Krebstherapie, Wassertherapie

Krebstherapie: Wassertherapie fördert Beweglichkeit bei Langzeitfolgen

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 17:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Uniklinik Göttingen ergänzt den Rehasport für Krebspatienten seit Juli 2026 um wöchentliche Wasserübungen mit medizinischer Verordnung.

Uniklinik Göttingen baut Sportangebote für Krebspatienten aus
Ein ruhiges Schwimmbecken mit klarem, türkisfarbenem Wasser in einer hellen, modernen Schwimmhalle. Illustration mit AI erstellt.

Die sportmedizinische Versorgung von Krebspatienten hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Am Universitätsmedizin-Standort Göttingen zeigt sich diese Entwicklung durch eine kontinuierliche Ausweitung der Angebote, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit onkologischen Erkrankungen zugeschnitten sind.

Das Göttingen Comprehensive Cancer Center (G-CCC) der Uniklinik Göttingen setzt dabei verstärkt auf Kooperationen mit lokalen Sportorganisationen, um eine Brücke zwischen klinischer Behandlung und rehabilitativer Bewegung im Alltag zu schlagen.

Erweiterung der Wassertherapie seit Sommer 2026

Ein zentraler Bestandteil dieser Ausweitungsstrategie ist die Einführung neuer Trainingseinheiten im Wasser. Seit Juli 2026 bietet die Uniklinik Göttingen in Zusammenarbeit mit der Turn- und Wassersport-Gemeinschaft Göttingen (TWG) ein spezielles Funktionstraining im Wasser an. Dieses findet wöchentlich mittwochs in der Zeit von 14.00 bis 14.30 Uhr statt.

Als Austragungsort dient das Badeparadies Eiswiese. Die Wahl des Mediums Wasser ist dabei medizinisch begründet: Die physikalischen Eigenschaften wie Auftrieb und Widerstand ermöglichen ein Training, das die Gelenke schont und gleichzeitig die Muskulatur effektiv fordert.

Das Angebot richtet sich gezielt an Patienten, die unter chronischen Belastungen infolge ihrer Erkrankung oder Therapie leiden. Durch das Training im Wasser soll insbesondere die Beweglichkeit gefördert werden, während gleichzeitig Kraft und Ausdauer gestärkt werden.

Etablierte Strukturen im Bereich des Rehasports

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Die aktuelle Erweiterung ergänzt ein bereits bestehendes Fundament in der sporttherapeutischen Betreuung am G-CCC. Bereits seit dem Sommer 2024 besteht ein regelmäßiges Rehasport-Angebot für Krebspatienten, das in Kooperation mit dem ASC Göttingen durchgeführt wird. Diese Einheiten finden montags zwischen 16.00 und 17.00 Uhr im Clubhaus des ASC in der Danziger Straße 21 statt.

Diese Kontinuität in der Zusammenarbeit mit dem Breitensport verdeutlicht den integrativen Ansatz der Göttinger Onkologie. Während das Training an Land primär auf die allgemeine physische Stabilisierung abzielt, bietet die neuere Wassertherapie eine spezialisierte Ergänzung für Patienten, für die landbasierte Übungen aufgrund physischer Einschränkungen gegebenenfalls weniger geeignet sind.

Therapeutische Ziele und Zugangsvoraussetzungen

Die sporttherapeutischen Maßnahmen der Uniklinik Göttingen verfolgen das Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern. Fachleute betonen hierbei die Bedeutung eines gezielten Kraft- und Ausdauertrainings. Es geht nicht nur um die physische Leistungsfähigkeit, sondern auch um die Reduktion von krankheitsbedingten Erschöpfungszuständen.

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Für die Teilnahme an den Programmen gelten klare medizinische und organisatorische Vorgaben. Sowohl für das Funktionstraining im Wasser als auch für den Rehasport an Land ist eine ärztliche Verordnung zwingend erforderlich. Damit wird sichergestellt, dass die sportliche Betätigung eng mit dem jeweiligen Behandlungsplan der Patienten abgestimmt ist und unter Berücksichtigung der individuellen Belastungsgrenzen erfolgt.

Die enge Verzahnung zwischen der klinischen Expertise des G-CCC und der praktischen Umsetzung durch Partner wie TWG und ASC Göttingen soll eine fachgerechte Betreuung über den gesamten Zeitraum der Rehabilitation gewährleisten.

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