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Kraken Bitcoin Vault: Bis zu 2,5% Rendite ab sofort

28.05.2026 - 04:30:11 | boerse-global.de

Kraken bietet ab sofort Verzinsung für Bitcoin-Bestände. Der neue Vault erzielt Renditen durch besicherte Kredite und DeFi-Protokolle.

Kraken Bitcoin Vault: Bis zu 2,5% Rendite ab sofort - Foto: über boerse-global.de
Kraken Bitcoin Vault: Bis zu 2,5% Rendite ab sofort - Foto: über boerse-global.de

Die Krypto-Börse Kraken erweitert ihr Angebot an verzinslichen Produkten und startet den Kraken Bitcoin Vault. Ab dem 27. Mai 2026 können Anleger mit ihren Bitcoin-Beständen jährliche Renditen von bis zu 2,5 Prozent erzielen – ausgezahlt in BTC.

Das neue Produkt ist in die Kraken-Earn-Plattform integriert und folgt auf den Erfolg der USDC-Vaults, die seit ihrer Einführung im Januar mehr als 240 Millionen Euro eingesammelt haben. Der Bitcoin Vault richtet sich gezielt an langfristige Halter und setzt auf eine konservative Strategie mit besicherten Krediten.

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Technik und Rendite-Struktur

Die technische Basis liefern die Anbieter Veda und Sentora. Sie nutzen dezentrale Finanzprotokolle wie Aave, Morpho und Tydro, um Erträge zu generieren. Dabei wird Bitcoin als kBTC auf dem Ink-Netzwerk „gewraped" – also in eine kompatible Form gebracht.

Die Brutto-Zielrendite liegt bei 2,5 Prozent. Nach Abzug einer 25-prozentigen Performance-Gebühr ergibt sich eine Netto-Jahresrendite von rund 2,0 Prozent. Die Mindesteinlage beträgt 0,00006 BTC, die Auszahlungsfrist liegt bei fünf Tagen.

Das klingt überschaubar – doch für Bitcoin-Langzeithalter, die ihre Bestände ohnehin nicht bewegen, ist jeder zusätzliche Ertrag attraktiv. Allerdings gilt: Die Plattform weist ausdrücklich auf Risiken hin. Anleger tragen das Risiko von Smart-Contract-Schwachstellen und Marktschwankungen.

Verfügbar ist der Vault in zahlreichen Ländern – nicht jedoch in Großbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Australien.

Partnerschaft mit Franklin Templeton

Parallel zum Vault-Start gab Kraken-Mutterkonzern Payward eine Kooperation mit dem Vermögensverwalter Franklin Templeton bekannt. Ziel ist es, tokenisierte, aktiv gemanagte Investmentfonds auf die Blockchain zu bringen.

Die Initiative nutzt das xStocks-Framework von Kraken, das seit 2025 ein Handelsvolumen von mehr als 30 Milliarden Euro verzeichnet hat. Konkret integriert die Partnerschaft die BENJI-Token-Suite von Franklin Templeton. Im Fokus stehen institutionelle, tokenisierte Renditeprodukte und Blockchain-basierte Anlagelösungen.

Dieser Schritt passt zur Expansionsstrategie von Payward. Das Unternehmen bereitet sich auf einen Börsengang im Laufe des Jahres 2026 vor.

Finanzzahlen und Marktposition

Die jüngsten Quartalszahlen von Payward zeigen ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um drei Prozent auf 507 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 18 Millionen Euro.

Bemerkenswert: Trotz eines Bitcoin-Kursrückgangs von 22 Prozent im Quartal verzeichnete die Plattform einen Zuwachs von 47 Prozent bei den finanzierten Konten – insgesamt 6,1 Millionen. Ein klares Zeichen, dass Anleger trotz Kursschwäche auf die Plattform setzen.

Im Spotmarkt hält Kraken einen Anteil von 5,2 Prozent. Die gesamten Plattform-Vermögenswerte stiegen um elf Prozent auf rund 40 Millionen Euro. Der Start des Bitcoin Vault fällt in eine Phase erhöhter regulatorischer Aufmerksamkeit für ähnliche Krypto-Renditeprodukte.

Wettbewerb im Bitcoin-DeFi-Sektor

Kraken ist nicht allein mit der Idee, Bitcoin renditeträchtig zu machen. Am 25. Mai 2026 reichte Babylon Labs einen Vorschlag bei der Aave-Community ein: Trustless Bitcoin Vaults (TBV) auf Aave V4.

Der entscheidende Unterschied: Babylon setzt nicht auf gewrappte Token, sondern will natives Bitcoin direkt als Sicherheit nutzen – ohne externe Brücken oder Verwahrer. Die Technik basiert auf Taproot-UTXO. Babylon Labs hat bereits mehr als 100.000 BTC aktiviert.

Während Kraken also den pragmatischen Weg über kBTC geht, verfolgt Babylon den radikaleren Ansatz: Bitcoin bleibt auf seiner nativen Chain und wird als „vaultBTC" auf Ethereum für Kreditzwecke abgebildet.

Und auch im regulierten Bereich tut sich was: Die Plume-Tochter KDAB erhielt am 20. Mai 2026 eine Lizenz für digitale Vermögenswerte von der Bermuda Monetary Authority. Das Unternehmen zählt zu den ersten regulierten Onchain-Vault-Managern, die tokenisierte Privatkredite und Immobilien anbieten.

Der Wettlauf um Bitcoin-Renditeprodukte hat gerade erst begonnen.

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