Kognitiver Test: Was der MoCA-Screening wirklich aussagt und nicht
01.06.2026 - 04:48:19 | boerse-global.deUS-Präsident Donald Trump hat bei einer umfassenden medizinischen Untersuchung Ende Mai im Walter Reed Military Medical Center hervorragende Werte erzielt. Leibarzt Sean Barbabella bescheinigt dem 79-Jährigen in einem dreiseitigen Bericht eine exzellente gesundheitliche Verfassung und uneingeschränkte Amtsfähigkeit.
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Vierter perfekter Test in Folge
Ein Kernstück der Untersuchung war das Montreal Cognitive Assessment (MoCA). Trump erreichte 30 von 30 Punkten – das bestmögliche Ergebnis. Es ist der vierte fehlerfreie Test in Folge. Über soziale Medien bezeichnete Trump das Resultat als Beleg für außergewöhnliche kognitive Leistungsfähigkeit. Er fordert nun verpflichtende kognitive Tests für alle Präsidentschafts- und Vizepräsidentschaftskandidaten.
Barbabella hob in seinem Bericht starke neurologische Funktionen sowie eine gute Herz-Lungen-Leistung hervor. Auch Screenings auf Depressionen und Angstzustände fielen unauffällig aus. Der Präsident verfüge über ausgeprägte geistige Klarheit, die für das Amt des Oberbefehlshabers notwendig sei.
Was der Test wirklich aussagt
Externe Mediziner sehen die perfekte Punktzahl differenzierter. Dr. Jonathan Reiner betont: Der MoCA-Test dient der Früherkennung von Demenz – nicht der Messung von Intelligenz oder IQ. Ein Wert von 26 oder mehr gilt bereits als Normalbefund.
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Kritik gibt es auch an der wiederholten Anwendung. Da sich die Fragen bei dem zehnminütigen Screening kaum verändern, sinkt die Aussagekraft bei mehrfacher Durchführung. Lerneffekte sind nicht auszuschließen. Ein fehlerfreies Abschneiden bestätigt lediglich das Fehlen kognitiver Defizite – mehr nicht.
Körperliche Verfassung: Licht und Schatten
Eine KI-gestützte Analyse der EKG-Daten ergab eine Herz-Kreislauf-Leistung, die dem Standard eines 14 Jahre jüngeren Menschen entspricht. Doch der Bericht dokumentiert auch Probleme: Bei 1,91 Metern Körpergröße wiegt Trump aktuell 108 Kilogramm – ein Plus von 6,4 Kilogramm seit April 2025. Der BMI von 29,7 liegt an der Grenze zur klinischen Adipositas.
Der Leibarzt empfiehlt eine Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und gezielte Gewichtsreduktion. Zur Prävention nimmt Trump Rosuvastatin und Ezetimib gegen hohe Cholesterinwerte sowie niedrig dosiertes Aspirin. Leichte Blutergüsse an den Händen führt der Bericht auf die Kombination aus häufigem Händeschütteln und der blutverdünnenden Wirkung zurück.
Eine frühere chronisch venöse Insuffizienz an den Unterschenkeln zeigt Besserung. Eine Narbe am rechten Ohr stammt von einer Schussverletzung aus dem Jahr 2024.
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