Kooperation unterschätzt: 86% sind hilfsbereit, nur 47% erwartet
08.06.2026 - 07:07:18 | boerse-global.de
Nur noch 39 Prozent rechnen sicher mit einem raschen und passenden Berufseinstieg. Das zeigt eine aktuelle EY-Studie unter 2.000 Befragten.
Sicherheit vor Gehalt
Der Rückgang ist deutlich: 15 Prozentpunkte weniger als 2024. Fast die Hälfte (49 Prozent) sieht die Aussichten als „eher wahrscheinlich“. Der Anteil der Pessimisten hat sich auf 12 Prozent verdoppelt.
Bei der Arbeitgeberwahl spielt Sicherheit die Hauptrolle. 52 Prozent der Befragten nannten diesen Faktor am wichtigsten. Das Gehalt folgt mit 43 Prozent, flexible Arbeitszeiten mit 41 Prozent. Die Botschaft ist klar: Stabilität zählt mehr als schnelles Geld.
Der erste Job ist ein Meilenstein – doch gerade beim Karrierestart lauern rechtliche Fallstricke im Kleingedruckten. Dieser kostenlose Ratgeber hilft Ihnen, veraltete Klauseln zu erkennen und von Anfang an einen rechtssicheren Vertrag zu unterzeichnen. 19 Muster-Formulierungen für Arbeitsverträge jetzt kostenlos sichern
KI verändert die Anforderungen
Die Integration künstlicher Intelligenz verändert Berufsbilder grundlegend. Digitale Kompetenzen und Anpassungsfähigkeit werden immer wichtiger – oft wichtiger als reine Fachkenntnisse.
Internationale Unternehmen setzen für Trainee-Programme inzwischen fließende Deutsch- und Englischkenntnisse voraus, plus fundierte MS-Office-Kenntnisse. Regionale Initiativen wie die „Westerwälder Naturtalente“ reagieren mit digitalen Karriere-Pässen bereits in der Schulzeit.
In Österreich hat nur jeder dritte Maturant einen klaren Plan für die Zeit nach der Schule. Programme wie die Duale Akademie wollen diese Lücke schließen – mit verkürzten Lehrzeiten und Trainee-Modellen in IT, Technik und Logistik.
Neue Regeln beim Gehalt
Die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz verbietet künftig die Frage nach dem letzten Gehalt im Vorstellungsgespräch. Die Bundesregierung hat die Umsetzungsfrist im Juni 2026 zwar noch nicht eingehalten – doch die Richtlinie wirkt bereits.
Personalexpertin Melanie Trommer erklärt: Die Frage nach dem vorherigen Verdienst darf zwar vorerst weiter gestellt werden. Bewerber sind aber nicht mehr zur wahrheitsgemäßen Antwort verpflichtet. Ziel ist mehr Transparenz und weniger Entgeltungleichheit.
Das neue Nachweisgesetz hat die Spielregeln für die Gestaltung von Arbeitsverhältnissen grundlegend verändert. Dieser Gratis-Report zeigt Ihnen Schritt für Schritt, welche Standardklauseln nicht mehr zulässig sind und wie Sie Ihre Unterlagen rechtssicher anpassen. Kostenlosen Leitfaden zum Nachweisgesetz hier herunterladen
Kooperation wird unterschätzt
Eine globale Studie in „Science“ zeigt eine verzerrte Wahrnehmung sozialer Interaktionen. Forscher der Universitäten Bonn und Frankfurt werteten Daten von über 100.000 Personen aus 125 Ländern aus.
Das Ergebnis: In Deutschland sind 86 Prozent der Teilnehmer kooperativ – erwartet hatten die Befragten nur 47,6 Prozent. Die Unterschätzung liegt bei fast 40 Prozentpunkten. Global kooperieren 69 Prozent, erwartet wurden nur 47 Prozent.
Für Berufseinsteiger bedeutet das: Das Potenzial für teamorientiertes Arbeiten ist in Organisationen oft viel höher als gedacht. Wer auf Zusammenarbeit setzt, liegt richtig.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
