Krebsstudien, Wien

Krebsstudien in Wien: Patientinnen und Patienten gestalten Programm mit

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 03:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das neue Schuljahr vermittelt Wissen zu Studienabläufen und Schutzstandards; Patientinnen und Patienten wirkten erstmals an der Programmgestaltung mit.

Cancer School CCC Vienna rückt klinische Krebsstudien in den Fokus
Ein moderner, leerer Hörsaal in einer medizinischen Universität mit natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Klinische Studien bilden das Fundament für medizinische Neuerungen in der Onkologie. Um Patientinnen und Patienten fundiert über therapeutische Möglichkeiten, Sicherheitsstandards und rechtliche Rahmenbedingungen zu informieren, widmet sich die Cancer School CCC Vienna im Rahmen ihres neuen Schuljahres schwerpunktmäßig diesem Themenfeld.

Die Informationsreihe findet im Hörsaalzentrum der MedUni Wien im AKH Wien statt, wie die Medizinische Universität Wien in einem Bericht vom 13. Oktober 2026 darlegte.

Sicherheit, Ethik und europäische Rahmenbedingungen

Die Durchführung klinischer Studien unterliegt strengen regulatorischen Kontrollen, die den Schutz der Teilnehmenden gewährleisten sollen. Im Rahmen der Veranstaltung informieren verschiedene Fachexperten über die zentralen Aspekte dieser Prüfungen. Stefan Strasser, Leiter der Abteilung Klinische Prüfung bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), erörtert die behördlichen Abläufe sowie die europäischen Vorgaben für Studien.

Ergänzt wird dieser rechtliche und regulatorische Kontext durch Martin Brunner, den Vorsitzenden der Ethikkommission der MedUni Wien, der die Kontrollfunktionen und ethischen Bewertungsmaßstäbe darstellt. Den praktischen Ablauf beleuchtet Markus Zeitlinger, Leiter der Universitätsklinik für Klinische Pharmazie sowie des neuen klinischen Studienzentrums am Center for Translational Medicine, das Anfang Oktober eröffnet wurde.

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Mitgestaltung durch Betroffene und künftige Schwerpunkte

Ein wesentliches Merkmal des aktuellen Schuljahres der Cancer School CCC Vienna ist die unmittelbare Beteiligung der Betroffenen: Das Programm wurde erstmals gemeinsam mit Patientinnen und Patienten erarbeitet. Hierfür banden die Organisatoren die Allianz der Onkologischen Patient:innenorganisationen direkt in die inhaltliche Gestaltung ein, um den tatsächlichen Informationsbedarf von Betroffenen und Angehörigen passgenau abzubilden.

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Über den Auftakt zu klinischen Prüfungen hinaus umfasst die Fortbildungsreihe in den kommenden Monaten weitere Schwerpunkte:
- Am 2. März 2027 steht der Alltag im Umgang mit Aus-, Wechsel- und Nebenwirkungen im Mittelpunkt.
- Der 6. April 2027 widmet sich Fragen der Krebsgenetik.
- Am 29. April 2027 folgt eine Einheit zur genetischen Prädisposition.
- Vor der für das Frühjahr 2027 geplanten Inbetriebnahme bildet eine thematische Einheit zur CAR-T-Zell-Produktion unter Leitung von Antonia Müller den Abschluss.

Interessierte können sich über das Online-Portal der Bildungsinitiative für die Veranstaltungen anmelden. Die Verknüpfung von wissenschaftlicher Expertise und Betroffenenperspektive soll dazu beitragen, den Zugang zu klinischen Studien transparenter zu gestalten und Vorbehalte gegenüber innovativen Behandlungsansätzen abzubauen.

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