Kreuzbandrisse: Wiederkehrende Knie-Reizungen Jahre danach
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 19:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Fall von Lena Oberdorf beim FC Bayern München wirft ein Schlaglicht auf ein Phänomen, mit dem viele Sportlerinnen nach überstandenen Kreuzbandrissen konfrontiert sind: erneute Reaktionen im betroffenen Kniegelenk, die auch Jahre nach der ursprünglichen Verletzung auftreten können. Trainer José Barcala gab in diesem Zusammenhang Entwarnung und bezeichnete den aktuellen Befund als nicht schlimm, sondern als typische Reaktion des Gelenks.
Der aktuelle Befund
Eine medizinische Untersuchung beim FC Bayern München stellte Flüssigkeit und eine Entzündung im rechten Knie von Oberdorf fest. Solche Reaktionen gelten laut Berichterstattung als Folge der beiden Kreuzbandrisse, die die 24-Jährige in den Jahren 2024 und 2025 erlitten hatte.
Die Häufung von Flüssigkeitseinlagerungen und Entzündungsreaktionen im Kniegelenk nach vorangegangenen Bandverletzungen ist ein bekanntes Muster in der Sportmedizin, da das Gelenk nach operativen Eingriffen und Belastungsphasen empfindlicher auf mechanischen Stress reagieren kann.
Verletzungshistorie und Ausfallzeiten
Oberdorfs Weg der vergangenen zwei Jahre war geprägt von Rückschlägen: Nach ihrem ersten Kreuzbandriss im Sommer 2024 verpasste sie die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Ihr Comeback gelang ihr im September 2025 – rund einen Monat später erlitt sie jedoch bereits den zweiten Kreuzbandriss im selben Knie.
Nach dieser Vorgeschichte hatte die Spielerin zuletzt wieder Spielpraxis gesammelt: Sie feierte ihr Comeback beim 2:0 gegen Mainz und saß beim 4:1 gegen Freiburg auf der Bank, ehe die aktuelle Reaktion im rechten Knie erneut für eine Pause sorgte.
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Ausfall für mehrere Wochen
Infolge der erneuten Reaktion im rechten Knie fällt Oberdorf nach Berichten für mehrere Wochen aus. Konkret bedeutet dies, dass sie beim Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen am Montag um 18.00 Uhr sowie im anschließenden Heimspiel gegen Köln fehlen wird. Als möglicher nächster Einsatztermin gilt der Champions-League-Auftakt gegen Manchester City am 22. September.
Einordnung: Wiederkehrende Reizungen nach Kreuzbandrissen
Der Fall verdeutlicht eine Herausforderung, mit der Vereine und medizinische Abteilungen im Profifußball zunehmend umgehen müssen: die Balance zwischen schneller Rückkehr ins Wettkampfgeschehen und der Notwendigkeit, dem Gelenk nach schweren Voroperationen ausreichend Erholung zuzugestehen.
Flüssigkeitsansammlungen und Entzündungen im Knie treten bei Sportlerinnen und Sportlern mit mehrfachen Kreuzbandrissen in der Vorgeschichte häufiger auf, da das Gewebe nach wiederholten operativen Eingriffen strukturell verändert ist und auf Belastungsspitzen empfindlicher reagiert.
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Die Einschätzung des Trainers, wonach es sich um keine schwerwiegende Komplikation, sondern um eine erwartbare Reaktion handelt, deckt sich mit dem allgemeinen Verständnis, dass solche Symptome nach intensiven Belastungsphasen im Anschluss an eine Kreuzbandverletzung nicht ungewöhnlich sind.
Für die betroffene Spielerin bedeutet dies dennoch zunächst eine erzwungene Pause, während der Verein den Fokus auf eine vorsichtige Wiedereingliederung in Richtung des Champions-League-Auftakts legt.
