Krebskommunikation, Millionen

Krebskommunikation: 8 Millionen Euro für bessere Patientengespräche

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 16:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Deutsche Kliniken und Institute setzen zunehmend auf fachübergreifende Versorgung. Neue Zentren und Schulungsprogramme sollen die Zusammenarbeit stärken.

Interdisziplinäre Medizin: Neue Zentren und Fortbildungen fördern Teamarbeit
Diverse Gruppe von medizinischem Fachpersonal bei einer interdisziplinären Fachdiskussion in einem modernen Tagungsraum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die WALA Heilmittel GmbH veranstaltet am 19. September 2026 ein erstes interdisziplinäres Forum in Bad Boll. Das Format bringt Hebammen, Pflegekräfte, Ärzte und Heilpraktiker an einen Tisch. Fachvorträge, Workshops und Führungen sollen den Austausch über Berufsgrenzen hinweg fördern. Die Anmeldung läuft über das Fachkreisportal des Unternehmens, Ansprechpartnerin ist Stefanie Braun.

Kliniken ziehen nach

Auch in der stationären Versorgung gewinnt die fachübergreifende Zusammenarbeit an Fahrt. Das Helios Klinikum Berlin-Buch startete im April 2026 einen interdisziplinären Stationsbereich, in dem Geriatrie und Kardiologie eng verzahnt arbeiten. Das Ziel: ältere Herzpatienten erhalten eine kombinierte Frührehabilitation, die den Klinikaufenthalt verkürzen soll. Erste Beobachtungen zeigen positive Effekte auf die Patientenzufriedenheit. Verantwortlich zeichnen die Fachärzte Jan Koch und Prof. Dr. Fabian Mühlberg.

Die Onkologie setzt ebenfalls auf Vernetzung. Am 4. und 5. September feiert in Hamburg das Format „OncoPatho Best Practice" Premiere. Onkologen und Pathologen diskutieren dort komplexe Fälle auf Basis moderner Diagnostik – ein Ansatz, der die Behandlungsqualität verbessern soll.

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Kommunikation und seltene Erkrankungen

Das Universitätsklinikum Würzburg startete im Mai 2026 das Programm „TrainKommOnko". Mit über 8 Millionen Euro Förderung durch die Deutsche Krebshilfe sollen Ärzte bundesweit bessere Gespräche mit Krebspatienten führen. Geplant ist die Ausweitung auf bis zu 30 onkologische Zentren. Das Projekt leiten Prof. Dr. Jana Jünger, Prof. Dr. Imad Maatouk und Prof. Dr. Claudia Löffler.

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In Mannheim entstand am 29. Juli das Dr. Rolf M. Schwiete Uveitis-Zentrum. Eine Stiftung fördert die Einrichtung mit 2,5 Millionen Euro. Forscher wollen dort entzündliche Augenerkrankungen besser verstehen und Therapieleitlinien entwickeln, um Sehverlust zu vermeiden.

Der Trend ist eindeutig: Die starre Trennung der Fachdisziplinen weicht zunehmend integrierten Modellen. Die Komplexität moderner Krankheitsbilder verlangt nach gemeinsamen Lösungen – von der Fortbildung bis zur klinischen Versorgung.

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