Kognitive Reserve: 35% weniger Demenzrisiko durch mentales Training
18.06.2026 - 11:21:21 | boerse-global.de
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz schadet langfristig dem Gehirn. Das sagt Neurowissenschaftlerin Vivienne Ming vom Possibility Institute. Sie warnt vor einer chronischen Auslagerung kognitiver Arbeit an KI-Chatbots. Das behindere den Aufbau der sogenannten kognitiven Reserve – essenziell für die langfristige Gehirngesundheit.
Ming vergleicht die Entwicklung mit Navigationssystemen: Wer sie dauerhaft nutzt, schwächt nachweislich sein räumliches Gedächtnis.
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Eine Studie des MIT untermauert die These. Bei Nutzern von Large Language Models (LLM) fanden die Forscher eine schwächere neuronale Vernetzung. Dabei zeigt die ELSA-Studie aus dem Jahr 2020, wie wichtig eine hohe kognitive Reserve ist: Über 12.000 Erwachsene ab 50 wurden untersucht. Personen mit ausgeprägterer Reserve hatten ein um 35 Prozent geringeres Demenzrisiko.
Fachleute fordern nun eine genauere Untersuchung dieser Verhaltensmuster – bevor sie sich dauerhaft im Alltag verfestigen.
Zweifel an Trumps mentaler Fitness
Die Frage nach der geistigen Verfassung beschäftigt auch die Politik. Am Rande internationaler Treffen wurden Beobachtungen zum 80-jährigen US-Präsidenten Donald Trump laut. Bei einem Besuch in Paris am heutigen Donnerstag wirkte er laut Medienberichten teilweise unsicher und erschöpft. Trump erschien verspätet zu Terminen und zeigte bei einem Gruppenfoto Orientierungsschwierigkeiten.
Bereits am Dienstag kam es am Rande des G7-Gipfels in Évian zu einer symbolträchtigen Begegnung mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Der Kanzler überreichte Trump ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft mit der Nummer 47 – ein Hinweis auf eine mögliche 47. Präsidentschaft.
Die Geste gilt als Versuch zur Pflege transatlantischer Beziehungen. Doch Umfragen in den USA zeigen: Eine Mehrheit der Bevölkerung hegt Zweifel an Trumps mentaler Fitness – auch Teile der Republikaner. Trump selbst räumte am Mittwoch vor seiner Abreise nach Paris Fehler bei einem militärischen Vorfall im Iran ein, der Ende Februar zu zahlreichen Opfern geführt hatte. Er begründete dies mit veraltetem Kartenmaterial beim Geheimdienst.
Schach statt Social Media: WM-Stars trainieren das Gehirn
Parallel zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zeigt sich bei den Profisportlern ein Trend: Schach ist der neue Zeitvertreib der Stars. Erling Haaland, Jamal Musiala, Harry Kane und Joshua Kimmich nutzen das Brettspiel zur Schulung strategischer Fähigkeiten.
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Doch es geht um mehr als individuelle Konzentration. DFB-Kapitän Kimmich setzt auf mannschaftspsychologische Ansätze aus der Fachliteratur. Er bezieht sich auf das neuseeländische Prinzip Whakapapa, das die Verbindung zwischen Menschen und Kulturen betont. Kimmichs Überzeugung: Ein starkes Kollektiv entsteht auf dem Spielfeld, aber es wird durch gemeinsame Freizeitgestaltung gefestigt.
Auch andere Nationalteams setzen auf mentale Vorbereitung. Vor der Begegnung zwischen der Schweiz und Bosnien am heutigen Donnerstag in Inglewood betonten Trainer und Spieler die Bedeutung von mentaler Stärke und kognitiver Cleverness. Damit wollen sie physisch starken Gegnern Paroli bieten.
Schweizer Trainer Murat Yakin unterstrich: Die Mannschaft müsse trotz äußerer Belastungen – wie der intensiven Nutzung von Klimaanlagen in den Unterkünften – an ihren Prinzipien festhalten.
