Kreatin gegen Depressionen: Neue Studie zeigt Potenzial als Begleittherapie
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 09:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch zufolge ist das Mikronährstoffkonzentrat „Fit fürs Leben“ von LaVita die dreisteste Werbelüge des Jahres. Rund 39 Prozent der 66.000 abgegebenen Stimmen entfielen auf das Produkt.
Kritiker bemängeln vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Konzentrat wird zu einem Literpreis von rund 100 Euro verkauft, besteht aber zu 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat. Dazu kommen 26 zugesetzte Vitamine. Foodwatch bewertet die Gesundheitsversprechen als irreführend.
Der Hersteller weist die Vorwürfe zurück. Die Zusammensetzung sei branchenüblich und transparent, der Portionspreis liege bei etwa einem Euro. Als Reaktion auf die öffentliche Debatte stellte LaVita die Bewerbung als „Saubertrank“ ein. Der Slogan „Fit fürs Leben“ wird derzeit rechtlich geprüft.
Weitere Negativ-Preisträger
Auf Platz zwei landete ein Backzubehör für Heißluftfritteusen von Dr. Oetker mit 21,9 Prozent der Stimmen. Den dritten Rang belegt ein Matcha-Mango-Joghurt mit 20,8 Prozent. Auch Produkte aus dem Bereich der Libido-Vitamine und spezielle Kaugummis schnitten schlecht ab.
Markt für Sporternährung wächst rasant
Trotz der Kritik an einzelnen Produkten boomt der Sektor weltweit. Marktdaten aus 2024 beziffern das globale Volumen für Post-Workout-Ergänzungsmittel auf 13,7 Milliarden US-Dollar. Bis 2033 soll der Markt auf 25,7 Milliarden US-Dollar anwachsen – ein jährliches Plus von 7,2 Prozent.
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In diesem Umfeld gewinnen unabhängige Zertifizierungen an Bedeutung. Standards wie NSF Certified for Sport oder Informed Sport bestätigen die Reinheit der Produkte. Sie minimieren das Risiko von Verunreinigungen mit verbotenen Substanzen. Analysezertifikate werden im Online-Handel zum entscheidenden Vertrauensfaktor.
Kreatin: Neuer Ansatz gegen Depressionen?
Die Forschung entdeckt bekannte Supplemente neu. Eine systematische Review, veröffentlicht am 30. Juni 2026 in „Brain Medicine“, untersuchte Kreatin jenseits des Muskelaufbaus. Die Auswertung deutet auf ein Potenzial als begleitende Therapie bei schweren Depressionen hin.
Besonders bei weiblichen Probanden zeigten sich positive Effekte – in Kombination mit Antidepressiva oder kognitiver Verhaltenstherapie. Die Forscher betonen jedoch: Weitere Untersuchungen sind nötig, um die Ergebnisse zu validieren.
Und noch eine ungewöhnliche Erkenntnis: Eine malaysische Studie mit 23 männlichen Teilnehmern beobachtete, dass das Inhalieren von Schokoladenduft vor dem Krafttraining die Wiederholungszahl steigern kann. Die Autoren führen das auf appetithemmende Effekte und eine positive mentale Beeinflussung zurück.
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EuGH-Urteil: Dopingsünder dürfen genannt werden
Der Europäische Gerichtshof entschied am 14. Juli 2026: Die Namen von Dopingsündern dürfen unter bestimmten Bedingungen online veröffentlicht werden. Die Nennung muss zeitlich auf die Sperrdauer begrenzt sein und einer Einzelfallabwägung unterliegen. Die Nationale Anti-Doping Agentur begrüßte das Urteil als Stärkung der Transparenz.
Die FIFA zog parallel nach. Bei der WM 2026 führte sie wetterunabhängige Trinkpausen ein. Mediziner des Schweizer Verbandes sehen darin eine leistungsfördernde Maßnahme. Andere Wissenschaftler kritisieren die fehlende evidenzbasierte Grundlage für starre zeitliche Vorgaben.
Sporthilfe fördert neue olympische Sportarten
Die Stiftung Deutsche Sporthilfe startete am 13. Juli 2026 ein Förderprogramm für neue olympische und paralympische Disziplinen. Im Fokus stehen Athleten aus Flag Football, Lacrosse, Squash, Baseball und Para-Klettern – mit Blick auf die Spiele in Los Angeles 2028. Das dürfte langfristig auch die Nachfrage nach spezialisierten Ernährungslösungen in diesen Segmenten beeinflussen.
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