Krypto-Betrug, KI-Angriffe

Krypto-Betrug explodiert: KI-Angriffe um 500% gestiegen

01.06.2026 - 10:18:01 | boerse-global.de

Die FINMA warnt vor Identitätsdiebstahl der Unison Investments AG. Betrüger locken Anleger mit gefälschten Festgeldangeboten auf illegale Plattformen.

Krypto-Betrug explodiert: KI-Angriffe um 500% gestiegen - Bild: über boerse-global.de
Krypto-Betrug explodiert: KI-Angriffe um 500% gestiegen - Bild: über boerse-global.de

Betrüger nutzen die Identität der existierenden Unison Investments AG aus Zürich, um Anleger auf gefälschte Plattformen zu locken.

Die Täter werben auf Webseiten wie unisoninvestment(.)com oder depot.unisoninvestment(.)com mit Festgeldanlagen. Diese bieten jedoch keine realen Gegenwerte. Anleger werden aufgefordert, Geld auf vermeintliche Anlagekonten zu überweisen. Auszahlungen verweigern die Hintermänner anschließend.

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Im Raum stehen Vorwürfe des Betrugs, des Kapitalanlagebetrugs und der Geldwäsche. Auch Verstöße gegen das Kreditwesengesetz werden geprüft – denn die Betrüger betreiben Bankgeschäfte ohne die nötige Erlaubnis.

KI-gestützter Krypto-Betrug explodiert

Parallel zu diesen klassischen Maschen zeigt sich eine dramatische Professionalisierung der Cyberkriminalität. KI-gestützte Betrugsaktivitäten im Kryptobereich sind um 500 Prozent gestiegen. In den USA summierten sich die Schäden auf über 893 Millionen Euro.

Die Täter setzen auf automatisierte Prozesse, um Opfer zu identifizieren und zu täuschen. Zudem greifen sie vermehrt NFC-Schnittstellen bei Android-Geräten an. Hier verzeichneten Sicherheitsexperten in den ersten vier Monaten des Jahres einen Anstieg von 188 Prozent.

Betroffen sind auch Kunden großer Institute wie der Deutschen Bank, der Commerzbank, der ING und der HypoVereinsbank.

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Regionale Unterschiede bei Internetbetrug

Trotz der technologischen Aufrüstung gibt es Lichtblicke. Das Landeskriminalamt Niedersachsen meldete für 2025 einen Rückgang der Fallzahlen auf 18.304 Delikte. 2021 waren es noch rund 30.000 Fälle.

Die rechtlichen Folgen für Opfer bleiben jedoch hart. Am 20. Mai bestätigte das Landgericht Karlsruhe die Haftung eines Rentners für einen Schaden von 100.000 Euro. Das zeigt: Wer Sorgfaltspflichten verletzt, bekommt verlorene Beträge nur schwer von Banken zurück.

Neben Online-Maschen bleibt auch der klassische Telefonbetrug gefährlich. Die Polizei warnt vor Tätern, die sich als Bankmitarbeiter ausgeben. Im Kreis Lippe wurden Senioren zur Herausgabe ihrer EC-Karten und PIN-Nummern gebracht.

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