Konservierungsstoffe, Bluthochdruck-Risiko

Konservierungsstoffe: 29% höheres Bluthochdruck-Risiko in Langzeitstudie

30.05.2026 - 12:20:14 | boerse-global.de

Mediziner warnen vor versteckten Gesundheitsrisiken in Lebensmitteln und Alltagsprodukten. Neue Studien belegen Gefahren durch Zusatzstoffe.

Konservierungsstoffe: 29% höheres Bluthochdruck-Risiko in Langzeitstudie - Foto: über boerse-global.de
Konservierungsstoffe: 29% höheres Bluthochdruck-Risiko in Langzeitstudie - Foto: über boerse-global.de

Doch Mediziner schlagen Alarm: Das beliebte Getränk sei kaum mehr als Zuckerwasser. Und das ist nur eine von mehreren Warnungen, die Gesundheitsexperten am heutigen Samstag aussprechen.

Gefahr im Frühstücksglas

Dr. José Luis Neyro, Spezialist für Vitamin-D-Stoffwechsel, warnt eindringlich vor Orangensaft am Morgen. Beim Entsaften gehen wichtige Ballaststoffe verloren, erklärt der Mediziner. Die Folge: Der Blutzucker schnellt in die Höhe, die Bauchspeicheldrüse schüttet massenweise Insulin aus – und der Körper beginnt, Fett einzulagern.

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Die Diskussion um Zucker erreicht auch die Politik. Nordzucker-Chef Lars Gorissen lehnt die geplante Zuckersteuer auf Erfrischungsgetränke ab, die 2028 kommen soll. „Eine gestaffelte Abgabe ist kein wirksames Mittel gegen Übergewicht", so Gorissen. Dabei steckt der Konzern selbst in der Krise: Für das Geschäftsjahr 2025/26 meldet Nordzucker einen Rekordverlust von 226 Millionen Euro bei einem Umsatz von 2,34 Milliarden Euro. Grund sei der drastische Preisverfall am Weltmarkt.

Smartwatches: Gefährliche Spielerei für Diabetiker

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft warnt vor Smartwatches, die angeblich den Blutzucker messen können – ohne jeden Pieks. Solche Geräte seien keine zertifizierten Medizinprodukte, betonen die Experten.

Wie unzuverlässig die Technik ist, demonstrierte Manuel Eichenlaub vom Ulmer Institut für Diabetes-Technologie: Er testete eine Smartwatch an einer Banane. Das Gerät zeigte an, der Blutzucker der Frucht liege im Normalbereich – absurd, denn Bananen enthalten reichlich Zucker. Die Gefahr: Diabetiker könnten in falscher Sicherheit wiegen und wichtige Behandlungen auslassen.

Versteckte Gefahren in verarbeiteten Lebensmitteln

Eine neue Langzeitstudie im European Heart Journal liefert alarmierende Daten. Das französische Gesundheitsforschungsinstitut INSERM wertete die Daten von 112.395 Teilnehmern über sieben Jahre aus. Ergebnis: Wer viele Konservierungsstoffe wie Nitrite und Sorbate zu sich nimmt, hat ein 29 Prozent höheres Risiko für Bluthochdruck und ein 16 Prozent höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Auch unregelmäßiges Essen schadet der Psyche. Eine südkoreanische Studie mit über 21.000 Erwachsenen zeigt: Menschen mit unregelmäßigen Mahlzeiten haben ein 1,55-fach erhöhtes Risiko für depressive Symptome – besonders bei Männern, Rauchern und Spätessern.

Weitere Warnungen: Von Jod bis Nikotin

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor einem gefährlichen Social-Media-Trend: der Einnahme von Lugolscher Lösung (Jod-Kaliumjodid-Lösung). Schon geringe Mengen können die Schilddrüse überfordern und zu Funktionsstörungen führen – besonders bei Schwangeren und Kindern.

Eine Analyse von foodwatch in 64 Supermarktprodukten ergab: 67 Prozent enthielten Pestizide, die in der EU nicht zugelassen sind. Besonders stark belastet waren Kreuzkümmel und Chilimischungen. Das BfR sieht zwar keine akute Gesundheitsgefahr, fordert aber strengere Kontrollen.

Mediziner schlagen zudem Alarm wegen Nikotin-Zahnstochern, die im Internet angeboten werden. Mit zwei bis sechs Milligramm Nikotin pro Stück haben sie ein hohes Suchtpotenzial – besonders für Jugendliche. Eine Zulassung in Deutschland existiert nicht.

Die Industrie reagiert

Während die Bdasdebatte um Zucker tobt, setzen erste Hersteller auf Alternativen. Die Sachsen Quelle brachte im Frühjahr 2026 ein kalorienfreies Orangenwasser auf den Markt – ein klares Signal, dass der Markt sich wandelt. Ob das reicht, um die Gesundheitsrisiken zu minimieren, bleibt abzuwarten.

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