Kräutertee, Tassen

Kräutertee: Vier Tassen täglich senken Diabetes-Risiko um 17%

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 14:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Traditionelle Kräutertees bieten gesundheitliche Vorteile, doch industrielle Trendgetränke bergen Risiken durch Überdosierung und Schadstoffe.

Gesundheitstrends: Vorsicht bei Tee und Wellnessgetränken
Dampfende Tasse Kräutertee auf einem modernen Holztisch in einer hellen, minimalistischen Küche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Tee gilt als gesund – doch nicht jedes Trendgetränk hält, was es verspricht.

Während traditionelle Kräutertees tatsächlich positive Effekte auf die Gesundheit haben können, warnen Experten vor Überdosierungen und problematischen Inhaltsstoffen in industriellen Wellnessgetränken.

Was Tee wirklich kann

Regelmäßige Teetrinker leben länger und haben ein geringeres Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer. Das legen epidemiologische Studien nahe.

Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2022 zeigte: Wer täglich vier Tassen Tee trinkt, senkt sein Diabetes-Risiko um rund 17 Prozent.

Verschiedene Kräuter entfalten dabei spezifische Wirkungen. Ingwertee fördert durch das enthaltene Gingerol die Magenentleerung. Hibiskus-Extrakte können dank ihrer Anthocyane den Blutdruck sowie LDL- und Triglyzeridwerte senken.

Olivenblättertee zeigte in einer Untersuchung ebenfalls blutdrucksenkende Effekte – bei zweimal täglicher Anwendung über vier Wochen.

Für die Zahngesundheit ist der natürliche Fluoridgehalt im Tee vorteilhaft. Und schwarzer Tee enthält Stoffe, die laut einer Studie aus dem Jahr 2017 die Blutgefäße erweitern.

Vorsicht bei Dosierung und Inhaltsstoffen

Doch nicht alles, was natürlich klingt, ist unbedenklich. Fachleute warnen vor Überdosierungen und spezifischen Schadstoffen.

Eine klinische Studie mit 120 Patienten über 18 Monate konnte keinen signifikanten Effekt von Grüntee-Extrakt (EGCG) auf Multiple Sklerose nachweisen. Im Gegenteil: Bei hochdosierten EGCG-Präparaten drohen Leberschäden.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) warnte bereits 2018 davor. Seit 2022 gilt eine Kennzeichnungspflicht für Produkte ab einer Tagesdosis von 800 mg EGCG.

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Wer sein Diabetes-Risiko senken möchte, kann mit nur vier Tassen Kräutertee täglich einen entscheidenden Beitrag leisten – das zeigt eine aktuelle Meta-Studie. Doch nicht jeder Tee ist gleich wirksam, und manche Produkte enthalten sogar Schadstoffe. Dieser Ratgeber verrät Ihnen die drei besten Kräutertees, die sichere Dosierung und eine Checkliste für schadstofffreie Tees. Jetzt kostenlosen Tee-Ratgeber anfordern

Aktuell sorgt der krebserregende Stoff Danthron für einen Rückruf. Betroffen ist der Kräutertee der Marke „Slinmy Brand“ (40g-Packung), der über GoAsia und Orientmaster verkauft wurde. Verbraucher sollen betroffene Chargen in den Filialen zurückgeben.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte bei Kräutertees besonders vorsichtig sein. Hibiskustee kann mit Diuretika, Aspirin und Blutdruckmedikamenten wechselwirken.

Baldriantee wiederum macht schläfrig – die Dosierung muss im Alltag gut abgestimmt sein.

Trendgetränke: Teuer, säurehaltig, überdosiert

Der Markt für Wellnessgetränke boomt. Doch ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt vom Mai 2026 zeigt Probleme: Von 35 untersuchten Vitaminwässern überschritten zwölf bereits mit einer Flasche die empfohlene Tageszufuhr für Vitamine wie B5, B3, B6 oder B7.

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) stellt klar: Solche Zusätze bieten meist keinen gesundheitlichen Vorteil – überschüssige Vitamine scheidet der Körper einfach wieder aus.

Auch bei Trendgetränken mit Koffein ist Vorsicht geboten. „Turbo Boost“ von Waterdrop enthält bis zu 160 mg Koffein pro 500 ml. Kalttees von Meßmer liegen mit 105 mg pro 500 ml ebenfalls über dem Gehalt gängiger Energydrinks.

Der Säuregehalt macht zusätzlich Probleme: pH-Werte zwischen 3,19 und 3,98 greifen bei häufigem Konsum den Zahnschmelz an.

Und die Preise? Über zwei Euro pro Liter sind keine Seltenheit. Selbst gemachte Alternativen sind deutlich günstiger.

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Vorsicht vor versteckten Risiken in Kräutertees: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit warnt vor Leberschäden durch überdosierte Grüntee-Extrakte, und ein aktueller Rückruf betrifft einen Tee mit krebserregendem Danthron. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wie Sie sich schützen und gleichzeitig von den positiven Effekten traditioneller Kräutertees profitieren. Schadstoff-Checkliste jetzt sichern

Das Fazit

Traditionelle Kräutertees bieten viele positive Ansätze für die Gesundheit. Die industrielle Verarbeitung zu Trendgetränken bringt dagegen oft physiologische und ökonomische Nachteile mit sich. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu klassischen Teesorten – und achtet auf die Dosierung.

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