Konzentration, Sekunden

Konzentration: 47 Sekunden pro Fenster – wie Psychologen gegensteuern

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 09:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Psychische Leiden überholen Erkältungen als Hauptgrund für Fehlzeiten. Neue Therapien und KI-Chatbots bieten Hilfe, doch Datenschutz bleibt kritisch.

Psychische Erkrankungen: Rekordhoch bei Krankschreibungen in Deutschland
Eine Person sitzt ruhig an einem aufgeräumten Schreibtisch, was Konzentration und mentale Stärke symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Stressbedingte Ausfälle erreichen Rekordniveau. Eine aktuelle Analyse der DAK für Niedersachsen zeigt: Psychische Erkrankungen haben Erkältungskrankheiten als häufigste Ursache für Krankschreibungen abgelöst. Die Fehlzeiten kletterten auf 105 Tage je 100 Beschäftigte – ein Plus von 42 Prozent gegenüber 2019.

Akzeptanz statt Bekämpfung: Neue Wege gegen Angststörungen

Bei der Behandlung von Hypochondrie setzen Therapeuten zunehmend auf kognitive Kontrollstrategien. Ziel: die Fehlinterpretation körpereigener Signale durchbrechen. Der Sportpsychologe Sebastian Altfeld erklärt die Wirksamkeit der MAC-Methode (Mindfulness, Acceptance, Commitment).

Der Ansatz kommt auch bei Olympioniken und Einsatzkräften zum Einsatz. Aufkommende Ängste werden zunächst akzeptiert, statt bekämpft. So bleibt die Handlungsfähigkeit in Drucksituationen erhalten. Mentale Stärke versteht Altfeld als tägliche Praxis, die realitätsnahes Training erfordert.

Auch die Selbsthilfe profitiert von kognitiver Verhaltenstherapie. Ein neuer Ratgeber von Doris Wolf setzt auf Konfrontationstraining, Entspannung und kognitive Umstrukturierung.

Stiftung Warentest prüft KI-Chatbots: ChatGPT überzeugt, Datenschutz bleibt Problem

Die Stiftung Warentest hat fünf KI-gestützte Chatbots auf ihre Eignung bei Gesundheitsfragen untersucht. ChatGPT lieferte in allen Testfällen korrekte Verdachtsdiagnosen, drei Systeme schnitten insgesamt akzeptabel ab. Doch die Prüfer warnen: Personenbezogene Daten könnten auf Servern außerhalb Europas landen.

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Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne bei Bildschirmarbeit beträgt nur 47 Sekunden pro Fenster. Mit der richtigen Morgenroutine können Sie Ihre Konzentration deutlich verbessern. Dieser Report zeigt Ihnen drei konkrete Übungen. Jetzt kostenlosen Fokus-Report anfordern

Als sicherere Alternative empfehlen die Tester spezialisierte Symptom-Checker wie Ada oder Symptomate – sie erhielten die Note „gut“. Solche Tools kanalisieren die bei Hypochondern verbreitete Online-Recherche in geordnete Bahnen. Einen Arztbesuch ersetzen sie nicht.

47 Sekunden pro Fenster: Warum unsere Konzentration leidet

Die Psychologin Gloria Mark von der UC Irvine hat Erschreckendes herausgefunden: Bei Bildschirmarbeit beträgt die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne pro Fenster nur 47 Sekunden. Ihr Tipp gegen mentale Erschöpfung: das eigene „Zukunfts-Ich“ am Morgen visualisieren. Das hilft, die Konzentration über den Tag zu halten.

Stress zeigt sich auch körperlich. Dr. Mandy Scheunchen veröffentlichte einen Ratgeber zu Kiefergelenkschmerzen und Zähneknirschen – beides typische Stressfolgen. Ihre Lösung: muskuläre und mentale Relaxationsübungen kombinieren.

Neue Hilfsangebote und erste orale Therapie gegen postpartale Depression

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Stressbedingte Fehlzeiten sind auf Rekordniveau – psychische Erkrankungen haben Erkältungen als häufigsten Krankmacher abgelöst. Schützen Sie sich mit einfachen mentalen Techniken vor Erschöpfung. Dieser Leitfaden liefert eine Checkliste und praktische Übungen. Checkliste gegen Erschöpfung sichern

Der Krisendienst „Wendepunkt“ in Wuppertal baut sein Angebot aus. Ab August gibt es eine digitale Chatberatung mit Einzel- und Gruppenchats zu Einsamkeit oder Schlafstörungen. Psychosoziale Fachkräfte betreuen das Angebot, das für zwei Jahre gefördert wird.

Für schwere depressive Störungen nach der Geburt gibt es einen Durchbruch: Mit Zuranolon wurde die erste orale Therapieoption in Europa zugelassen. Die Behandlung dauert 14 Tage und stimuliert den GABAA-Rezeptor. Angesichts von 10 bis 15 Prozent betroffener Mütter ist das eine relevante Entwicklung.

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