Krebsprävention, Blutzucker-Normalisierung

Krebsprävention: Blutzucker-Normalisierung senkt Risiko deutlich

19.06.2026 - 15:12:46 | boerse-global.de

Studien belegen: Mediterrane Kost senkt Alzheimer-Risiko, Blutzucker-Normalisierung reduziert Krebsgefahr. Prävention könnte Milliarden sparen.

Prävention gegen Krebs und Herzleiden: Neue Studien zeigen Wege auf
Krebsprävention - Ein Stillleben aus frischen, gesunden Lebensmitteln wie Beeren, grünem Gemüse, Nüssen, Olivenöl und Fisch auf einem Holztisch. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Dabei wäre ein Großteil vermeidbar – durch gezielte Prävention und Lebensstiländerungen.

Mediterrane Kost schützt das Gehirn

Die Forschung zur neurologischen Gesundheit rückt bestimmte Ernährungsformen in den Fokus. Analysen mit Daten von über 800.000 Personen zeigen: Die Mittelmeer-Diät und die MIND-Diät senken das Alzheimer-Risiko. Beide setzen auf grünes Gemüse, Beeren, Nüsse, Fisch und Olivenöl.

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Hochverarbeitete Produkte hingegen erhöhen das Krankheitsrisiko. Fachleute betonen jedoch: Ernährung ist nur ein Baustein. Bewegung, Schlaf und soziale Kontakte sind ebenso wichtig.

Blutzucker-Normalisierung senkt Krebsrisiko

Einen weiteren Zusammenhang zwischen Stoffwechsel und Krebs beleuchtet eine südkoreanische Kohortenstudie mit über sechs Millionen Teilnehmern. Die Ergebnisse wurden im Juni 2026 in Nature Reviews Endocrinology kommentiert.

Normalisieren sich erhöhte Blutzuckerwerte, sinkt das Krebsrisiko. Ein persistierender Prädiabetes erhöht dagegen das Risiko für Gallenblasen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bei einer Remission ließ sich kein signifikant erhöhtes Risiko mehr nachweisen.

Professor Andreas L. Birkenfeld und Professor Mathias Heikenwälder sehen darin ein wichtiges Ziel für die Krebsprävention.

Wirtschaftliche Dimension: Prävention spart Milliarden

Die Stadt Wuppertal zeigt, was auf dem Spiel steht. Ein im Juni 2026 veröffentlichter Gesundheitsbericht belegt: Herzkreislauferkrankungen machten 26,7 Prozent der Todesfälle aus, Krebserkrankungen 23,4 Prozent.

Bis zu 70 Prozent der Herzkreislauferkrankungen und etwa die Hälfte der Krebserkrankungen wären durch Prävention vermeidbar.

Gesundheitsorganisationen und Krankenkassen fordern daher stärkere Regulierung. Dr. Carola Reimann vom AOK-Bundesverband wies Mitte Juni 2026 darauf hin: Deutschland hat eines der teuersten Gesundheitssysteme Europas – aber eine vergleichsweise schwache Lebenserwartung.

Ihre Forderung: „Die gesunde Wahl muss zur einfacheren Wahl werden." Sie plädierte für höhere Steuern auf Zucker, Alkohol und Tabak.

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Auch die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) begrüßte am 18. Juni 2026 die Einführung einer Herstellerabgabe auf Süßgetränke. Professor Christian Terjung betonte: Präventionsangebote müssen für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich sein.

Klinische Forschung: Weniger Übelkeit bei Chemotherapie

Neben großflächigen Strategien liefern aktuelle Studien konkrete Erkenntnisse für die Praxis. Eine Subanalyse der SUCCESS-C-Studie mit über 1.500 Brustkrebs-Patientinnen zeigt: Bewusste Nahrungsaufnahme unmittelbar vor einer Chemotherapie lindert Übelkeit und Erbrechen signifikant.

Epigenetik: Fettgewebe umprogrammieren

Die Grundlagenforschung bietet neue Perspektiven. Ein Team der Universitäten Zürich und Pisa veröffentlichte am 2. Juni 2026 in Cell Reports Ergebnisse zur Umprogrammierung von perivaskulärem Fettgewebe.

Durch BET-Protein-Inhibitoren ließen sich Entzündungsprozesse in Gefäßen von Mäusen und menschlichem Gewebe reduzieren. Der Ansatz zielt darauf ab, die Gefäßgesundheit bei Patienten mit Adipositas oder Typ-2-Diabetes direkt am Gewebe zu verbessern – statt nur Symptome zu behandeln.

Vier Faktoren bestimmen das Herzrisiko

Langzeitanalysen an rund neun Millionen Erwachsenen zeigen: Bis zu 99 Prozent der schweren kardiovaskulären Ereignisse gehen auf vier kontrollierbare Faktoren zurück:

  • Tabakkonsum
  • Bluthochdruck
  • entgleiste Blutzuckerwerte
  • erhöhte LDL-Cholesterinwerte

Eine konsequente Regulierung des Blutzuckerspiegels kann das Risiko für einen kardiovaskulären Tod um 58 Prozent senken.

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