Kontodiebstahl: 55 Prozent des Bankbetrugs – Google rüstet auf
25.06.2026 - 07:36:04 | boerse-global.de
Das Update richtet sich vor allem an Risikogruppen wie Journalisten, Aktivisten oder Politiker.
Neue Einblicke in verdächtige Aktivitäten
Das aktualisierte Sicherheitspaket zeichnet künftig systemrelevante Ereignisse auf Android-Geräten detailliert mit. Dazu gehören das Starten von Apps, Netzwerkverbindungen und USB-Übertragungen. Auch Änderungen an Sicherheitszertifikaten oder dem Bildschirmschloss werden erfasst.
Die gesammelten Daten bleiben zwölf Monate in verschlüsselter Form auf dem Gerät. Nur der Kontoinhaber selbst kann die Protokolle herunterladen und entschlüsseln. Ein manuelles Löschen der Aufzeichnungen vor Ablauf der Frist ist nicht vorgesehen.
Wichtige Einschränkungen für Nutzer
Eine Besonderheit: Selbst Aktivitäten im Inkognito-Modus von Chrome werden protokolliert. Wer sein Bildschirmschloss entfernt, riskiert dauerhaft den Zugriff auf die gespeicherten Logs. Das soll Missbrauch verhindern, schränkt aber auch die Flexibilität der Nutzer ein.
Google Wallet wird zum digitalen Tresor
55 Prozent des digitalen Bankbetrugs geht auf Kontodiebstahl zurück. Mit der neuen Protokollierung im Google Advanced Protection Program erkennen Sie verdächtige Aktivitäten auf Ihrem Android-Gerät. Die kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie den Schutz aktivieren. Kostenlose Schutz-Anleitung anfordern
Parallel dazu erweitert Google die Autovervollständigung in Chrome. Auf Android und iOS kann der Browser künftig Daten aus Google Wallet direkt in Formulare einfügen. Unterstützt werden nun Reisepässe, Führerscheine und Known Traveler Numbers, aber auch Kfz-Kennzeichen und Fahrgestellnummern.
Jede Übernahme erfordert eine explizite Zustimmung des Nutzers. Die sensiblen Daten bleiben durchgängig verschlüsselt. Verwaltet werden die Funktionen in den Chrome-Einstellungen unter dem Menüpunkt „Autofill und Passwörter".
Der Kampf gegen Kontodiebstahl
Die Neuerungen kommen nicht von ungefähr. Branchenweite Untersuchungen zeigen, dass Kontodiebstähle für 55 Prozent des digitalen Bankbetrugs verantwortlich sind. Im Kryptosektor ereignen sich 67 Prozent der Betrugsfälle bereits während der Registrierung, bei Zahlungsdienstleistern sind es 81 Prozent während der Authentifizierungsphase.
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Erst kürzlich weitete Google seine Werber-Überprüfung auf 24 weitere EU- und EWR-Staaten aus. Werbetreibende müssen dort künftig nachweisen, dass sie von nationalen Aufsichtsbehörden zugelassen sind. Im vergangenen Jahr blockierte oder entfernte der Konzern rund 1,6 Milliarden Anzeigen in der EU wegen Verstößen gegen die Richtlinien.
Auch andere Plattformen reagieren: WhatsApp warnt Nutzer inzwischen, wenn ihr Konto mit einem unbekannten Gerät verknüpft wird. Ein Klick genügt, um die Verbindung sofort zu unterbinden.
