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Kognitive Fitness: Aktiver Lebensstil verbessert Gehirn um acht Jahre

23.06.2026 - 01:39:13 | boerse-global.de

Studie belegt: Ernährung, Bewegung und soziale Kontakte können geistige Leistungsfähigkeit im Alter um bis zu acht Jahre steigern.

Gehirntraining: Aktiver Lebensstil verbessert kognitive Fitness um Jahre
Kognitive - Ältere Menschen in Deutschland nehmen an einem Gedächtnistraining teil, lösen gemeinsam Rätsel und interagieren. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Eine Kombination aus Ernährung, Bewegung und sozialer Teilhabe kann die geistige Leistungsfähigkeit um bis zu acht Jahre verbessern.

Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt im Juni 2026. Die Erkenntnisse kommen zur rechten Zeit: Die Bevölkerung wird älter, die Nachfrage nach Präventionsangeboten steigt.

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Einsamkeit schrumpft das Gehirn

Besonders alarmierend: Soziale Isolation gilt als Risikofaktor für kognitive Einschränkungen. Medizinische Analysen zeigen, dass Einsamkeit mit einer Schrumpfung des Hippocampus korreliert – jener Region, die für das Gedächtnis zentral ist.

Eine Bertelsmann-Studie aus dem Jahr 2024 hatte bereits aufgezeigt, dass sich fast die Hälfte der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland einsam fühlt. Das Problem betrifft also alle Altersgruppen.

In der Schlaganfall-Nachsorge gibt es dagegen eine überraschende Entwicklung: Eine Cochrane-Review vom 22. Juni 2026 findet keine Belege für die routinemäßige Gabe von SSRIs zur Verbesserung der Genesung. Bei fokaler Epilepsie und Multipler Sklerose zeigen dagegen Medikamente wie Cenobamat und Ozanimod weiterhin Wirksamkeit.

Volkshochschulen setzen auf KI-Kurse

Die deutschen Volkshochschulen reagieren auf den Bedarf. Für das Herbst- und Wintersemester 2026 haben sie umfangreiche Programme aufgelegt. Der Deutsche Volkshochschul-Verband ist zudem der Allianz gegen Einsamkeit beigetreten.

Ein Schwerpunkt: digitale Kompetenzen als kognitives Training. Das Digitallotsen-Netzwerk im Landkreis Donau-Ries startet im Herbst eine neue Ausbildungsreihe. Christina Klank von der LMU München erläuterte bei einem Expertentreffen in Mertingen die Besonderheiten des Lernens im Alter.

Praktische Beispiele gibt es bereits:
- In Kernen fand im Juni 2026 ein erster KI-Workshop speziell für Senioren statt
- Die VHS Esslingen bietet Ende Juni KI-Werkstätten an, um Berührungsängste abzubauen

Die Programme in Landkreis Harburg und Speyer setzen auf das Motto „Neue Perspektiven“. Neben beruflichen Qualifikationen wie dem Wirtschaftsfachwirt umfassen sie Kurse in Kultur, Gesundheit und Sprachen.

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Bewegung trifft Gedächtnistraining

In Potsdam gibt es seit dem Frühjahr 2026 monatliche Gesundheitswanderungen für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Die rund sechs Kilometer langen Touren verbinden Bewegung mit sozialem Austausch.

Auch kreative Angebote helfen: In Bernau starteten im Juni Kurse von Jonglieren bis Nähen. Demenzbotschafter Hans-Jürg Liebert betont in Informationsveranstaltungen, wie wichtig es sei, offen über Gedächtnisverlust zu sprechen.

Workshop-Reihen in Monsheim fokussieren Ende Juni und Anfang Juli die „Innere Stärke für die zweite Lebenshälfte“. Sie richten sich an 60- bis 75-Jährige und fördern die psychische Resilienz – und damit indirekt auch die kognitive Belastbarkeit.

de | wissenschaft | 69606752 |