches Guthaben auf der Handelsseite aufzustocken. Als der 57-Jährige sich schließlich Gewinne oder sein eingezahltes Kapital auszahlen lassen wollte, verweigerten die Betreiber dies unter Verweis auf angebliche Bedingungen. Eine Auszahlung des Geldes sei demnach nur möglich, wenn zuvor weitere und deutlich höhere Beträge überwiesen würden.
Nachdem dem Mann die Betrugsmasche bewusst geworden war, brach er den Kontakt ab und wandte sich an die Polizei. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Vorfalls, bei dem dem Opfer ein Schaden im unteren fünfstelligen Bereich entstanden ist.
Derartige Vorgehensweisen, bei denen anfängliche Kleinstbeträge zur Vertrauensbildung genutzt werden, bevor über gefälschte Investmentportale größere Summen auf Konten im Ausland geleitet werden, beschäftigen die Strafverfolgungsbehörden regelmäßig.
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Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten weisen generell darauf hin, dass unverlangte Angebote über Messenger-Dienste und Plattformen, die schnelle Renditen versprechen, mit erheblichen Risiken verbunden sind. Insbesondere Zahlungsaufforderungen, die als Voraussetzung für spätere Auszahlungen deklariert werden, gelten als klares Warnsignal für betrügerische Handelsangebote.
Mehr zum Thema bei Süddeutsche Zeitung: „Kriminalität - Krypto-Betrug: 57-Jähriger verliert fünfstelligen Betrag - Panorama“
