Kräuteralkohol-Vergiftung, Tote

Kräuteralkohol-Vergiftung: 29 Tote durch toxisches Getränk in Nigeria

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 23:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

In Ondo starben 29 Menschen nach dem Konsum eines Kräuteralkohols. Behörden prüfen Methanol als mögliche Ursache, Laborbefunde stehen noch aus.

Nigeria: 29 Tote nach verunreinigtem Kräuteralkohol in Ondo
Eine weitläufige, dicht bewachsene Waldlandschaft in der Region Ondo während der Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Im September 2026 wurde der nigerianische Bundesstaat Ondo von einer Serie schwerer Vergiftungsfälle erschüttert, die auf den Konsum von toxischem Kräuteralkohol zurückgeführt werden. Laut Berichten vom 12. September 2026 konzentrierten sich die Vorfälle primär auf die Region Odigbo und den Ort Araromi Obu.

Nachdem mehrere Personen nach der Einnahme von verunreinigten pflanzlichen Zubereitungen, lokal als „Monkey Tail“ bekannt, verstorben waren, ordneten die Behörden die Aktivierung sämtlicher Notfalleinrichtungen in den betroffenen Gebieten an.

Epidemiologische Daten und demografische Schwerpunkte

Die Auswertung der vorliegenden Daten verdeutlicht die Schwere des Ausbruchs. In Berichten vom 12. September 2026 bestätigten die Gesundheitsbehörden insgesamt 29 Todesfälle bei 60 registrierten Verdachtsfällen in Odigbo. Dies entspricht einer Letalitätsrate von 48,3 %. Andere Quellen deuteten am 11. September 2026 bereits darauf hin, dass die Zahl der Verstorbenen auf über 30 gestiegen sei, während rund 50 Personen in Kliniken behandelt wurden.

Das demografische Profil der Betroffenen ist auffallend homogen. Etwa 95 % der Patienten sind männlich und befinden sich in der Altersgruppe zwischen 16 und 55 Jahren. Die räumliche Ausbreitung umfasst mehrere Ortschaften, darunter New Town, Odole, Okele, Orita Odigbo, Araromi Obu und Oniparaga.

Als zeitlicher Ursprung wurde der 3. September 2026 identifiziert, an dem in New Town der erste Todesfall gemeldet wurde. Besonders folgenschwer war eine Naming-Zeremonie in Araromi Obu, nach deren Verlauf allein acht Personen verstarben.

Behördliche Reaktionen und internationale Unterstützung

Zur Eindämmung der Krise und zur Ursachenforschung wurden umfassende Maßnahmen eingeleitet. Gesundheitskommissar Banji Ajaka erklärte laut Berichten vom 11. September 2026, dass neben lokalen Behörden auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die nationalen Behörden NAFDAC (National Agency for Food and Drug Administration and Control) und NDLEA (National Drug Law Enforcement Agency) in die Ermittlungen eingebunden wurden.

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29 Menschen starben in Nigeria nach dem Konsum eines verunreinigten Kräuteralkohols — die Behörden vermuten eine Methanol-Kontamination, bestätigt ist sie noch nicht. Wer pflanzliche Heilmittel nutzt, sollte Herkunft und Reinheit seiner Produkte kennen. Jetzt kostenlosen Kräuter-Check anfordern

Ein wesentlicher Schritt zur Gefahrenabwehr war das temporäre Verbot der Produktion und des Vertriebs von lokalen alkoholischen Getränken im Verwaltungsbezirk Odigbo. Parallel dazu wurden 36 Blut- und Urinproben entnommen, um sie in Laboren auf chemische Kontaminationen zu untersuchen.

Der lokale Verwaltungschef Taiwo Adegoroye stellte laut einer Meldung vom 11. September 2026 Mittel in Höhe von 2 Millionen Naira für die Notfallversorgung bereit. Zudem gab die Polizei unter der Leitung von Felix Ohagwu bekannt, dass bereits mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit der Herstellung der Substanzen festgenommen wurden.

Symptomatik und Verdacht auf Methanol-Kontamination

Patienten, die den toxischen Kräuteralkohol konsumierten, zeigten schwere Krankheitssymptome. Dazu gehörten Erbrechen, Durchfall, heftige Bauchschmerzen und Krämpfe.

Die medizinischen Berichte heben die hohe Toxizität hervor: Todesfälle traten meist innerhalb von 24 Stunden, in extremen Fällen bereits nach zwei Stunden ein. Ein Überlebender im Alter von 32 Jahren berichtete nach dem Konsum von zwei Einheiten des Getränks von einem vollständigen Sehverlust.

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Obwohl die abschließenden Laborergebnisse noch ausstehen, äußerte der Regierungsberater Olufemi Lawson den Verdacht einer Methanol-Kontamination. Er betonte jedoch, dass die endgültige Ursache erst nach Abschluss der Untersuchungen feststehe. Kliniken im Southern Senatorial District wurden zu einer erhöhten Überwachung und Meldung ähnlicher Symptome aufgerufen.

Das Board für Alternativmedizin kündigte zudem verstärkte Registrierungen von Anbietern an, um die Sicherheit pflanzlicher Heilmittel künftig besser zu kontrollieren. Ein speziell eingesetztes Komitee soll innerhalb von zwei Wochen einen detaillierten Abschlussbericht vorlegen.

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